»Ein wahnsinnig spannendes Buch, das tatsächlich die Perspektive verändert.« rbb, Jörg Thadeusz Hitler war kein einsamer, unnahbarer Diktator. Seit seinem Aufstieg in der NSDAP scharte er einen loyalen Kreis um sich, der nach der Machtübernahme die Züge eines regelrechten Hofstaats annahm. Hier wurde gefeiert, geschmeichelt und intrigiert.Wer gehörte zum innersten Kreis um Hitler? Welche Funktion erfüllte dieser Hofstaat? Und wie beeinflusste er das Geschichtsbild nach 1945? Auf der Grundlage bisher unbekannter Quellen erforscht Heike Görtemaker Hitlers privates Umfeld und zeigt, wie sein Kreis ihn zu dem machte, der er war. Ihr Buch dringt bis in die nächste Nähe zu Hitler vor und ist zugleich eine brillante Dekonstruktion des Führermythos. Illustriert mit über 60 zeitgenössischen Fotografien, die einen Einblick in Hitlers privates Umfeld geben.
Heike B. Görtemaker Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)



Wie war Frau Hitler wirklich? Laut NS-Propaganda war der Führer mit Deutschland verheiratet. Dass Adolf Hitler eine Geliebte hatte, passte nicht in dieses Bild, daher war Eva Braun in der Öffentlichkeit nicht an seiner Seite zu sehen. Ihre Existenz wurde bis zur letzten Stunde des Dritten Reiches, bis zur Heirat und dem gemeinsamen Selbstmord im Führerbunker in Berlin am 30. April 1945, geheim gehalten. Sie galt bisher als blondes Dummchen, eine unbedarfte junge Frau ohne jeglichen Einfluss, die nichts von Politik verstand. Heike Görtemaker zeigt sie erstmals von einer anderen Seite: zielstrebig, eitel und raffiniert. Wie auch die anderen Frauen in Hitlers Umfeld identifizierte sie sich mit der Ideologie des NS-Regimes und tat alles, um sich den Platz an Hitlers Seite zu erkämpfen und mit einem der größten Verbrecher der Weltgeschichte zu leben. Je näher sie Adolf Hitler kam, desto unangreifbarer machte sie sich in seinem engsten Kreis.
Margret Boveri (1900-1975) war eine herausragende Journalistin, deren Leben die Erfahrungen einer Generation widerspiegelt, die von den Brüchen der deutschen Geschichte geprägt war. Heike B. Görtemaker verfolgt ihren Lebensweg, der Persönlichkeiten wie Theodor Heuss und Ernst von Weizsäcker umfasste. Aufgewachsen als Tochter eines Zoologen und einer amerikanischen Biologin, begann Boveri in den 1930er Jahren beim Berliner Tageblatt und arbeitete später als Korrespondentin für die Frankfurter Zeitung in Stockholm, New York und Lissabon. Nach dem Ende des „Dritten Reiches“ widmete sie sich der Wiedervereinigung Deutschlands und setzte sich früh für eine Verständigung zwischen Ost und West ein, was sie zur Vorreiterin einer neuen Ostpolitik machte. Görtemaker schildert Boveris ambivalente Haltung zum Nationalsozialismus und dokumentiert ihren Aufstieg zur einflussreichsten Figur des deutschen Journalismus nach dem Krieg. Neben ihrer Arbeit für renommierte Zeitungen wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Zeit erlangte sie auch durch ihre Bücher internationale Anerkennung. Boveris Leben ist ein bedeutendes Kapitel der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts.