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Carolyn Iselt

    Individualität und Kunst
    • Individualität und Kunst

      Zum Problem ihrer normativen Bestimmung in Hegels 'Phänomenologie des Geistes'

      • 499 Seiten
      • 18 Lesestunden

      Carolyn Iselt untersucht in ihrer Studie zur Kunst-Religion in der »Phänomenologie des Geistes« die Rolle des Individuums in der Kunst bei Hegel. Sie zeigt, dass Kunst nicht nur idealisierte Darstellungen wie Götterskulpturen oder tragische Helden umfasst, sondern auch die Unterdrückung der Individualität thematisiert. Im Kapitel Kunst-Religion wird eine Entwicklung vom allgemeinen sittlichen Bewusstsein hin zur Wertschätzung der Individualität nachvollzogen, anhand einer systematischen Abfolge von Kunstgattungen wie Skulptur, Gesang, Epos, Tragödie und Komödie. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass ein Übersteigen der idealen Einheit aus ästhetischen Gründen erforderlich ist. Im ersten Teil der Arbeit wird im Unterkapitel »Das geistige Thierreich und der Betrug, oder die Sache selbst« gezeigt, wie das allgemeine Bewusstsein des Geistes aus der Kritik an der Vorstellung absoluter Individualität hervorgeht. Hegel setzt Individualität mit »Thun« gleich, was bedeutet, dass die besondere Bestimmung der Individualität aus dem Wechselspiel zwischen angeborenen Eigenschaften und sozialer Realität entsteht. Auch die Gemeinschaft und ihr Bewusstsein, der Geist, basieren auf dem »Thun Aller«. Während das geistige Tierreich diese Basis detailliert darlegt, bleibt ein geistiges Bewusstsein nur ein Desiderat, was den Bezug zur Kunst und Kunst-Religion herstellt. Im Kunstwerk reflektiert sich sowohl das Individuum des Künstlers als auch di

      Individualität und Kunst