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Henryk Grynberg

    4. Juli 1936
    Henryk Grynberg
    Unkünstlerische Wahrheit
    Kinder Zions
    Der Sieg
    Drohobycz, Drohobycz
    Der Jüdische Krieg
    Flüchtlinge
    • Flüchtlinge

      Aus dem Polnischen von Lothar Quinkenstein. Mit einem Interview mit dem Verfasser.

      4,5(4)Abgeben

      Flüchtlinge ist die intime Erzählung einer gezeichneten Generation. Im Kindesalter mußte sie erleben, wie die Deutschen ihre Heimat Polen in einen Trümmerfriedhof verwandelten. Als junge Erwachsene wurde ihnen in der Volksrepublik Polen erneut das Recht auf Heimat abgesprochen. Dafür steht als eine Schlüsselfigur Marek Hłasko, der »polnische James Dean«, Ikone der Warschauer Schriftstellerszene, der nach Jahren der Heimatlosigkeit, so in Israel und Kalifornien, 1969 in Wiesbaden starb. Doch nicht nur ihm setzt Henryk Grynberg ein bewegendes Denkmal – Flüchtlinge ist Autobiographie wie auch Chronik von polnischen und jüdisch-polnischen Exilanten, die, zumeist in den USA, ein neues Leben wagten – und bei allen Erfolgen zutiefst Unbehauste blieben. In berührenden Portraits zeichnet Grynberg Lebenswege und Todesfälle in Polen, Israel und im Schatten der Traumfabrik Hollywood nach, die nicht im europäischen Blick sind, ein Who is Who der polnischen Bohème im Exil. Wer weiß denn schon, daß es Krzysztof Komeda war, der – wie sonst nur noch Chopin verehrte – Titan des Polish Jazz, der die Musik zu Filmen von Roman Polański komponierte? Oder daß die Titelmelodie für die Fernsehserie »Flipper« von Henryk Warszawski stammt? Daß der Schauspieler Wojciech Frykowski mit Sharon Tate 1969 als Partygast beim Massaker der Manson Familiy in Polańskis Villa ermordet wurde? Als roter Faden zieht sich durch die Schilderung dieser Schicksale Grynbergs eigenes Ringen um eine Existenz als jüdisch-polnischer Schriftsteller, der in den USA als Pole, in Polen als Jude und in China als Amerikaner gilt. Seine Suche nach einem Lebensort verbindet er mit Städtebildern wie von Tel Aviv, Neapel, Rom, Mailand, Venedig, Łódź, Warschau, New Orleans, Los Angeles, New York, Las Vegas und Buenos Aires – und oft der Geschichte ihrer jüdischen Gemeinschaften. In einer Zeit der Flüchtlingsströme nach Europa macht Henryk Grynberg über sich hinaus erfahrbar, was Verlust von Heimat und Fremdsein bedeuten.

      Flüchtlinge
    • Eindringlich, berührend und authentisch berichten die zwölf Erzähler im Buch des polnischen Schriftstellers Henryk Grynberg über den Holocaust, aber auch über den Antisemitismus in der Sowjetunion. Grynbergs dokumentarische Prosa geht zurück auf die Erzählungen Überlebender, und sie reicht herauf bis in die Gegenwart. Seine Protagonisten überleben nur durch Zufall, denn die größte Gefahr geht von den Menschen aus - nicht nur von den Deutschen, sondern von all denen, die angesichts einer drohenden Katastrophe vor nichts zurückschrecken.

      Drohobycz, Drohobycz
    • Der Sieg

      Drei Erzählungen

      Henryk Grynberg, einer der wichtigsten jüdisch-polnischen Autoren der Gegenwart, schrieb in den Jahren 1965–1970 drei große Erzählungen von einzigartiger Ausdruckskraft: „Der jüdische Krieg“, „Der Sieg“ und „Vaterland“. Sie spannen den Bogen von der Flucht vor den Massendeportationen im besetzten Polen im Sommer 1942 bis in das Jahr 1967, als nach dem Sechstagekrieg ein politisch gesteuerter Antisemitismus die Länder des Warschauer Paktes ergriff. Insbesondere die Titelerzählung des Bandes, die zu den „100 Greatest Works of Modern Jewish Literature“ zählt, führt vor Augen, was in den westlich fokussierten Erinnerungen allzu lange ein weißer Fleck blieb: der Alltag der Überlebenden in der damaligen Volksrepublik Polen. Mit diesem Band, der die drei Erzählungen erstmals chronologisch fortlaufend zusammenfügt, öffnet sich ein Gedächtnis, das den Schlüssel darstellt für eine Auseinandersetzung mit der Shoah und den Verwerfungen der Erinnerung nach Jalta.

      Der Sieg
    • Das noch weithin unbekannte Schicksal der »Teheran-Kinder«. In Henryk Grynbergs »dokumentarischer Erzählung« kommen mehr als 70 jüdische Kinder aus Polen zu Wort, die 1943 nach Palästina gerettet wurden. Ihre Geschichten eröffnen eine schwindelerregende Topographie: von Städten und Städtchen Vorkriegspolens über entlegene Nord- und Südgebiete der Sowjetunion bis in den Iran, den Irak und nach Indien. Nüchtern schildern die verwaisten Überlebenden ihre Erfahrungen, die sie im September 1939 aus dem Raum einer geschützten Kindheit herausgerissen hatten: die mörderische Wucht der deutschen Angreifer, Tod, Raub, Zerstörung und Vertreibung sowie die vermeintliche Rettung, erneute Verfolgung und Verschleppung in der Sowjetunion. Schlicht und sachlich bleibt der vielstimmige Erzählduktus, doch sein Rhythmus stockt, versetzt mit monotonen Wiederholungen, die sich zu einer gewaltigen Klage erheben. In jeder Geschichte ist das gleiche Muster erkennbar, das die individuelle Tragödie in ein Henryk Grynberg kollektives Los wandelt. Doch Henryk Grynberg lässt die Stimmen Kinder Zions der Einzelnen erklingen, die als Ich-Erzähler von Vätern, Müttern, Dokumentarische Erzählung Brüdern, Schwestern, Tanten und Onkeln sprechen. So werden sie vor dem Vergessen in der Masse anonymer Opfer bewahrt.

      Kinder Zions
    • Unkünstlerische Wahrheit

      Ausgewählte Essays

      Elf Essays, eine Auswahl aus „Unkünstlerische Wahrheit“ (2002) und „Polnisch-jüdischer Monolog“ (2003), fügen sich zum Porträt eines Überlebenden und Schriftstellers, dem sein Thema im Frühjahr 1946 mit einem Schulaufsatz „aufgegeben wurde“, in dem er an alle erinnerte, die dieses Frühjahr nicht mehr erleben durften. Wenn Grynberg nach den Möglichkeiten und Grenzen der Darstellung fragt, nach dem Verhältnis zwischen Realität und Fiktion, spricht jeder Satz von der Last der Erinnerung und von der Verpflichtung des Schreibens. Zugleich entfaltet sich aus seiner persönlichen Geschichte die Geschichte der Juden in Osteuropa. Sei es in seinen beiden großen Essays über die polnischsprachige Literatur der Shoah, sei es in den einfühlsamen Bildern, die Janusz Korczak oder Stanislaw Vincenz in Erinnerung rufen – nicht die Überwindung der Wirklichkeit im Ästhetischen macht für Grynberg die Kunst aus, sondern das Bewusstsein dafür, dass angesichts dieser Wirklichkeit jede Ästhetisierung sich verbietet.

      Unkünstlerische Wahrheit
    • Die elementare Erfahrung einer nicht abreißenden Kette gewaltsamer Tode ist das Thema dieser autobiographischen Erzählung. Hinter dem wütenden Erzählgestus verbirgt sich die innere Zerrissenheit des in den USA lebenden polnischen Schriftstellers.

      Kalifornisches Kaddisch
    • This text can be considered a documentary; it is a compilation of fragments of records compiled in Palestine in 1943 by the Polish group Eastern Center for Information. It is based solely on the testimony of Jewish children evacuated from the Soviet Union to Palestine.

      Children of Zion
    • Monolog polsko-żydowski

      • 176 Seiten
      • 7 Lesestunden
      4,0(1)Abgeben

      Zbiór eseistyki Henryka Grynberga, na który składają się następujące teksty: — Historia polsko–żydowska — Polska ekskluzywna — Trójkąt polsko–żydowsko–ukraiński — Dziedzictwo duchowe — Przymieszka krwi — Żyd, który udawał Polaka, który udawał Żyda — My, Żydzi z Dobrego — Obowiązek — Palestyna, Palestyna... — Winię Europę — Nad pięknym, modrym Wannsee — Imperatyw człowieczeństwa Od Autora: Większość niniejszego monologu była w tej lub innej formie publikowana w „Res Publice Nowej” i na jej stronie internetowej, gdzie wywoływała ożywioną dyskusję. Esej zatytułowany Obowiązek ukazał się pierwotnie w Odrze, a Przymieszka krwi i Dziedzictwo duchowe wyrosły z recenzji zamieszczonych dosyć dawno w tygodniku „Wprost” i „Gazecie Wyborczej”. Najstarszy jest Żyd, który udawał Polaka, który udawał Żyda..., bo wywodzi się z artykułu drukowanego w 1991 w nowojorskim „Okay Ameryka” i późniejszej dyskusji w chicagowskim „To Be”. Henryk Grynberg w Monologu polsko-żydowskim po raz kolejny podejmuje problem Holokaustu. Zbiór eseistyki, na który składają się teksty pochodzące z różnych lat, sięga do współczesnych dziejów totalitaryzmu, jego korzeni i potwornych skutków, takich jak Szoa, i analizuje wydarzenia, które odcisnęły swe piętno na całym XX wieku. Po tragedii 11 września 2001 r. Autor z nowej perspektywy spogląda na współczesny świat polityki i kultury, na jego duchowy klimat, na polityczną hipokryzję i wybiórczą pamięć. W jednym z esejów mówi m.in. o „rozkładzie moralnym poholokaustowej Europy”, trwałym i ciągle widocznym, zamazującym obraz współczesności. Niektóre szkice są polemiczne, większość z nich drukowała prasa, głównie ’Res Publica Nowa’. Część wynikła z konkretnego sporu, inne bywają ogólniejsze. Jedne zmagają się z historią, ale są też takie, które dotyczą współczesności i od szczegółu wychodzą do ogółu. Marek Radziwon, Gazeta Wyborcza

      Monolog polsko-żydowski