Hartmann von Aue Bücher
Hartmann von Aue gilt als einer der bedeutendsten Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200 und steht am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Seine erzählende Dichtung, die allegorische Streitgespräche und Verserzählungen umfasst, setzt sich mit Themen wie Glauben, Buße und höfischer Liebe in einem ausgefeilten Stil auseinander. Sein innovativer Zugang zum Erzählen und seine psychologische Tiefe haben einen bleibenden Eindruck in der Literaturgeschichte hinterlassen.






Der Artusritter Iwein verfährt sich auf einer Tournierreise, die ihm seine frisch errungene und angetraute Herrin Laudine gestattet hat, verspätet sich bei der Rückkehr, wird verstoßen und muss sich bewähren in einer langen Abenteuerkette und Probe auf seine Verlässlichkeit. Der Roman war schon im Mittelalter hochberühmt, breit überliefert und oft nacherzählt, er gilt bis heute als ein viel studiertes Muster seiner Gattung und ist in allem Farben- und Figurenreichtum jung und frisch geblieben. Die Neuausgabe erschließt in der Textkonstitution die signifikanten Unterschiede der zwei überlieferten Fassungen, ohne einen Mischtext zu konstruieren, sie bietet eine gut lesbare neuhochdeutsche Übersetzung und einen informativen Kommentar.
Die bewährte Studienausgabe der klassischen mittelhochdeutschen Legendenerzählung bietet einen kritisch hergestellten Text in Anlehnung an die Handschrift A, einen Auswahlapparat zur Textkritik, Verweise auf Parallelstellen in der althochdeutschen Vorlage und in der Einleitung eine gründliche Darstellung der Überlieferung. Für die Neuauflage wurde alles nochmals sorgfältig überprüft, neu gefundene Überlieferung wurde eingearbeitet. Neu hinzugekommen ist ein zweiter Apparat mit sprachlichen, vor allem syntaktischen Erläuterungen, die den Studierenden die selbständige Erarbeitung eines genauen Textverständnisses erleichtern sollen.
Gregorius
Der gute Sünder