Sie heißen Paula, Judith, Brida, Malika und Jorinde. Sie kennen sich, weil das Schicksal ihre Lebenslinien überkreuzte. Als Kinder und Jugendliche erlebten sie den Fall der Mauer, und wo vorher Grenzen und Beschränkungen waren, ist nun die Freiheit. Doch Freiheit, müssen sie erkennen, ist nur eine andere Form von Zwang: der Zwang zu wählen. Fünf Frauen, die das Leben aus dem Vollen schöpfen. Fünf Frauen, die das Leben beugt, aber keinesfalls bricht. Daniela Krien, geboren 1975 in Neu-Kaliß, studierte Kulturwissenschaften und Kommunikations- und Medienwissenschaften in Leipzig. Seit 2010 ist sie freie Autorin, 2011 erschien ihr Roman >Irgendwann werden wir uns alles erzählen<, der in 14 Sprachen übersetzt wurde. Ihr 2014 veröffentlichter Erzählband >Muldental< wurde 2015 mit dem Nicolaus-Born-Debütpreis ausgezeichnet. Daniela Krien lebt mit zwei Töchtern in Leipzig.
Jamie Bulloch Bücher
Jamie Bulloch ist Historiker und zeichnet sich durch eine unaufdringliche Herangehensweise an Übersetzungen aus, die den ursprünglichen Rhythmus des Textes im Englischen zur Geltung bringt. Sein akademischer Hintergrund in zentral- und mitteleuropäischer Geschichte sowie in der österreichischen Identität der Zwischenkriegszeit prägt seine Arbeit und verleiht ihm ein tiefes Verständnis für kulturelle Nuancen. Bulloch beherrscht es meisterhaft, die einzigartige Stimme und Kadenz des Ausgangsmaterials einzufangen. Seine Hingabe, die Absicht des Autors zu bewahren, macht seine Übersetzungen zu einer Brücke zu reichen europäischen Erzählungen.




Bildnis der Mutter als junge Frau
- 126 Seiten
- 5 Lesestunden
«Eine wundervolle Erzählung.» Süddeutsche Zeitung Rom im Januar 1943: Eine junge deutsche Frau steht kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes. An einem sonnigen Tag begibt sie sich auf einen Spaziergang durch die fremden Straßen. Trotz der verwirrend schönen Eindrücke ist sie mit ihren Gedanken woanders. Ihr Mann wurde überraschend an die afrikanische Front abkommandiert. Der Zeitpunkt seiner Rückkehr ist ungewiss. Und auf ihrem Gang durch die Ewige Stadt beginnt die junge Frau zu ahnen, dass der Krieg verloren gehen könnte ... «Ein kleines Meisterwerk ... und eine Liebeserklärung an die Stadt Rom und an die Mutter.» DIE ZEIT
Er ist wieder da
- 394 Seiten
- 14 Lesestunden
Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva, dafür unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende startet er gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur, sondern erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und »Gefällt mir!«-Buttons. Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy? All das und mehr: Dieser Roman ist ein literarisches Kabinettstück erster Güte.
Das Matratzenhaus
- 293 Seiten
- 11 Lesestunden
Frühlingsidylle in Furth am See, einer Kleinstadt in Österreich. Doch damit ist es mit einem Schlag vorbei, als eine rätselhafte Serie von Kindesmisshandlungen die Bewohner der Stadt in Unruhe versetzt. Der Psychiater Raffael Horn und Kommissar Ludwig Kovacs versuchen fieberhaft, den Täter zu finden, bevor die Sache noch weiter eskaliert. Das ungewöhnliche Ermittlerduo aus Hochgatterers Bestseller "Die Süße des Lebens" geht in diesem literarischen Krimi ein weiteres Mal auf gemeinsame Spurensuche.