In einer Wohnung mitten in Reykjavík wird ein Mann tot aufgefunden - mit durchtrennter Kehle. Der Täter scheint das Opfer gekannt zu haben, denn nichts weist auf einen Einbruch hin. Kommissarin Elinborg findet am Tatort einen Kaschmirschal, der einen merkwürdigen Geruch verströmt, und in der Jackentasche des Opfers eine Vergewaltigungsdroge. Erlendurs Kollegin ahnt, dass der Mord die Rache für ein brutales Verbrechen war. Und ihm Freveltaten vorrausgingen, die nie gesühnt werden können ...Während Kommissar Erlendur in de Ostfjorden seine traumatischen Kindheitserlebnisse aufzuarbeiten versucht, ermittelt Elínborg in einem Mordfall, der nicht nur sie erschüttert.
Éric Boury Bücher



Zwei Todesfälle beschäftigen die Mordkommission Reykjaviks unter Kommissar Erlendur Sveinsson: Der pensionierte Lehrer Halldór Svavarsson stirbt in einem Feuer, das seine kleine Holzhütte zerstört hat. Alle Hinweise deuten darauf hin, dass er brutal ermordet wurde. Zeitgleich begeht Daníel, ein Patient einer Nervenklinik und ehemaliger Schüler Svavarssons, Selbstmord. In diesem ersten Fall von Erlendur wird deutlich, dass die beiden Todesfälle tiefere Verbindungen zur Vergangenheit haben. Der Kommissar entdeckt, dass fast alle Schüler einer früheren Klasse Svavarssons unter mysteriösen Umständen gestorben sind, wobei ihm Pálmi, Daníels Bruder, hilft. Pálmi sucht jedoch auch selbst nach den Hintergründen und gerät dabei in große Gefahr. Indridason gelingt es, die Zerrissenheit des isländischen Volkes eindrucksvoll darzustellen, indem er Geschichten von zerstörten Existenzen und tragischen Familienverhältnissen erzählt. Kommissar Sveinsson kämpft mit seiner eigenen Beziehungslosigkeit und einer gescheiterten Ehe. Die Erzählung thematisiert die Arroganz und Skrupellosigkeit der Mächtigen, die schonungslos entlarvt werden. Trotz einer teils unglaubwürdigen Handlung bleibt die Darstellung des Lebens in Island eindringlich und schockierend.
Ein Knudsen fällt immer auf die Füße … In seinem neuen Roman greift Einar Már Gudmundsson geradezu genießerisch in die Vollen und formt aus zahllosen kuriosen Episoden rund um die schillernden Mitglieder der Knudsen-Dynastie, die seit zwei Jahrhunderten quer durch alle Berufe und Gesellschaftsschichten dem Fischerdorf Tangavík ihren Stempel aufdrückt, eine erfrischend humoristische Abrechnung mit der Vetternwirtschaft in der isländischen Gesellschaft: Ein Knudsen fällt immer auf die Füße. Alle sind sie Könige, alle sind sie in »der Partei«, und außer dem Parteibuch braucht ein Knudsen bei entsprechenden Fähigkeiten auch nicht unbedingt Zertifikate, um im Leben weiterzukommen. Tangavík steht dabei exemplarisch erst für die verruchten Hafenorte des 19. Jahrhunderts, die die unschuldige Bauernjugend mit Alkohol und Frauen ins Verderben stürzten, dann für die blühenden Fischereistandorte des 20. Jahrhunderts, und schließlich für die von smarten Bürgermeistern in die Pleite spekulierten Gemeinden des 21. Jahrhunderts.