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Blaue Sterne

    Selbiger
    • Selbiger

      Roman

      • 268 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Der aus der Zeit gefallene junge Poet Bodo Selbiger wohnt Mitte der Neunziger Jahre in einem idyllischen mittelhessischen Residenzst�dtchen. Schon als Kind tr�umte er sich lieber in Phantasiewelten hinaus, weil er v�llig anders war als alle Gleichaltrigen und au�erdem absolut unf�hig sich zu wehren. Er schw�rmt f�r Rilke, Jean Paul und H�lderlin, erkennt die ewige Gerechtigkeit in einem Basketball-Wettwerfen von Kindern auf einem Schulhof, sp�rt die Unsterblichkeit der Seele in einem einsamen Tanz auf einer duftenden Sommerabendwiese, rezitiert auf Feldwegen laut Duineser Elegien, worauf er von dauergewellten B�rgersfrauen angeschaut wird, als ob er gerade einem UFO entstiegen sei, und hat eine solche Angst vor Hunden, dass er regelrechte existenzielle Konfilkte erlebt, wenn er nur einen von weitem sieht oder h�rt. Au�erdem ist er mit einem philosophierenden graub�rtigen pfeifenrauchenden Kneipenwirt befreundet und randst�ndiger Gast in einer Kiffer-Hippie-Grunge-Clique. Doch dann tritt pl�tzlich die zun�chst unscheinbare, dann aber geheimnisvoll-verf�hrerische Nadja in sein Leben, das bisher jedem n�heren Kontakt mit dem anderen Geschlecht ausgewichen war ... Einen Roman mit soviel romantischem Geist hat die deutsche Literatur lange nicht mehr gesehen. In einer poetisch ausladenden, verspielten Sprache erz�hlt Marco Kunz in seinem Ende der Neunziger Jahre verfassten Jugendroman die Geschichte eines Anti-Helden alten Schlages, eines Spinners und Phantasten, der manchmal fast wie ein Wiederg�nger des Studenten Anselmus von E.T.A. Hoffmann im letzten Jahrzehnt des zweiten Jahrtausends wirkt. Ein quasi auktorialer Erz�hler kommentiert in klassischer Manier hin und wieder das Geschehen und streut gelegentlich eigene Reflexionen und Zwischenreden ein.Ein literarisches Update der deutschen Romantik und ein zu entdeckendes Kleinod f�r jeden, der Freude an romantischer und klassisch-moderner Erz�hlkunst von Jean Paul bis Hesse und Proust hat.

      Selbiger