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Andrea Boennen

    Gut oder böse? Die Mutterfiguren in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm
    • Gut oder böse? Die Mutterfiguren in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm

      Funktionsanalyse der Märchen "Von dem Machandelboom" und "Sechs Schwäne"

      • 34 Seiten
      • 2 Lesestunden

      Studienarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, FernUniversität Hagen, Veranstaltung: Literaturwissenschaftliche Textanalyse, Sprache: Deutsch, Abstract: Gut oder böse? Eindimensionale Zuschreibungen und extreme Kontraste prägen die Figuren in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, insbesondere die verschiedenen Mutterfiguren. Die Charakterisierung von Stiefmüttern, Schwiegermüttern und leiblichen Müttern wird untersucht. Stiefmütter erscheinen oft als böse, trachten ihren Stiefkindern nach dem Leben und treiben durch ihre Taten die Handlung voran, während sie teils drastische Strafen erfahren. Leibliche Mütter werden hingegen als gut dargestellt. Dieser Gegensatz spiegelt das Frauen- und Mutterbild des 19. Jahrhunderts wider. Die negativen Stiefmütter bleiben im Gedächtnis, während die positiven Mütter in der Wahrnehmung verblassen und für die Handlung kaum relevant erscheinen. Die Funktionen der Mutterfiguren in den Märchen "Von dem Machandelboom" und "Die sechs Schwäne" werden anhand der Funktionsanalyse von Vladimir Propp und deren Weiterentwicklung durch Michael Neumann analysiert. Dabei wird die Frage aufgeworfen, ob die Charakteristik und Funktion der Mutterfiguren komplexer und ambivalenter sind, als zunächst angenommen.

      Gut oder böse? Die Mutterfiguren in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm