Prekarität in deutschsprachigen Romanen der Gegenwart
- 346 Seiten
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Die Studie untersucht Prekaritätsphänomene in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, die einer desillusionären Ästhetik folgt und keine Antworten auf den postfordistischen Gesellschaftsumbau bietet. Prekarität wird gesamtgesellschaftlich behandelt und betrifft alle Gesellschaftsgruppen. Seit den 2000er-Jahren widmet sich die deutschsprachige Literatur zunehmend Themen wie Armut, Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg. Im Fokus stehen ausgewählte Romane, die durch sozialwissenschaftliche Modelle und Theorien analysiert werden, während auch ihre spezifische Poetologie betrachtet wird. Diese Texte zeigen, dass die Protagonist_innen letztlich scheitern. Die Studie leistet einen Beitrag zum Forschungsfeld "Literatur und Ökonomie" und verdeutlicht, dass Prekarität in der deutschsprachigen Literatur umfassend verhandelt wird. Die Gliederung umfasst eine Einleitung, eine Analyse prekärer Lebens- und Arbeitsverhältnisse, Perspektiven und Tendenzen, den sozialwissenschaftlichen Prekaritätsdiskurs sowie eine Methodik zur Erzählung von Prekarität. Zudem werden verschiedene Prekaritätsromane analysiert, darunter Werke von Heike Geißler, Abbas Khider, Joachim Zelter und Kristine Bilkau, gefolgt von einem Resümee und einem Literaturverzeichnis.
