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Johannes H. Schmees

    Rechtsschutz durch Entscheidungsarchitekturen.
    • Rechtsschutz durch Entscheidungsarchitekturen.

      Skizze einer deskriptiven Systematik zur Erfassung staatlich-exekutiver Entscheidungsbildung bei der Implementation algorithmischer Entscheidungssysteme.

      • 283 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Im Zuge technologischer Entwicklungen kann der Staat zunehmend komplexe algorithmische Entscheidungssysteme einsetzen. Diese Systeme, die auf Algorithmen basieren und umfassende Daten nutzen, zeichnen sich durch hohe Komplexität und Effizienz aus. Die Automatisierung in Staat und Verwaltung unterliegt neuen Dynamiken, die Anlass für diese Arbeit sind. Eine kritische Betrachtung des juristischen Verständnisses von Entscheidungen zeigt den Bedarf an einer interdisziplinär offenen Rechtswissenschaft, die eine analytische De- und Rekonstruktion der staatlich-exekutiven Entscheidungsstrukturen ermöglicht. Hierzu wird eine deskriptive Systematik der Entscheidungsarchitektur eingeführt, die rechtsstaatliche Anforderungen an Kontrolle und Individualrechtsschutz berücksichtigt. Diese Systematik erlaubt die Ableitung konkreter verfassungsrechtlicher Ergebnisse und fördert interdisziplinäre Analysen komplexer Entscheidungsprozesse. Die Untersuchung gliedert sich in mehrere Abschnitte, die sich mit der Entscheidungsbildung, der Automatisierung staatlicher Entscheidungen, den Anforderungen an die Beschreibungssystematik aus der Perspektive des Individualrechtsschutzes sowie der Entscheidungsarchitektur als neuer Strukturbeschreibungssystematik befassen. Abschließend wird die Entscheidungsarchitektur als Analysemodell demonstriert, wobei der AMS-Algorithmus als Beispiel dient. Die Arbeit schließt mit einer Betrachtung der Leistungsfähigke

      Rechtsschutz durch Entscheidungsarchitekturen.