Strafrecht und Criminal Compliance in philosophischer Perspektive.
Eine Kritik des postmodernen Zeitgeists im Strafrecht und seiner Wissenschaft.
- 1080 Seiten
- 38 Lesestunden
Criminal Compliance ist das Steckenpferd vieler Strafrechtler. Diese Arbeit zielt darauf ab, die Beziehung zwischen Compliance und Strafrecht zu vertiefen und eine allgemeine Theorie der Compliance zu entwickeln. Die Untersuchung erfolgt durch eine gesellschafts- und rechtsphilosophische Einordnung, die zu einer Metatheorie der Strafrechtsdogmatik führt. Dabei wird die historische Betrachtung aller Bereiche einbezogen. Das Ergebnis ist eine Legitimation der klassischen Strafrechtsdogmatik, die jedoch im Wirtschaftsstrafrecht durch einen nicht legitimierbaren Pragmatismus, etwa in den »Compliance Games«, verdrängt wird. Die Arbeit präsentiert ein eigenes Konzept für Criminal Compliance: die Idee eines »Tempolimits« im Sinne des Feuerbach'schen Präventionsstrafrechts, das zunächst freiwillig und später, nach einem Versagen und einer strafrechtlichen Reaktion, als Zwangscompliance etabliert wird. Die Untersuchung gliedert sich in mehrere Teile, darunter die methodische Herangehensweise an Criminal Compliance und die Grenzen der Thematik. Es werden auch Fälle und der Governance Turn betrachtet, um die Sinnhaftigkeit von Criminal Compliance zu beleuchten. Abschließend bietet die Arbeit einen umfassenden Überblick über die Literatur und ein Register von Personen und Sachworten.
