Der richterliche Rechtsschutz bei Grundrechtseingriffen.
Eine rechtsvergleichende Analyse.
- 361 Seiten
- 13 Lesestunden
Diese Forschungsarbeit untersucht den Rechtsschutz bei Grundrechtseingriffen im Ermittlungsverfahren und analysiert die Defizite der richterlichen Behandlung der »fundierten Anhaltspunkte« (»motivos fundados«) im kolumbianischen Kontext im Vergleich zum deutschen Strafverfahren. Die zentrale Fragestellung betrifft die nachträgliche Kontrolle von Ermittlungshandlungen durch den Richter zur Kontrolle der Garantien. Es wird eine strenge und systematische Auslegung der »fundierten Anhaltspunkte« als Grundlage des Rechtsschutzsystems vorgeschlagen. Der Fokus liegt auf der Stärkung des Grundrechtsschutzes im kolumbianischen Ermittlungsverfahren, wo der Richter eine entscheidende Rolle spielt. Die Arbeit erörtert die Probleme bei der Feststellung der Rechtswidrigkeit eines Ermittlungseingriffs und vergleicht die »motivos fundados« mit dem Tatverdacht als rechtsvergleichenden Parameter. Zudem werden die Herausforderungen der Kontrolle durch den Juez de Control de Garantías thematisiert. Abschließend wird auf die Notwendigkeit einer strengen Auslegung der Voraussetzungen für Grundrechtsbeeinträchtigungen hingewiesen, um die Defizite des richterlichen Rechtsschutzes und die polizeiliche Vormachtstellung zu überwinden. Ein umfassendes Inhaltsverzeichnis und ein Literaturverzeichnis runden die Arbeit ab.
