Faszination Asien: Nicolas Bouviers bislang unbekannte Tagebuchaufzeichnungen aus Japan. Fragmentarische Szenen dokumentieren Bouviers Erfahrungen und Gefühle gegenüber einem Land, das ihm bis zum Ende seines Aufenthalts fremd bleiben wird. Vielleicht gehört das Buch gerade deshalb zu Bouviers persönlichsten Werken, reflektiert es doch seinen täglichen Kampf mit dem japanischen 'way of life', zeigt sein Ringen um Akzeptanz, die Momente des Glücks, aber auch seine Wut angesichts der freundlich-höflichen Distanz. In 'Das Leere und das Volle' versucht Bouvier nichts Geringeres, als die japanische Seele einzufangen – und wie immer gelingt es ihm, den Zauber einer anderen Welt so vollkommen in Worte zu fassen, dass die Fremdheit ihre Distanz verliert.
Nicolas Bouvier Bücher
Nicolas Bouvier war ein Schweizer Schriftsteller und Fotograf, dessen Werk stark von seinen ausgedehnten Reisen auf der ganzen Welt geprägt ist. Sein Schreiben zeichnet sich durch eine ehrliche Berichterstattung über seine Erfahrungen und Gefühle aus, frei von Prätention und oft an der Grenze zu mystischer Intimität. Die Reiseberichte, inspiriert von seiner Reise von Genf nach Japan, bieten tiefgründige Reflexionen über die menschliche Natur, verfasst in einem Stil, der sich der Traditionen und Möglichkeiten der Sprache bewusst ist. Bouviers Vermächtnis liegt in seiner einzigartigen Fähigkeit, die Essenz des Reisens und der menschlichen Existenz mit tiefem Einfühlungsvermögen und literarischem Können einzufangen.







Die Erfahrung der Welt
- 440 Seiten
- 16 Lesestunden
September 2001. Der Zeitpunkt für die Neuauflage von Die Erfahrung der Welt könnte nicht markanter sein, da der Reisebericht von Nicolas Bouvier ein Land thematisiert, das kurz nach der Veröffentlichung in den Medien dominieren sollte: Afghanistan. Bouvier, ein Schweizer Schriftsteller, Fotograf und Journalist, schildert eindrucksvoll seine Erlebnisse in Kabul, Kandahar und am Chaiber-Pass aus den Jahren 1953-1955. Zusammen mit seinem Freund Thierry Vernet begibt er sich in einem Fiat Topolino auf eine abenteuerliche Reise, deren Startpunkt Genf und deren Dauer von zwei bis drei Jahren festgelegt sind. Ungewiss bleiben das genaue Reiseziel, die Finanzierung und der Grund für die Reise. Bouvier reflektiert: „Eine Reise braucht keine Beweggründe. Sie beweist sich sehr rasch, dass sie sich selbst genug ist.“ Im Verlauf des Buches wird ihm klar: „Letztendlich macht man nicht die Reise -- die Reise macht einen.“ Mit tiefgründigen Gedanken und einem Dutzend Schwarz-Weiß-Fotografien wird das Werk zu einem großen Klassiker der Reiseliteratur. Der französische Originaltitel L'usage du monde könnte auch im Deutschen als „Gebrauchsanleitung für die Welt“ übersetzt werden. --Bernhard Öttl
Japanische Chronik
- 290 Seiten
- 11 Lesestunden
Bouviers ? Japanische Chronik? ist eine faszinierende Mischung aus historischem Abriss, ethnologischer Studie und meisterlich gefertigten Reiseschilderungen. AUTOR: Nicolas Bouvier (1929?1998) wuchs in Genf auf und machte schon als 16jähriger erste Reisen nach Frankreich und Italien. Nach dem Studium der Geistes- und Rechtswissenschaften in Genf fuhr er 1953 mit seinem Auto über Jugoslawien, die Türkei und den Iran nach Afghanistan. 1955 Weiterreise nach Japan. 1956 Rückkehr in die Schweiz. In den sechziger Jahren unternahm er mehrere ausgedehnte Reisen u. a. nach Japan, China, Korea. Der Schriftsteller, Fotograf und Journalist publizierte zahlreiche Bücher.
„Eine Reise braucht keine Beweggründe. Sie beweist sehr rasch, daß sie sich selbst genug ist. Man glaubt, daß man eine Reise machen wird, doch bald stellt sich heraus, daß die Reise einen macht - oder kaputtmacht“, schreibt der Genfer Schriftsteller und Fotograf Nicolas Bouvier (1929-1998) im Vorwort zu seinem ersten Buch „Die Erfahrung der Welt“, mit dem er zum Kultautor einer ganzen Generation von Reisenden und Reiseschriftstellern wurde. Bouviers Philosophie des Reisens, seine Offenheit fremden Menschen, Kulturen und Landschaften gegenüber und seine Kunst, die bereisten Welten neu zu erschaffen und in Poesie zu verwandeln, prägen alle seine Reisebücher. So auch den vorliegenden Band, der 1990 unter dem Titel "Journal d'Aran et d'autres lieux„ erschien und in dem Bouvier drei “Blätter von unterwegs„ vereinigt. In seiner unvergleichlichen Art unterwegs war er auf den der irischen Westküste vorgelagerten Aran-Inseln, auf der südlich von Korea gelegenen Vulkaninsel Tschedschu und in Sian, einem der Zentren des klassischen China. Ob aus dem europäischen Nordwesten oder aus Fernost: Nicolas Bouviers brillante Destillate aus seinen “Erfahrungen" sind literarische Kleinode.
Skorpionfisch
- 232 Seiten
- 9 Lesestunden
Nicolas Bouvier durchquert den indischen Subkontinent und verweilt 1955 auf Ceylon, wo er Einsamkeit und Schwäche erlebt. Trotz der trüben Umgebung schärfen sich seine Sinne, und die Reise wird zu einer geistigen Auseinandersetzung mit den faszinierenden und erschreckenden Phänomenen der Insel. Bouviers Sprache verwandelt die Schwere in ein Wunder.
China
- 192 Seiten
- 7 Lesestunden
The photographs contained in the archives of the International Committee of the Red Cross tell the story of people caught up in conflict, both victims and relief workers. They are the record of a century marked by deeds of extreme heroism as well as utmost infamy, bringing hope as well as despair. This book reflects the evolution of international humanitarian law and roll of visual images in humanitarian action. Based on photo reports from the time of the Crimean War up to the Second World War, the first part of the book traces the history of the Geneva Conventions. The second part draws on mostly unpublished photographs to illustrate wars since 1950 - in Korea, Vietnam, Biafra, the Middle East, Rwanda, Bosnia-Herzegovina, and many other theatres of conflict.
Geneva, Zurich, Basel
History, Culture & National Identity
Recognized by historians and politicians as a model for European unity, Switzerland is nonetheless a difficult country to understand as a whole. Whereas individual Swiss cities have strong identities in the international political, cultural, and economic arenas, the country itself seems to be less than the sum of its parts. To capture the elusive spirit of Switzerland, four eminent writers explore the roots of its political unity and cultural diversity in a series of urban portraits. Their observations make for both good storytelling and insightful social commentary
Routes et déroutes
- 248 Seiten
- 9 Lesestunden
Pourquoi, à l'âge de 16 ans, dès que les frontières s'ouvrent après la guerre, décide-t-on de partir, seul, pour Florence ? Pourquoi pousser toujours plus loin le voyage et faire de la vie ce long détour ? Nicolas Bouvier (1929-1998), voyageur, écrivain et poète, photographe et iconographe par nécessité aussi bien que par goût, parle pour la première fois de son enfance, genevoise et protestante, de ce désir de partir, de ce besoin d'immersion dans d'autres cultures, de la difficulté d'écrire, du rire et du plaisir. Une réflexion sur la vie, sur les autres, "Routes et Déroutes" dévoile l'auteur entre autres, de "Chroniques japonaises", du "Poisson Scorpion", du "Journal d'Aran", de "L'Échappée belle" (Metropolis), d'"Une orchidée qu'on appela Vanille" (Metropolis). Une dizaine d'ouvrages pub liés, autant de chef-d'œuvre
Z lektury całości wychodzi się sytym, zregenerowanym i ubogaconym: Bouvier mistrzowsko łączy konfesję z obserwacją, po wirtuozersku także oswaja egzotyzm i orientalizm (oswaja, ale nie familiaryzuje – nie ma tu ani banałów sentymentalności, ani hipokryzji pobłażliwości). Brakoniecki-tłumacz z kolei asystuje autorowi z ogromną wprawą, dojrzałą wrażliwością, a także skupieniem stylisty, dopomagając w trudnym transferze przeżyć, doświadczeń, wielokrotnie przepisywanej momentalności. „Na Północy / ryż zamarzł w stodołach”, „wieśniak zaznacza rozpalonym żelazem / worki do zniszczenia”, zawiadamia poeta w wierszu Ostatnia niedziela przed śniegiem. Realizm w funkcji chwytu uniezwyklenia? Może raczej w zastępstwie wszelkiej półfantastycznej sekretności? Bo Bouvier nie jest we własnej odysei ani Odyseuszem, ani zalotnikiem – ani nie kocha skóry świata, ani nie kocha jego duszy. To skupiony, sumienny wędrowiec. To cyzelator doświadczenia. Karol Samsel


