Nazi-Deutsch in 22 Lektionen. Nazi-German in 22 Lessons.
- 80 Seiten
- 3 Lesestunden






Walter Trier spielte eine bedeutende Rolle im Widerstand gegen die Nazis und in der britischen Propaganda. Beauftragt vom britischen Informationsministerium, gestaltete er ein meisterhaftes Flugblatt in Form eines Leporellos, das den Diktator vor einem blauen Himmel zeigt, mit einem großen V, das aus den Kondensstreifen eines britischen Flugzeugs gebildet wird. Auf der Rückseite wird Hitler in verschiedenen Posen konfrontiert, bis er sich schließlich an einem V-förmigen Balken aufhängt. Dieser Band enthält die Reproduktion des Original-Flugblatts und untersucht Trier's Widerstand gegen die Nazis. Philip Oltermann erklärt in einem aufschlussreichen Text die Entstehung der britischen Propaganda und Trier’s Rolle darin. Aus dem Walter-Trier-Archiv stammen zahlreiche schaurig-satirische Zeichnungen, die seinen Widerstand dokumentieren. Nach der Besetzung Belgiens durch die Nazis floh der frühere Justizminister ins Exil und moderierte am 14. Januar 1941 eine denkwürdige Sendung bei Radio Belgique, wo er einen gemeinsamen Code – den Buchstaben V – für seine Landsleute vorschlug, da dieser für "Victoire" im Französischen und "Vrijheid" im Flämischen steht. Der liberale Politiker betonte die Einheit der Wallonen und Flamen im Kampf um Freiheit. Der Band enthält zudem erklärende Texte von Philip Oltermann und Antje M. Warthorst sowie zahlreiche satirische Illustrationen von Trier gegen Hitler und die Nazis.
Gebunden mit Schutzumschlag mit vielen schwarz-weiß und auch farbigen Bildern.
Erich Kästner zählte seine klassische Internatsgeschichte um eine Handvoll frecher Lausbuben zu seinen besten Kinderbüchern. Die Konflikte zwischen Gymnasiasten und Realschülern sind zeitlos, und die Charaktere sind unverändert: Matthias, der ständig eine Semmel in der Hand hat, Johnny, der oft an seine abwesenden Eltern denkt, und Uli, der vor Angst wegläuft und seinen Mut mit einem gefährlichen Fallschirmsprung beweisen will. Die Erwachsenen, wie Dr. Bökh und sein Nichtraucherfreund, haben oft nicht mehr die Geduld, den Kindern zuzuhören, wenn sie ihre Sorgen teilen. Die Zeit, um ihnen mit Rat zur Seite zu stehen, fehlt den meisten. Kästners abenteuerliche Schulwelt ist zwar nicht perfekt, bietet jedoch Wärme und Verständnis für die Probleme der Kinder. Er thematisiert, wie Erwachsene ihre Jugend vergessen und die Traurigkeit von Kindern übersehen können. Gleichzeitig warnt er: „Ihr sollt hart im Nehmen werden, wie Boxer das nennen. Ihr sollt lernen, Schläge einzustecken und zu verdauen.“ Diese Worte erhalten besondere Bedeutung, da sie 1933, im Jahr von Hitlers Machtergreifung, veröffentlicht wurden. Für Kästner, einen Individualisten, war die folgende Zeit eine dunkle Ära, in der er trotz Schreibverbots in Deutschland blieb.
Es ist schon merkwürdig, wenn sich zwei Mädchen in einem Ferienheim gegenüberstehen und feststellen, dass sie sich gleichen wie ein Ei dem anderen. Luise Palfy aus Wien hat zwar lange Locken und Lotte Körner aus München zwei geflochtene Zöpfe - das ist aber auch wirklich der einzige Unterschied. Sie beschließen, dem Geheimnis ihrer Ähnlichkeit auf den Grund zu gehen: Luise fährt als Lotte nach München zurück und Lotte als Luise nach Wien.
Die kleine Luise Pogge, alias Pünktchen, schummelt sich allabendlich ohne das Wissen ihrer Eltern auf die Weidendammer Brücke, mitten in Berlin. An der Seite einer merkwürdigen Alten preist sie Streichhölzer an, während ihre wohlhabenden Eltern sie in der Obhut von Fräulein Andacht glauben - doch ist die so harmlos, wie sie tut? Als es brenzlig wird, ist zum Glück Pünktchens Freund Anton zur Stelle. Eine ungekürzte Lesung des Kästner-Klassikers mit wunderbar komponierter Musik. Unerhört gut: Pastewka liest Kästner! ©1935 Atrium Verlag AG, Zürich, Illustration: Walter Trier (P)2015 Oetinger Media GmbH
Wer hat nicht schon mal mit dem Telefon gespielt und fremde Leute angerufen, wenn die Eltern nicht zu Hause waren? Am Mofa seines Bruders gebastelt, weil er sauer war, dass der ihn nie hat mitfahren lassen? Wer von euch hat nicht schon mal andere Kinder geärgert und alte Leute erschreckt? Oder damit angegeben, dass er manchmal dreißig Klöße isst? Was nun alles Komisches, aber auch Schlimmes passieren kann - nicht alle Streiche sind harmlos! -, das erzählt Erich Kästner mit Humor und Augenzwinkern.
Eines schönen Tages wurde es den Tieren zu dumm. »Wir werden die Welt schon in Ordnung bringen! Wir sind ja schließlich keine Menschen!« Oskar, der Elefant, und seine Freunde haben eine Konferenz der Tiere einberufen. Sie finden, dass die Menschen zu viel an Kriege denken und darüber ganz die Kinder vergessen. Das muss anders werden!, fordern die Tiere aus allen Himmelsrichtungen. Schon bald aber müssen sie feststellen: Die Menschen nehmen sie nur ernst, wenn sie ein paar kluge Tricks anwenden.
Emil darf zum ersten Mal alleine nach Berlin fahren, wo ihn seine Großmutter und Cousine bereits erwarten. Doch Emil ist nicht im Zug. Während sich die beiden noch überlegen, was sie tun sollen, ist Emil bereits auf einer wilden Verfolgungsjagd quer durch die fremde Stadt - auf den Spuren des Diebes, der ihm im Zug sein ganzes Geld gestohlen hat. Zum Glück bekommt Emil bald Unterstützung von Gustav „mit der Hupe“ und seinen Jungs.