Wie das Leben so der Tod
Sterbedarstellungen von Kaisern und Königen in der Historiographie des früheren Mittelalters
- 480 Seiten
- 17 Lesestunden
Die vorliegende Studie untersucht die Sterbedarstellungen von Herrschern vom 6. Jahrhundert, beginnend mit dem Tod Chlodwigs I. bis zu Lothar von Süpplingenburg im 12. Jahrhundert. Der Tod eines Herrschers war stets ein bedeutendes Ereignis, das in der Historiographie festgehalten wurde. Berichte über das Ableben der Mächtigen wurden jedoch selten wertfrei verfasst. Chronisten nutzten die Schilderung des Sterbens, um gute Herrscher zu rühmen oder schlechte zu verurteilen. Den Historiographen oblag die religiöse Deutung und Bewertung der Taten des Verstorbenen zu Lebzeiten. Bei der Beschreibung bedienten sie sich antiker und biblischer Vorbilder. Diese Studie beleuchtet, wie der Tod von Herrschern in verschiedenen Epochen dargestellt wurde und welche politischen und religiösen Implikationen damit verbunden waren. Die Analyse zeigt, wie die Wahrnehmung und die Darstellung des Sterbens von Herrschern die öffentliche Meinung und das historische Gedächtnis prägten. Durch die Betrachtung dieser Darstellungen wird deutlich, wie eng Tod und Herrschaft miteinander verknüpft waren und welche Rolle die Historiographie dabei spielte.
