Legitimation der Restschuldbefreiung.
Das System der gesetzlichen Entschuldungsbedingungen im Lichte der Reformen.
- 369 Seiten
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Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Restschuldbefreiung werden durch die §§ 286 ff. InsO bestimmt. Seit der Einführung der Insolvenzordnung (InsO) hat der Gesetzgeber wesentliche Änderungen im System der Entschuldungsbedingungen vorgenommen. Die bevorstehende Umsetzung der EU-Restrukturierungsrichtlinie deutet darauf hin, dass sich dieses System weiter verändern wird, was eine kritische Untersuchung der bisherigen und zukünftigen Entwicklungen notwendig macht. Die Arbeit untersucht, welche Schuldner eine gesetzliche Restschuldbefreiung „verdienen“ und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen. Die Analyse beginnt mit den Grundsätzen von 1999 und beleuchtet die Hintergründe und die Auswirkungen der legislativen Veränderungen auf die Anforderungen an Schuldner. Dabei wird insbesondere die Rolle der finanziellen Anstrengungen und der Redlichkeit des Schuldners betrachtet. Die Untersuchung umfasst auch die Auswirkungen der Restrukturierungsrichtlinie auf das bestehende Anforderungssystem. Abschließend werden Reformansätze präsentiert, um die Schlüssigkeit der §§ 286 ff. InsO im Lichte der ursprünglichen Prämissen zu bewerten und mögliche Korrekturen aufzuzeigen. Die Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über die Entwicklung und die Herausforderungen des Entschuldungssystems in Deutschland.
