Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Literaturwissenschaft, Note: 1,0, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Im Vorwort zu ihrer Graphic Novel betont Marjane Satrapi die Bedeutung, die Iranerinnen und Iraner, die für Freiheit kämpften und im Gefängnis starben, nicht zu vergessen. Sie zeigt, dass Comics als Medium für Erinnerungs- und Aufklärungsarbeit dienen können, was bereits durch Art Spiegelmans Maus legitimiert wurde. Acht Jahre nach Persepolis heben Amir und Khalil in Zahräs Paradise die Notwendigkeit hervor, das Leid des iranischen Volkes zu dokumentieren und der Tragödie entgegenzuwirken. Diese Stimmen belegen das Engagement einer jungen Generation von Iraner_innen, die an die Opfer staatlicher Unterdrückung und die Kulturgeschichte des Iran erinnern möchten. Sie wollen der Weltöffentlichkeit die liberale Opposition im Iran neben dem theokratischen Regime präsentieren. Widerstand gegen ein repressives Regime zu leisten, ist im Iran jedoch riskant. Daher wählen Satrapi und Amir und Khalil das Comic als Medium ihres Widerstandes. Diese Arbeit untersucht, warum Graphic Novels wie Persepolis und Zahräs Paradise besonders geeignet sind, um auf die Unterdrückung der Bevölkerung aufmerksam zu machen und als Medium des politischen Protests zu fungieren.
Ludwig Lohmann Reihenfolge der Bücher

- 2015