Der Einfluss des Europäischen Beihilferechts auf nationale Steuervergünstigungen.
Eine darstellende Analyse unter besonderer Berücksichtigung von Tax Rulings und Gewinnverlagerungen.
- 395 Seiten
- 14 Lesestunden
Die Untersuchung thematisiert das Zusammenspiel von europäischem Beihilferecht und nationalem Steuerrecht, insbesondere im Kontext von Tax Rulings. Der Autor argumentiert, dass die weitreichende Anwendung des Beihilferechts im Steuerbereich die Kompetenzen der Mitgliedstaaten beeinträchtigt und fordert eine stärkere Berücksichtigung dieser Aspekte in der Beihilfekontrolle. Es wird dargelegt, dass die Europäische Kommission das Beihilferecht zunehmend für steuerrechtliche Zwecke, wie die Verhinderung von Gewinnverlagerungen und steuerfreien Unternehmensgewinnen, nutzen möchte. Der Autor sieht jedoch die Eignung und Konzeption des Beihilferechts für diese Zwecke als fraglich an. Zudem wird das Verhältnis des Beihilferechts zum schädlichen Steuerwettbewerb analysiert, einschließlich der Frage, ob es zur Bekämpfung unerwünschter Entwicklungen beitragen kann. Die Arbeit gliedert sich in mehrere Kapitel, die unter anderem die Beihilfekontrolle, materielle Voraussetzungen des Beihilfetatbestandes, die Rolle von Tax Rulings sowie den internationalen Steuerwettbewerb behandeln. Abschließend werden Thesen und ein Literaturverzeichnis präsentiert.
