Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg erscheint in dem abgelegenen Dorf Suukoski in Nordfinnland der geheimnisvolle Gunnar Huttunen, um die verfallene Mühle wieder in Betrieb zu nehmen. Obwohl die Dorfbewohner zunächst von seiner Ankunft profitieren, wendet sich bald die Stimmung gegen ihn. Gunnar, auch Kunnari genannt, leidet unter Depressionen und zieht sich in die Wälder zurück, wo er wie ein Wolf heult. Nur die Außenseiter des Dorfes, wie der Gemeindepolizist Portimo und der alkoholkranke Briefträger Piitisjärvi, halten zu ihm. Zudem entwickelt Kunnari eine unschuldige Liebesbeziehung zur Beraterin des Landwirtschaftsklubs, Sanelma. Für die anderen Dorfbewohner ist er ein unberechenbarer Wahnsinniger, der in eine Anstalt gehört. Nachdem Kunnari aus der Nervenklinik flieht, beginnt das Dorf eine Jagd auf ihn. Die Atmosphäre des nördlichen Finnlands wird eindrucksvoll zwischen idyllischer Ruhe und bedrückender Einsamkeit eingefangen. Der Autor gelingt es, eine beklemmende Enge in der weiten Landschaft darzustellen, und der sparsamen, präzisen Stil vermittelt unaufdringliche Spannung und oft versteckten Humor. Die gelungene Übersetzung rundet dieses herausragende Leseerlebnis ab, das nicht nur Finnland-Fans begeistert.
Anne Colin du Terrail Bücher





Pfarrer Oskari Huuskonen ist sauer. Sein Gottesdienst wird durch einen Stromausfall unterbrochen. Schuld daran ist der tragische Tod der Dorfköchin Astrid Sahari. Sie war in Panik vor einer wild gewordenen Bärenmutter auf einen Strommast geflüchtet und dort zusammen mit dem grimmigen Tier verglüht. Die zwei aufgeweckten Bären-Jungen, die die Bärin hinterlässt, stellen die Dorfgemeinde vor ein Problem. Doch bald ist für eines ein Platz im Tierpark gefunden - und das andere schenkt man kurzerhand Pfarrer Huuskonen zum runden Geburtstag ...
Seine Arbeit ödet ihn an, seine Ehe ist schon seit Jahren eine Qual - der Journalist Vatanen schleppt sich von einem Tag zum nächsten. Bis ihm auf der Heimfahrt von einem seiner üblichen langweiligen Pressetermine ein junger Hase vors Auto hoppelt ... und Vatanen ehemals so hübsch geordnetes Leben zum Abenteuer wird, das ihn quer durch Finnland führt. Ein wunderbar erzählter Roman in bester Paasilinna-Manier, todernst und urkomisch zugleich.
»Gift: Stoff, der, wenn er in die Säftebahn eines Menschen oder Tieres gelangt, schon in kleiner Menge die Tätigkeit einzelner Organe schädigt und dadurch krankhafte Zustände oder den Tod verursacht.« Linnea Ravaska, eine clevere alte Dame, verbringt ihren Lebensabend auf dem Land. Die Idylle trügt jedoch, denn die Ruhe wird regelmäßig von ihrem zwielichtigen Neffen und seinen Kumpels gestört. Die stehlen bei ihren Besuchen jedes Mal das wenige Geld, das sie besitzt. Linnea beschließt, sich mit den Mitteln einer Dame gegen die Ganoven zu wehren, die ihr mittlerweile nach dem Leben trachten. Ein nur auf den ersten Blick ungleicher Kampf beginnt ...
Die Rache des glücklichen Mannes
- 200 Seiten
- 7 Lesestunden
Stellen Sie sich vor, Sie kommen in ein finnisches Dorf - und keiner mag Sie. Der Brückenbaumeister Akseli Jaatinen soll in der finnischen Provinz eine Brücke bauen. Jaatinen ist auf den ersten Blick kein Sympathieträger - auf jeden Fall nicht bei der Dorfprominenz. Die hält ihn einmal für einen ausgemachten Faulpelz, ein anderes Mal für einen grässlichen Sklaventreiber. Badet Jaatinen nackt im Fluss, wird er wegen unsittlichen Verhaltens vom Dorfprobst gerügt. Badet er nicht, ist das noch viel schlimmer. Er kann es keinem Recht machen. Doch Jaatinen weiß sich zu wehren. Durch einen raffinierten Trick lässt er sich zum Gemeindevorsitzenden wählen und hat das Dorf bald fest in seiner Hand ...