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Luigi Civalleri

    Arm und Reich
    Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks
    • Dieses Buch betrifft uns alle Sie waren notwendig, um Fortschritte gegen Krebs und AIDS zu erzielen. Klonen und Genforschung wäre ohne sie nicht möglich gewesen. Kurz: Die größten Erfolge der Medizin der letzten Jahrzehnte basieren auf der Entdeckung der HeLa-Zellen. Hinter dem Kürzel verbirgt sich eine Frau namens Henrietta Lacks. Die Afroamerikanerin aus ärmlichen Verhältnissen starb 1951 jung an Gebärmutterhalskrebs. Zuvor wurden ihr ohne ihr Wissen Zellproben entnommen, die sich überraschenderweise vermehrten. Damit war der entscheidende Durchbruch in der Zellkulturforschung geschafft. Die prämierte Wissenschaftsjournalistin Rebecca Skloot stellt in ihrem brillant verfassten Buch wichtige Jahrzehnte der Medizingeschichte vor und wirft dabei immer wieder ethische Fragen auf. Sie erzählt die tragische Familiengeschichte der Lacks', die von Rassismus und mangelnden Bildungschancen geprägt ist. Ihr Buch ist eine gekonnte Mischung aus Biografie, Medizingeschichte, Debattenbuch und beachtlichem Enthüllungsjournalismus.

      Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks
    • Seit dem 16. Jahrhundert haben Europäer entscheidend die Welt geprägt, sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten. Jared Diamond erläutert die Entwicklung menschlicher Gesellschaften und stützt sich dabei auf wissenschaftliche Fakten, anstatt auf fragwürdige Theorien zur genetischen Überlegenheit. Als Professor der Physiologie an der UCLA betont er, dass die Geographie Eurasiens optimal für die Landwirtschaft und Viehzucht war, was zu bevölkerungsreicheren Kulturen führte. Diese Kulturen entwickelten komplexere Regierungs- und Kommunikationsstrukturen sowie eine höhere Krankheitsresistenz. Zudem nutzte das zersplitterte Europa wettbewerbsorientierte Innovationen effektiver als China. Ein Beispiel dafür ist die Verwendung des chinesischen Schießpulvers zur Entwicklung von Schusswaffen, mit denen die Europäer die Neue Welt eroberten. Diamonds Buch ist komplex und herausfordernd, doch seine methodisch vorgebrachte These über die "positive Feedback-Schleife" von Landwirtschaft, Viehzucht, Bevölkerungsdichte und Innovation ist schlüssig. Ohne eine Seite zu ergreifen, bietet es eine fundierte Analyse der Weltgeschichte.

      Arm und Reich