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Péter Esterházy

    14. April 1950 – 14. Juli 2016

    Péter Esterházy war ein ungarischer Schriftsteller, der als eine führende Figur der ungarischen Literatur des 20. Jahrhunderts gilt. Seine Werke gelten als bedeutende Beiträge zur Nachkriegsliteratur und erforschen tiefgründige existenzielle Fragen sowie die Komplexität menschlicher Existenz mit einem unverwechselbaren Stil und intellektueller Tiefe.

    Péter Esterházy
    Über die Sprache des 21. Jahrhunderts
    Einführung in die schöne Literatur
    Manesse Bibliothek der Weltliteratur: Lerche
    Esti
    Zwei Produktionsromane: Ein Produktionsroman
    Verbesserte Ausgabe
    • Er war ein großer Europäer und ein scharfsinniger Kommentator dessen, was die angebliche Randstellung und die Umbrüche seines Heimatlandes Ungarn ausmacht, wer sie definiert und wie man sich ihnen gegenüber verhält. Alswortmächtiger postmoderner Romancier und Erzähler nicht nur seiner wechselvollen Familiengeschichte hat Péter Esterházy sich international einen Namen gemacht. Aber auch in weithin wahrgenommenen Zeitungsartikeln hat ersich als Intellektueller selbstbewusst »Aus dem Elfenbeinturm« über »Leben und Literatur« geäußert, Bücher - von Imre Kertész und Péter Nádas bis hin zu Per Olov Enquist und Umberto Eco - diskutiert und voller Witz »Problems of dö raiter tudej« erörtert. Dabei ergreift er auch das Wort zupolitischen Themen, bezieht Stellung gegen den aufkommenden ungarischen rechtskonservativen Nationalismus und die mangelnde Verarbeitung der kommunistischen Diktatur. Endlich auch auf Deutsch zu entdecken ist Péter Esterházy als Essayist, der brillant und eigensinnig, polemisch und differenziertfür die Wahrheit eintritt und schon vor vielen heutenoch virulenten Entwicklungen hellsichtig gewarnt hat.

      Das Leichte, das Schwere, der Lärm, die Stille2023
    • Život slov

      • 180 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Slovenský výber z esejistiky, publicistiky a príležitostnej tvorby Pétera Esterházyho v preklade Renáty Deákovej obsahuje texty, ktoré vznikli v rokoch 2003 až 2016 pri rozličných príležitostiach a pre rôzne časopisy. Niektoré boli pôvodne verejnými vystúpeniami na oficiálnych podujatiach, iné publicisticky reagujú na konkrétne témy maďarského spoločenského a intelektuálneho života, ale nájdeme tu aj rozsiahlejšie analyticko-reflexívne eseje venované otázkam tvorby. Esterházyho texty dokazujú, že ani postmoderný spisovateľ sa nemusí bezvýhradne vzdať reflexie kultúrneho a spoločenského diania a skryť sa do bezpečnej záhrady estetickej autonómie umenia. Slovenským čitateľom sú povedomé mnohé otázky a situácie, s ktorými sa v knihe vyrovnáva. Veď aj u nás je hovorenie o literatúre spojené s politikou, „ktorá všetkým preniká“. Aj u nás by sme mohli sledovať a pomenovať stratégie a metódy vylučovania jednotlivých názorových skupín tými, ktorí si v národnej kultúre nárokujú na reprezentatívne pozície. Samozrejme, pre Esterházyho ako človeka postmodernej plurality a kritika falošných autorít sú podobné tendencie vďačným terčom demaskovania a ironizovania. Kniha vyšla ako druhý zväzok stredoeurópskej esejistickej edície Dunaj.

      Život slov2022
    • Bauchspeicheldrüsentagebuch

      • 240 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Péter Esterházys letztes Buch. Es ist das Tagebuch seiner Krankheit, in dem er seiner Erkrankung begegnet, wie er Gott und der Welt und dem Leben immer begegnet ist: aufrichtig und neugierig, spielend, voll Geist und Witz und Liebe zum Leben. Und mit dem Stift in der Hand: schreibend. Doch was ist, wenn sich der eigene Körper auf einmal gegen das Schreiben wendet? Wie hält der Schriftsteller, dessen Werk auf die Unentwirrbarkeit von Wirklichkeit und Dichtung aufbaut, seine Tage fest? Was passiert mit der „ontologischen Heiterkeit“, wenn die tödliche Krankheit zur täglichen Übung wird? Kann der Bauchspeicheldrüsenkrebs als Liebesgeschichte beschrieben werden? Keine einfache Geschichte.

      Bauchspeicheldrüsentagebuch2017
      3,4
    • Der Erzähler dieses Markus-Evangeliums à la Esterházy macht sich nichts aus Worten. Er lässt seine Familie – Vater, Mutter, Stiefbruder, zwei Großmütter – in dem Glauben, er sei taubstumm. Und doch ist er der Chronist ihrer Geschichte. Als Volksfeinde gebrandmarkt, leben sie nach der Aussiedlung zusammengepfercht in einem einzigen Raum, aber Nähe gibt es nicht in dieser Enge. Alle sind sie einsam, sogar Gott. Der kann noch nicht einmal beten, zu wem sollte er? Eine Familiengeschichte mit allem, was dazugehört, auf jeden Fall Mord und Totschlag. Geschieht dies alles, auf dass die Schrift erfüllet werde? Aber welche? Nach diesen hundert Seiten Esterházy-Evangelium ahnen wir: Gott kommt aus Ungarn.

      Die Markus-Version2016
      2,5
    • Die Mantel-und-Degen-Version

      • 240 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Was geschieht, wenn Péter Esterházy sich vornimmt, eine einfache Geschichte zu erzählen? Er schreibt einen historischen Roman: Kutschen rauschen, von Spionen verfolgt, durch ein Mitteleuropa avant la lettre – wir befinden uns in den Jahren der Rückeroberung Budas zur Zeit der Türkenherrschaft –, kein noch so geheimes Treffen bleibt unbespitzelt. Denn sowohl Pál Nyáry, der über die Geschicke von Ungarn verhandeln soll, als auch sein Vertrauter, Hauptmannn Mihály Bárány, haben ihre Herzen leichtsinnigerweise der Liebe geöffnet … Natürlich pfeift Esterházy auf das historische Genre und hält sich an die Gegenwart, natürlich nutzt er jede sich bietende Gelegenheit für Abschweifungen voll wunderbarer Einfälle.

      Die Mantel-und-Degen-Version2015
      2,4
    • Druhý diel z tušeného radu Esterházyho Jednoduchých príbehov vedie prostredníctvom románového rozprávania čitateľa do polovice minulého storočia, na vidiek, do domu bývalého kulaka, ktorý je nútený prijať do svojho príbytku vysídlenú rodinu z Budapešti. Cez rozprávača, ktorým je malý nemý chlapec, sa dostávame in medias res vzťahov medzi rodičmi, vnímame napätie plynúce z novej životnej situácie a najmä neustále konfrontácie s hľadaním Boha a otázkami viery. Na pozadí každodenných príhôd sa v texte konfrontujú rozličné interpretácie a chápania Boha filozofov a mysliteľov: Pascala, Schellinga, Wittgensteina, Imreho Kertésza a iných. Tento text, ktorý má na pohľad skôr podobu klasického románu, než na akú sme si u Eszterházyho zvykli, ponúka strhujúce čítanie prostého príbehu so zložitými témami.

      Jednoduchý príbeh čiarka sto strán. Verzia podľa Marka2014
      4,0
    • Esti

      • 368 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Wie in seinem gefeierten Roman „Harmonia Caelestis“ spielt Péter Esterházy mit der Identität und treibt sein Spiel hier auf die Spitze. Er wird zu Kornél Esti, dem charmantesten Romanhelden der Literatur aus Ungarn, einer Erfindung des großen Schriftstellers Dezsö Kosztolányi. Esterházy schlägt Haken und Kapriolen, taucht ab – bis alles, jede Begebenheit, jeder Gedanke die Form von Kornél Esti annimmt. Esti kann eine Studentin in skandalös kurzen Röcken sein, die Jungfrau Maria oder auch ein betender Karpfen. Zugleich schreibt Péter Esterházy aber auch seinen eigenen romanhaften Lebenslauf, denn „Kornél Esti – c’est moi“. Ein echter Esterházy!

      Esti2013
      5,0
    • Najnovší Esterházyho román, ktorý vyšiel v Maďarsku len v júni tohto roku, možno jednoducho označiť ako autorov náhľad na možnosti historického románu, ktorého dej je zasadený do 17. storočia, teda do čias tureckej nadvlády v Uhorsku. No nelineárny čas, dekonštrukcia zaužívaných románových postupov, prelínanie sa mien a postáv z histórie aj súčasnosti, alúzia na diela rôznych žánrov svetových dejín umenia a vedy rozličných historických období robí z tejto knihy nanajvýš vzrušujúce dobrodružstvo uvažovania o najpálčivejších otázkach bytia, ba vesmíru, okoreneného o autorov svojský ironický nadhľad.

      Jednoduchý príbeh čiarka sto strán - Šermovacia verzia2013
      4,0
    • Der erste Roman Péter Esterházys, neben Harmonia Cælestis und Einführung in die schöne Literatur einer der drei Grundpfeiler seines Werks. Als er 1979 in Ungarn erschien, schlug er wie eine Bombe ein und erlangte Kultstatus.

      Zwei Produktionsromane: Ein Produktionsroman2010
      5,0
    • Lichterfeste, Schattenspiele

      • 318 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Alle hier versammelten Autoren schreiben auf Deutsch, ihre Muttersprache ist jedoch eine andere. Gilt es zu feiern – in der Familie, mit Freunden, in religiöser Gemeinschaft –, so werden die Unterschiede zwischen den Kulturen und den verschiedenen Traditionen spürbar. Wie wandeln sich Feste und Feiertage, wenn in dem Land, in dem man lebt und dessen Sprache man erlernt hat, nur wenige auf gleiche Weise feiern? Darüber schreiben die Autoren, die für ihre Literatur alle mit dem Chamisso-Preis ausgezeichnet wurden, mit großer Lust am Erzählen und am Feiern.

      Lichterfeste, Schattenspiele2009
      3,0
    • Nach Harmonia Cælestis, dem großen Buch über seinen Vater, widmet Péter Esterházy Keine Kunst seiner verstorbenen Mutter. Nahezu jeden Tag sieht er sie, während er an diesem Roman arbeitet: Sie spricht mit ihm und erzählt Geschichten - über die fünfziger Jahre, über die ungarische »Wundermannschaft« von Bern 1954, ihre Freundschaft mit den Fußballgöttern Hedegkúti und Puskás, der ihr den Hof machte und dem es 1951 gelang, die Familie vor der Deportation zu bewahren. Fußball war ihr ganzes Leben. Dribbelnd, passend und fallrückziehend gelingt Esterházy eine wunderbare Hommage an seine Mutter.

      Keine Kunst2008
      3,7
    • Das Drama eines ungelebten Lebens entfaltet sich in der fiktiven Provinzstadt Sárszeg, fernab der glanzvollen Donaumonarchie. Hier erleben die Eheleute Vajkay, nach langer Zeit wieder allein, einen unerwarteten Wandel. Ihre Tochter, liebevoll 'Lerche' genannt, verbringt die Sommerfrische bei Verwandten, was das gewohnte Dreigespann auf den Kopf stellt. Ohne die geliebte Tochter empfinden die betagten Eltern ihr Zuhause als öde und leer. Widerwillig entscheiden sie sich, ein Restaurant zu besuchen, und entdecken überraschend Freude an Essen und Gesellschaft. Dieses Experiment wird wiederholt, und allmählich tauchen sie wieder in das Leben der Kleinstadt ein, von dem sie sich lange abgeschottet hatten. Währenddessen verbringt Lerche, das unansehnliche Mauerblümchen, ihre Ferien mit dem Schreiben pflichtbewusster Briefe an ihre Eltern, ohne Freude am Leben zu finden. Mit feiner Ironie und präzisen Details schildert Kosztolányi den unerwarteten Aufbruch der Daheimgebliebenen. Für einen kurzen Moment erkennen die Eltern, wie sehr ihnen ihre Tochter zur Last geworden ist, und dennoch sehnen sie sich nach ihrer Rückkehr. Das Drama familiärer Abhängigkeiten wird schonungslos und zugleich mit Leichtigkeit dargestellt.

      Manesse Bibliothek der Weltliteratur: Lerche2007
      4,0
    • Über die Sprache des 21. Jahrhunderts

      Tübinger Poetik Dozentur 2006

      • 95 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Die Frage „Was ist Literatur?“ würde er hier und heute ungern beantworten. So begann Péter Esterházy seine Vorlesungen als Tübinger Poetikdozent des Jahres 2006. Würde man diese „brave Frage“ aber folgendermaßen umschreiben: „Was zum Teufel ist Literatur?“, dann wäre es ihm nicht so fremd, über diesen „Teufel“ zu sprechen. In der für ihn charakteristischen unvergleichlichen Mischung von Witz und Ernst, von spielerischer Ironie und kritischer Schärfe, stellte der große ungarische Schriftsteller drei Abende lang dem faszinierten Publikum seine Poetik des modernen Erzählens vor. Die Geschichte des europäischen Romans und der Wirklichkeitsbezug der Literatur werden darin genauso behandelt wie sein persönliches Verhältnis zur deutschen Sprache und sein zitierender Umgang mit Lieblingsautoren wie Danilo Kiš und Deszö Kosztolányi. Über allem aber steht die Frage, wie die Sprache des 21. Jahrhunderts beschaffen sein muss, des Jahrhunderts, „in dem die Überlebenden des Holocaust sterben werden“ und uns, die Nachgeborenen, in einem „furchteinflößenden neuen Alleinsein“ zurücklassen.

      Über die Sprache des 21. Jahrhunderts2007
      4,0
    • Als die Einführung 1986 erschien, bedeutete dies einen Wendepunkt in der ungarischen Literatur: Esterházy vollendete eine durch die Diktatur zerstörte Entwicklung der Moderne - schon das erste Wort des 900seitigen Buchs war eine Hommage an James Joyce -, und gegen die offizielle Ideologie brachte er eine neue Literatur in Stellung. Anfang 1978 sah ich plötzlich ein , Gebäude vor mir, ein , Texthaus, an dem ich bis 1985 arbeitete. Zuerst fing ich an, die einzelnen Räume zu schreiben, also die Zimmer, Säle, breiten Treppenhäuser, und so erschienen die Vor-Bände Indirekt, Wer haftet für die Sicherheit der Lady?, Fuhrleute, Kleine Pornographie Ungarns, Die Hilfsverben des Herzens. Als ich damit fertig war, begann ich das große Gebäude zusammenzustellen, baute Treppen, Querkorridore, Fenster, kleine Gesimse. Manchmal zeigte es sich, dass das Wort zu wenig war, dann verwendete ich Bilder oder , graphische Einheiten. Immer wieder hatte ich den Gedanken, das Ganze sei ein Hypertext, ein mehrdimensionaler Raum." (P. E.) Das Buch ist eine Art Enzyklopädie aus 21 selbstständigen Prosateilen, die Esterházy durch Zitate, Marginalien, Fotos, Zeichnungen und Symbolen derart untereinander und mit der Weltliteratur vernetzt, dass es sich zu einem offenen, unbegrenzten literarischen Raum weitet.

      Einführung in die schöne Literatur2006
      4,0
    • Deutschlandreise im Strafraum

      • 184 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Péter Esterházy geht auf Forschungsreise, um die deutsche Fußballseele zu erkunden. Mit klugem Blick und freundlicher Bewunderung fügt er die Leidenschaft im Fanblock, Biertrinker im Clubhaus und Taxi fahrende Fußballexperten zu einem funkelnden Kaleidoskop. »Die Wirklichkeit«, so seine Erkenntnis, »ist meistens unglaublich.«

      Deutschlandreise im Strafraum2006
      4,1
    • Věčné téma manipulace, zneužívání moci, totalitarismu, to je základním námětem kratičké povídky postavené na autentické epizodě ze života autora (I. Kertész) při jeho cestě vlakem z Budapešti do Vídně. Na půdorysu „běžného“, zdánlivě nicotného konfliktu se státní mocí v osobě celníka je rozvinuta deprimující a pesimistická úvaha o tom, jak hluboce jsou v nás zakořeněny agrese i strachy, které jsme mylně přisuzovali jen podmínkám nedemokratických poměrů. Téma pak po svém způsobu přebírá Péter Esterházy a zneklidňující povídka Imre Kertésze v povídce druhého autora začne žít svým vlastním životem. Není zcela zřejmé, zda jde o hru, o literaturu v životě nebo o život v literatuře.

      Příběh2006
      3,2
    • »Ich wußte sofort, worum es sich handelte. Ich konnte nicht glauben, was ich sah. Rasch legte ich meine Hand auf den Tisch, weil sie zu zittern begann ... Als ich das Dossier öffnete, hatte ich sofort die Handschrift meines Vaters erkannt.« So beginnt eine Tragödie, deren Veröffentlichung in Ungarn große Betroffenheit auslöste. Kurz vor Abschluss seiner Harmonia Cælestis wurde Esterházys Antrag auf Akteneinsicht beim »Amt für Geschichte« bewilligt. Statt einer Stasi-Akte über ihn und seine Familie erhält er jedoch vier vergilbte Agentendossiers, in denen er die Handschrift seines Vaters Mátyás erkennt: Unter dem Decknamen »Csanádi« hatte dieser von 1957 bis 1980 regelmäßig an die ungarische Geheimpolizei berichtet. Für den Autor bricht eine Welt zusammen — denn mit Harmonia Cælestis hatte er seinem geliebten Vater ein literarisches Denkmal errichtet. In Verbesserte Ausgabe macht Esterházy zahlreiche Passagen aus den Berichten seines Vaters an die berüchtigte »Abteilung III/III« zugänglich. Dokumentarische Auszüge stehen neben Zitaten aus Harmonia Cælestis, deren »Wahrheit« er an den neuen Befund misst, sowie Tagebuchaufzeichnungen aus der Zeit der Enthüllung — anrührende Notate voller Scham und Schmerz, in denen er seinen Vater betrauert und bedauert, aber nie von Schuld freispricht.

      Verbesserte Ausgabe2002
      4,4
    • »Fancsikó und Pinta, der Produktionsroman, und Harmonia Cælestis sind Variationen über ein und dasselbe Bild, alle drei sind Familienromane.« (Péter Esterházy) Wer Harmonia Cælestis gelesen hat, glaubt zu wissen, was »die Familie« bedeutet. Wir erkennen die Mutter und den Vater in Fancsikó und Pinta, sie sind »meine Mutter« und »mein Vater«. Doch der Blick des jungen Autors bleibt uns unbekannt. Geschrieben zwischen 1972 und 1974, erschien das Buch 1976 in Ungarn als Debüt des damals 26-jährigen Esterházy. Die fünfziger und sechziger Jahre werden vertraut, doch die Perspektive ist neu. Kleine Erzählpartikel von ein bis drei Seiten ergeben ein Tableau, das den Vater mit seinen schönen Händen zeigt, die Mutter, die ihrem Sohn Waschanweisungen gibt, und die Eltern, die lachend zuschauen, während der Sohn mit Fancsikó und Pinta, den beiden ungezogenen Buben, ein Marionettenspiel aufführt. Die Titelhelden, altklug und dumm, könnten aus der Phantasie stammen oder real sein – eine irrelevante Frage, denn die Wörter existieren. Wo Phantasie und Wirklichkeit eins sind, liegt das Terrain der Unschuld. Das Buch ist, wie vielleicht jedes erste Buch, der Verlust der Unschuld.« (Péter Esterházy)

      Fancsikó und Pinta2002
      3,3
    • Eine idyllische Familiensaga sollte man nicht erwarten, wenn Péter Esterházy die Erbschaft seines klingenden Namens antritt. Der Titel, inspiriert von einer Sammlung sakraler Gesänge, gewinnt in Esterházys literarischer Chronik seiner aristokratischen Familie eine vielschichtig ironische Dimension. Harmonia Caelestis besteht aus zwei Teilen: Das erste Buch, „Numerierte Sätze aus dem Leben der Familie Esterházy“, versammelt 371 Textabschnitte, die ohne Chronologie durch die Jahrhunderte springen. Es ist ein Vexierspiel aus historischen Episoden und Anekdoten, in denen der Vater als allgegenwärtige Chiffre fungiert. Das zweite Buch, „Bekenntnisse einer Familie Esterházy“, erzählt von ihrem Schicksal im 20. Jahrhundert, geprägt von Enteignung und Unterdrückung. Der Kontrast zwischen Glanz und Niedergang birgt dramatisches Potenzial, das Esterházy meisterhaft in Sprache setzt. Humor sprüht oft an überraschenden Stellen, etwa wenn banale Alltagsgegenstände in alte Register wertvollen Mobiliars eindringen. Esterházy bewahrt sich in tragischen Episoden vor Pathos und zeigt einen scharfen Blick für Menschliches, das auch vor dem Grausamen und Lächerlichen nicht zurückscheut. Nach fast zehn Jahren Arbeit ist das Ergebnis ein großes Werk: ein literarisches Denkmal und fesselnde Studie der menschlichen Natur im Spannungsfeld zwischen Herkunft und Zukunft.

      Harmonia Caelestis2000
      3,7
    • Orte und Literatur - das sind zwei der großen Themen Esterházys. Hinter dem Hinübergleiten in Erinnerungen und Phantasien verbirgt sich ein kluger Beobachter all dessen, was unsere Gegenwart prägt. Einer, der sich einmischt und der etwas zu sagen zu Liebe und Verlust, zu Politik und Spiel, zu den kleinen Momenten des Lebens - und den ganz großen.

      Thomas Mann mampft Kebab am Fuße des Holstentors1999
      3,4
    • Peter Esterhazy präsentiert einen Roman mit 97 Kapiteln, der 'voller heidnischer Heiterkeit' ist und aus 97 unterschiedlichen Frauen erzählt. Der Leser erkennt, dass es sich letztlich um eine einzige Frau handelt, die aus verschiedenen Perspektiven von einem Frauenliebhaber betrachtet wird.

      Eine Frau1997
      3,8
    • Egy kékharisnya följegyzéseiből

      • 356 Seiten
      • 13 Lesestunden

      A kötet az 1991 és 1994 tavasza közt született Esterházy-írásokat tartalmazza, mindazt, ami nem regény és nincs Kertész Imrének ajánlva. A szerző némiképpen önkényesen csoportosította a szövegeket, meghagyva egyben és időrendben az Élet és Irodalom-beli ,,kékharisnyákat", melyek így talán a (velünk) múló időt is mutatják. Az önismétléseket se nagyon gyomlálta ki, mutassák csak, hogy így rakosgat.

      Egy kékharisnya följegyzéseiből1994
      4,0
    • Was ist das für ein Kerl? Dieser Onkel, den alle nur Roberto nennen, bis auf den Vater, der diesen Namen überhaupt nicht in den Mund nimmt. Irgendeine Tante hatte ihn in die Familie gebracht, den geheimnisvollen Roberto, der zusammen mit dem halbwüchsigen Esterházy, genannt Murkel, die erste Donaureise unternimmt. Eine literarische Bravourleistung.

      Donau abwärts1992
      3,9
    • Vášnivé i ironické úvahy a útržky všední, společenské, etické či erotické jednoho z nejpřednějších středoevropských spisovatelů. Autor fenomenální rodinné ságy Harmonia Caelestis a obdivné knihy o Bohumilu Hrabalovi „rozpitvává“ pornografičnost a spatřuje v ní tragiku každodenní reality i vlastního života.

      Malá maďarská pornografie1992
      3,5
    • A ​kötet fontos tanúságtétele Esterházy mindennapok finom rezdüléseire figyelő emberségének, kétségkívül európai szellemiségének. A benne foglalt írások maradandóságát pedig mi sem bizonyítja inkább, mint hogy az utolsó munka, A Kékszakállú herceg csodálatos élete múlhatatlanul az Esterházy-univerzum egyik központi darabja – a szerzői felolvasások közönségének legnagyobb gyönyörűségére. „Ez a kötet tulajdonképpen A kitömött hattyú (1988) folytatása, az azóta írtakat gyűjtöttem össze, mindent, ami nem regény és nem elefántcsonttorony-cikk. Az utóbbi kéthárom évben szívesen voltam afféle alkalom szülte tolvaj (olykor önmagamé; ezeket úgy hagytam, nem retusáltam). Ennek lehetőségét az új szabadság adta, mozgató erejét pedig a remény és a félelem, a remény, hogy itt most végre lesz valami, és a félelem, az aggódás, hogy nehogy nagyon félre menjen ez az egész. Remény, félelem – jut is, marad is. De most nem gondolom, hogy itt elvadulhat a helyzet, és nem gondolom, hogy élni tudnánk, ahogy mondani szokás, a történelmi eséllyel. Ahogy senkinek a világon, nekünk, magyaroknak sincs elképzelésünk, látomásunk a jövőről. Nem leszünk a szabadság laboratóriuma. Inkább a szabadság cselédjei…” Esterházy Péter

      A halacska csodálatos élete1991
      5,0
    • Kleine Pornographie Ungarns

      • 224 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Es war wie Pornographie: All das, was im literarischen und politischen Leben unausgesprochen bleiben musste. Péter Esterházy benennt in diesem Buch die Obszönitäten und Unzumutbarkeiten im Alltag des realexistierenden Sozialismus. Er liefert ein Verwirr- und Vexierbild von der ungarischen Vergangenheit und zugleich eine äußerst elegante und intelligente Abrechnung über die verordneten Lebensweisen in den Volksdemokratien.

      Kleine Pornographie Ungarns1991
      1,5
    • Wie in jedem richtigen Roman gibt es auch hier einige Personen, die dem Leser zunehmend wichtig werden, so dass er den Tränen nahe ist, wenn er sich von ihnen zum Schluss des Romans trennen muss. Péter Esterházy bietet: Den tschechischen Schriftsteller Bohumil Hrabal, über den der Autor einen Essay schreiben soll, Anna, die diesen liebt, ferner den Schriftsteller, er ist der Ehemann von Anna. Außerdem spielt noch der Herr eine Rolle. Zwischen diesen wunderbaren Personen schwirren Engel umher; was aber Engel sind, wird bestimmt niemand leicht sagen können. In diesem schillernden, bewegten Bild von Mitteleuropa tritt, wenn auch selten, noch eine Person auf. Sie heißt: Ich.

      Das Buch Hrabals1990
      4,1
    • Preuves

      Une revue européenne à Paris

      Preuves1989
    • Die Mutter ist tot, und die erwachsenen Kinder kommen beim Vater zusammen. Aber wovon reden, wenn nicht vom Hilflosen und Lächerlichen und Deplatzierten angesichts des Todes? Wie anders reden als in »Hilfsverben des Herzens«? Auch wenn der Erzähler sich im Vorwort Mitleid verbietet und mit Handke behauptet, seit dem Tod der Mutter ganz literarische Erinnerungs- und Formulierungsmaschine geworden zu sein - der Tod löst in dem erwachsenen Sohn eine Trauer aus, die sich im Sturm widerstreitender Gefühle Luft macht. Die Hilfsverben sind ein Tempel für die Mutter: hochliterarische, mit Zitaten der Weltliteratur von Borges über Pascal bis Wittgenstein durchschossene Epitaphe, auf die sich Esterházy in seiner neuesten Veröffentlichung Keine Kunst (Berlin Verlag, 2009) bezieht - und ein bewegendes Buch.

      Die Hilfsverben des Herzens1988
      3,9
    • Függö

      • 184 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Ez a kisregény egy könyvsorozat első darabja. Egyetlen mondat, függő beszédben. Az egyik legfontosabb felépítési módszere: a montázs. A könyv lapjairól kamaszok szabad világa tárul elénk, s ebben a világban nemcsak a hatvanas évek farmernadrágosai mozognak otthonosan, hanem Kosztolányi Dezső és Csáth Géza is.

      Függö1981