Über den Tellerrand
Die alltägliche Mahlzeitengestaltung und ihre Konflikthaftigkeit in Mittelschicht-Familien
- 408 Seiten
- 15 Lesestunden
Mahlzeiten haben eine bedeutende soziale Rolle, da gemeinsames Essen den Austausch innerhalb der Gemeinschaft fördert. Die Kleinfamilie fungiert dabei als Brennglas, das Einblicke in das Verhalten und Verständnis der alltäglichen Mahlzeitengestaltung bietet. Zahlreiche Studien untersuchen die Familienmahlzeiten, wobei Unterschiede häufig durch soziale Schichtunterschiede erklärt werden. Es fehlt jedoch an Forschung zu Differenzen innerhalb einer Schicht und den Gründen für Konflikte in der alltäglichen Mahlzeitengestaltung. Vor diesem Hintergrund werden folgende Forschungsfragen behandelt: Wie lassen sich Unterschiede im Verhalten von Familien zur alltäglichen Mahlzeitengestaltung erklären? Welche Faktoren beeinflussen die Konflikthaftigkeit in diesem Kontext? Ziel ist es, Erkenntnisse über die Organisation und Gestaltung alltäglicher Mahlzeiten in Familien zu gewinnen sowie die kulturellen und strukturellen Bedingungen zu identifizieren, die das Verhalten beeinflussen. Das Buch gliedert sich in mehrere Abschnitte, darunter der Wandel der Familienmahlzeiten, der Stand der Forschung zur Sozialwissenschaft des Essens, der theoretische Rahmen, der methodologische Ansatz, die Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse sowie eine Zusammenfassung und das Gesamtfazit.
