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Sophie Drinda

    Die Medusa von Caravaggio. Faszination des Unwirklichen
    • Die Seminararbeit aus dem Jahr 2021 untersucht Caravaggios Medusa, ein bedeutendes Werk seines Frühwerks. Das Gemälde konfrontiert den Betrachter mit dem schockierenden Bild einer Enthauptung, das sowohl eine angsteinflößende Vitalität als auch die unbestreitbare Darstellung Medusas als Getötete zeigt. Diese bildliche Paradoxie erzeugt Irritation und Unbehagen, was in einem "Faszinosum" mündet. Kunsthistorisch wird das Werk als unkonventionell angesehen, da Caravaggio die traditionellen Darstellungsweisen, die oft in einem religiös-christlichen Kontext verankert sind, nicht erfüllt. Der Betrachter erlebt eine große Unklarheit und Seltsamkeit, die sich in der existierenden Paradoxie auf mehreren Ebenen zeigt. Diese Gegebenheiten führen zur Frage nach der Realität oder Unwirklichkeit des Bildes. Wie wahrhaftig ist die Medusa, auf die wir blicken? Welcher Grad an Surrealität und Fiktion ist hier wahrnehmbar? Die Arbeit wird untersuchen, wie der Eindruck der Paradoxie entsteht und welche Auswirkungen diese auf die Authentizität der Wirklichkeit des Bildes hat.

      Die Medusa von Caravaggio. Faszination des Unwirklichen