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Samuel Nathanael Karp

    Interkonfessionelle Stadträume in Reisebeschreibungen des 17. Jahrhunderts
    • Interkonfessionelle Stadträume in Reisebeschreibungen des 17. Jahrhunderts

      Nürnberg Frankfurt Regensburg

      • 426 Seiten
      • 15 Lesestunden

      Nürnberg, Frankfurt und Regensburg werden in den Reisebeschreibungen katholischer Reisender als interkonfessionelle Stadträume dargestellt. Die spezifischen konfessionellen Wahrnehmungen der Reisenden eröffnen Perspektiven auf die kulturelle und konfessionelle Konstruktion von Raum. Die Positionierung zu anderen Bekenntnissen sowie die Beobachtung von Ritualen und Gewohnheiten sind auf Reisen unverzichtbar und bieten neue Erkenntnisse über das Zusammenleben der Konfessionen in diesen primär lutherischen Städten. Diese Untersuchung trägt zu einer überfälligen Diskussion zur Konfessionsgeschichte des Reisens bei und revidiert in mehreren Aspekten das Konfessionalisierungsparadigma für die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die Analyse umfasst Themen wie Raum, Stadtraum, Interkonfessionalität, Wahrnehmung und Beschreibung, und beleuchtet die Rolle von Gelehrtentum, Jesuiten und historischen Texten. Die Reiseberichte bieten nicht nur Einblicke in die Topographie der Städte, sondern auch in die sozialen und religiösen Dynamiken, die das Miteinander prägten. Diese Perspektiven sind entscheidend für das Verständnis der komplexen konfessionellen Landschaft dieser Zeit.

      Interkonfessionelle Stadträume in Reisebeschreibungen des 17. Jahrhunderts2020