Wer Überlebende des Holocaust trifft, spürt den Abgrund, der sie von anderen Menschen trennt. Sie waren in Auschwitz, Buchenwald, Dachau. Sie haben unsägliches Leid erfahren. Der Tod war ihr ständiger Begleiter. 70 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz gibt es nicht mehr viele Zeitzeugen. Umso wichtiger ist es, ihre Erfahrungen für die Nachwelt zu dokumentieren. Im Gedenken an die Toten, aber auch für den Frieden in der Zukunft. Damit sich die Hölle auf Erden nicht wiederholt. Reiner Engelmann hat Max Mannheimer, Esther Bejarano, Eva Mozes Kor und sieben weitere Zeitzeugen befragt und ihre Erinnerungen für Jugendliche aufgeschrieben. Ein erschütterndes Zeugnis und ergreifendes Mahnmal wider das Vergessen. Und zugleich ein zutiefst bewegendes Plädoyer für das Leben. Mit schwarz-weiß Fotos und ausführlichem Glossar.
Reiner Engelmann Bücher







Die Menschen zu retten war für ihn unmöglich. Zeugnis abzulegen unabdingbar. Warum? Mit diesem Wort beginnen seit Wilhelm Brasses Ankunft in Auschwitz alle Fragen. Warum dieses unfassbare Leid? Warum greift niemand ein? Als Häftling Nr. 3444 zum Erkennungsdienst abkommandiert, soll er die anderen KZ-Insassen fotografieren. Menschen, denen die Todesangst ins Gesicht geschrieben steht. Menschen, die kurze Zeit später in den Gaskammern verschwinden. Als Brasse 1945 alle Fotos verbrennen soll, widersetzt er sich, um Zeugnis abzulegen von den unfassbaren Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ausstattung: Mit einem Vorwort von Max Mannheimer!
¿Doch meine Seele hat Narben¿ - Wie Niusia Horowitz dank Oskar Schindler den Holocaust überlebte
- 320 Seiten
- 12 Lesestunden
Die polnische Jüdin Niusia Horowitz erzählt von ihrer traumatischen Kindheit während des Zweiten Weltkriegs. Nach der Besetzung Krakaus erlebt sie Verfolgung und das Grauen von Auschwitz. Ihre Rettung kommt durch Oskar Schindlers Liste. Als Zeitzeugin setzt sie sich für das Erinnern ein und mahnt, dass die Geschichte sich nicht wiederholen darf.
Gegen Rechts
- 147 Seiten
- 6 Lesestunden
Die Erscheinungsformen des Rechtsextremismus reichen längst über das hinaus, was der Verfassungsschutz registriert - bis weit in die Gesellschaft hinein. Die Erzählungen und Sachtexte in diesem Buch zeigen, wie sich rechte Gewalt heute äußert, und schildern u. a. die Gefahren der Verbreitung rechtsextremistischen Gedankenguts über das Internet und die rechte Musikszene.§'Gegen Rechts' fordert zur intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema auf - und mit der Situation der Opfer wie auch der Täter: Beide leben mitten unter uns.
Tatort Klassenzimmer
- 205 Seiten
- 8 Lesestunden
"Alodia, du bist jetzt Alice!"
Kinderraub und Zwangsadoption im Nationalsozialismus
- 240 Seiten
- 9 Lesestunden
Vergessene Opfer: Geraubte Kinder im Nationalsozialismus Alodia Witaszek ist fünf Jahre alt, als ihr Vater von Nationalsozialisten hingerichtet wird. Ihre Mutter wird nach Auschwitz deportiert. Die blonde und blauäugige Alodia gilt als »rassenützlich«. Sie kommt in ein »Lebensborn«-Heim und wird als »Geschenk des Führers« einer deutschen Familie zur Adoption übergeben. Nach Kriegsende sucht Alodias leibliche Mutter zwei Jahre lang nach ihrem verschleppten Kind. Kurz vor Weihnachten 1947 hat sie Erfolg: Alodia kehrt in ihre fast vergessene Familie zurück und muss ihre Muttersprache neu lernen. Reiner Engelmann hat die Zeitzeugin getroffen und ihr Leben aufgeschrieben. Mit Originaldokumenten und Fotos.
Aller Menschen Würde
- 287 Seiten
- 11 Lesestunden
Am 28. Mai 1961 wurde die Menschenrechtsbewegung amnesty international (ai) gegründet mit dem Ziel, für die Verwirklichung der Menschenrechte einzutreten, wie sie 1948 von der UNO verabschiedet wurden. Die Mitglieder von ai arbeiten jenseits aller politischen oder religiösen, sozialen, kulturellen oder nationalen Grenzen. Die Beiträge in diesem Lesebuch von 45 Autoren aus 21 Ländern dokumentieren persönliche Sichtweisen auf den Zustand der Menschenwürde.
Hass und Versöhnung
Ein ehemaliger Neonazi und eine Holocaust-Überlebende begegnen sich
»Hass wird gelernt. Und wenn man Hass lernen kann, kann man auch lernen zu lieben.« Nelson Mandela Emil ist wütend, dass er gegen seinen Willen umziehen muss. In der neuen Stadt lehnt der Jugendliche alles ab und zieht sich immer mehr zurück – bis ein Klassenkamerad ihm eine völlig neue Welt eröffnet: die Welt der rechten Musik. Die Texte voller Wut, Hass und Gewalt sprechen Emil aus der Seele. Über diesen Zugang rutscht er immer tiefer in die rechte Szene ab. Zusammen mit seinen Kameraden richtet er seine Wut gegen alle, die in seinen Augen anders und damit minderwertig sind. Seine zahlreichen Straftaten bringen ihn schließlich ins Gefängnis, was sich für Emil als große Chance erweist. Er nimmt an einem Aussteigerprogramm aus der rechten Szene teil und findet langsam den Weg zurück in die »normale« Welt. Dabei hilft ihm die Begegnung mit einer Frau, die als Kind den Holocaust überlebt hat. Die Zeitzeugin Anne erzählt Emil von ihren Erfahrungen, die sie durch jene menschenverachtende Macht der Nationalsozialisten machen musste, die Emil einmal verherrlicht hat – und öffnet ihm damit die Augen. Ergreifend, besonders, hochaktuell – ein ehemaliger Neonazi und eine Überlebende des Holocaust erzählen sich gegenseitig ihre Geschichte
Stell dir vor, es wäre Frieden
- 224 Seiten
- 8 Lesestunden
Ein Plädoyer für den Frieden! Die Invasion der Ukraine kam wie ein Schock. Plötzlich war Krieg mitten in Europa – für viele unvorstellbar! Dabei hat es in der Menschheitsgeschichte kaum eine Zeit gegeben, in der auf der Welt kein Krieg herrschte. Weltfrieden bleibt eine Wunschvorstellung. Doch wie wäre das, wenn Frieden wäre? Zwanzig Autor*innen haben ihren Wunsch nach Frieden in diesem Buch zusammengetragen. In Kurzgeschichten, Gedichten und Tatsachenberichten teilen sie ihre Gedanken, Wünsche, Träume – und ganz reale Erfahrungen – zum Thema Frieden. Texte für den Frieden: aufrüttelnd, inspirierend und hoffnungsvoll



