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Martin van Creveld

    5. März 1946

    Martin van Creveld ist ein israelischer Militärhistoriker und Theoretiker, dessen Werk sich mit den Feinheiten von Kriegsführung, Strategie und Logistik befasst. Er untersucht kritisch die Entwicklung von Konflikten und die oft übersehene Bedeutung von Versorgungslinien für militärischen Erfolg. Van Crevelds Analysen bieten tiefgreifende Einblicke in Kommandostrukturen und die Entwicklung von Staaten durch eine historische militärische Brille. Seine umfangreichen Schriften vermitteln ein tiefes Verständnis der grundlegenden Mechanismen des Krieges.

    Wir Weicheier
    Kampfkraft
    Gesichter des Krieges
    Frauen und Krieg
    Das bevorzugte Geschlecht
    Die Zukunft des Krieges
    • Die Zukunft des Krieges

      • 349 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Der israelische Militärhistoriker Martin van Creveld ist bekannt für seine klare historische Diagnostik, die oft provokant für unvorbereitete Leser ist. Mit dem Gestus eines Universalhistorikers kehrt er überkommene Denkmuster um und hat dadurch in Fachkreisen und darüber hinaus erhebliches Gewicht. Als Professor an der Hebrew-Universität in Jerusalem berät er verschiedene Regierungen und ist häufig im Pentagon zu Gast. Dort wird man sich an seine Mahnungen erinnert haben, dass der Krieg in seiner bisherigen Form der Geschichte angehört und durch neue Formen des bewaffneten Kampfes ersetzt wird, die neue Strategien erfordern. Die Rede ist von organisiertem Terror und "Low Intensity Conflicts", in denen die Akteure nicht mehr eindeutig identifizierbare staatliche Armeen sind, sondern schwer fassbare Netzwerke. Die Zukunft des Krieges ist eine Rückschau auf seine Entwicklung in taktischer, technischer und (völker-)rechtlicher Hinsicht. Entstanden in den späten 80er-Jahren, als die Umwälzungen in der Sowjetunion noch nicht absehbar waren, zeigt van Crevelds Weitsicht, da vieles seiner Prognosen bereits Realität geworden ist. Seine Aussage, dass die Grenzen zwischen Öffentlichem und Privatem, Regierung und Volk, Militärischem und Zivilem verschwimmen, hat heute eine alarmierende Relevanz. Ein bemerkenswertes Werk, das große Aufmerksamkeit verdient.

      Die Zukunft des Krieges
      4,7
    • Das bevorzugte Geschlecht

      • 492 Seiten
      • 18 Lesestunden

      Martin van Creveld hat mit seinem jüngsten Buch eine antifeministische Polemik verfaßt. Seine provokante These lautet: Frauen werden nicht unterdrückt und sind nie unterdrückt worden. Sie sind das eigentlich privilegierte Geschlecht und sind dies auch in der Vergangenheit immer gewesen. Dazu führt Creveld zahlreiche Beispiele aus Geschichte und Gegenwart an. Als Kinder werden Frauen sanfter behandelt. Als Erwachsene stehen sie unter geringerem Druck, sich zu behaupten und ihren Verpflichtungen nachzukommen. Im Berufsalltag übernehmen sie weniger als die Hälfte der Arbeit. Und im Wirtschaftsleben sind sie oft in der beneidenswerten Situation, Geld ausgeben zu können, ohne es verdienen zu müssen.

      Das bevorzugte Geschlecht
      3,5
    • Gesichter des Krieges

      • 352 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Martin van Creveld schildert, wie sich Krieg und Gewalt im 19. und 20. Jahrhundert dramatisch veränderten und untersucht, was wir den neuen Formen terroristischer Kriegsführung entgegensetzen können. Er bietet einen faszinierenden Blick in die Vergangenheit, um die kriegerischen Auseinandersetzungen von heute und morgen zu verstehen. Seit der Schlacht an der Marne 1914 hat sich das Gesicht der Kriegsführung grundlegend gewandelt. Van Creveld beschreibt den Übergang von den Massenbewegungen und Stellungsschlachten der Weltkriege über die Konflikte im Schatten des Kalten Kriegs bis zu den ungleichen Auseinandersetzungen zwischen regulären Armeen und irregulären Guerillatruppen in den letzten Jahrzehnten. Er thematisiert die wechselhaften Gesetze des Krieges, alte und neue Theorien der Kriegführung, technische Innovationen, das zunehmende Leiden der Zivilbevölkerung sowie die schwierigen Fragen nach Verantwortung und Kriegsschuld. Historische Betrachtungen verknüpft er mit einer eindringlichen Analyse aktueller Probleme und einem Ausblick auf mögliche Krisen: Was bedeutet es für die Zukunft bewaffneter Konflikte, wenn hochgerüstete Armeen wie die amerikanische im Irak oder die israelische in Gaza scheitern? Welche Art militärischer Auseinandersetzungen sind zu erwarten? Diese umfassende Geschichte der Kriegführung im 20. Jahrhundert hilft, aktuelle Kriege besser zu verstehen und einzuschätzen. Der Autor zählt zu den führenden

      Gesichter des Krieges
      4,0
    • Kampfkraft

      • 216 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Martin van Creveld gilt als der bedeutendste israelische Militärexperte. Seine Thesen über die Zukunft des Krieges haben international Beachtung gefunden. Sein Buch „Kampfkraft. Militärische Organisation und militärische Leistung 1939-1945“ gilt als Standardwerk über den Zweiten Weltkrieg und wurde vom Rombach-Verlag in drei Auflagen herausgebracht. Mit einem aktuellen Vorwort des Autors versehen, liegt es nun in einer erweiterten Neuauflage vor. In diesem Werk vergleicht er die deutsche Wehrmacht in Sachen Organisation, Training, Lehre, Taktik und Organisationskunst mit den Streitmächten der Alliierten und zeigt, daß sie ihren Gegnern in dieser Hinsicht überlegen war. Auch die Disziplin und Moral ihrer Soldaten bezeichnet Creveld in seiner überaus sachlich geschriebenen Studie als vorbildhaft. Als Jude, der Teile seiner Familie in nationalsozialistischen Konzentrationslagern verloren hat, liegt es Creveld fern, die Verbrechen des NS-Regimes in irgendeiner Weise zu beschönigen, doch hält er ebenso daran fest, daß die Wehrmacht als solche keine verbrecherische Organisation gewesen ist. Daher erklärte er auch in einem Interview mit der Zeitschrift „Focus“ anläßlich des 60. Jahrestages des Kriegstages, daß hinsichtlich Strategie, Organisation und Doktrin keine Armee des 20. Jahrhunderts mehr der Wehrmacht ähnelte als die israelische. Ein Standardwerk zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs ist wieder lieferbar!

      Kampfkraft
      3,9
    • Wir Weicheier

      Warum wir uns nicht mehr wehren können und was dagegen zu tun ist

      Der Terror hat Europa erreicht, und die Regierungen scheinen machtlos. Die grundlegende Aufgabe der Grenzsicherung gelingt der EU nicht, und es stellt sich die Frage, ob Europa sich militärisch verteidigen kann. Der Autor, ein Militärexperte, ist skeptisch und bezieht die gesamte westliche Welt in seine Analyse ein. Er kritisiert die Erziehung von Kindern und Jugendlichen, die stärker überwacht, aber weniger gefordert werden als früher. Auch Politik und Medien tragen zur Schwächung der Verteidigungsbereitschaft bei. Detailliert wird aufgezeigt, wie den Streitkräften schrittweise die Einsatzfähigkeit entzogen wurde. Zudem wird das Thema Frauen in Kampfeinheiten kritisch betrachtet, gestützt auf umfangreiche Dokumentationen. Besorgniserregend ist die Zunahme von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) unter westlichen Soldaten, ein Phänomen, das in den Weltkriegen kaum vorkam, obwohl die psychischen Belastungen damals höher waren. Der Autor zieht das Fazit, dass Europa unfähig zur Selbstverteidigung geworden ist, was negative Auswirkungen auf seine weltpolitische Stellung haben wird. Er warnt, dass die westliche Welt nur gerettet werden kann, wenn dringend notwendige Maßnahmen ergriffen werden. Solange jedoch die Rechte der Staatsbürger über deren Pflichten dominieren, bleiben diese Schritte unmöglich.

      Wir Weicheier
      2,5
    • Kampfkraft

      Militärische Organisation und Leistung der deutschen und amerikanischen Armee 1939 – 1945

      • 216 Seiten
      • 8 Lesestunden
      Kampfkraft
    • Instead of fearing a nuclear war between two superpowers, the world now watches smaller conflicts warily. This book addresses the question: Will fear and respect for nuclear weapons be sufficient to prevent their use despite the implacable hatred that characterizes many regional rivalries?

      Nuclear Proliferation and the Future of Conflict
      4,0
    • A History of Strategy

      From Sun Tzu to William S. Lind

      • 144 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Martin van Creveld is a prominent military historian, and his work serves as a vital supplement to Clausewitz, especially in light of technological advancements since the Napoleonic era. While classic texts like The Art of War and On War are widely recognized, numerous lesser-known military writings have emerged over the past 2,327 years. Authors such as Vauban and Douhet focused on specific war aspects, while others like Onasander and Jomini addressed broader strategies, all aimed at enhancing military effectiveness. Dr. van Creveld, a Professor Emeritus at the Hebrew University in Jerusalem, is well-equipped to explore the history of military strategy, having authored over twenty influential works, including Technology and War and The Transformation of War. His concept of “nontrinitarian” warfare and contributions to 4GW literature underscore his expertise. This comprehensive history begins with Chinese military literature and progresses through Greek, Roman, and Byzantine texts, covering the Middle Ages and key figures from Machiavelli to Frederick the Great. The narrative continues with naval warfare literature and early 20th-century strategists like Moltke and Liddell Hart, concluding with modern concepts such as Mutually Assured Destruction and insurgency. This concise yet extensive overview serves as both an introduction for newcomers and a valuable summary for seasoned experts, illustrating the evolution of military th

      A History of Strategy
      4,1