Und vergib uns unsere Schuld Als Menschen können wir nicht zusammenleben, ohne einander unsere Fehler zu verzeihen. Sergej O. Prokofieff zeigt in dieser viel gelesenen Studie, dass das Verzeihen darüber hinaus noch eine tiefere Bedeutung hat: als Schlüssel zur Bewältigung des Karmas, als Weg zum Christus und als Entwicklungsaufgabe der Menschheit.
Aus dem Versuch, sich der Sphäre der höheren Hierarchien während der zwölf heiligen Nächte zu nähern, ist der erste Teil hervorgegangen. Es wurde jedoch auch deutlich, daß die auf diesem Wege gefundene Beziehung zwischen den zwölf heiligen Nächten als der irdischen Offenbarung der Tierkreissphäre und der kosmischen Tätigkeit der Wesenheiten der höheren Hierarchien noch weiter reicht. Denn neben der Bedeutung, die diese Beziehung für ein tieferes Erfassen der heiligen Nächte hat, erwies sie sich auch als ein wichtiger Schlüssel zu bestimmten geistigen Geheimnissen. So wird in den folgenden Teilen an konkreten Beispielen gezeigt, wie wir uns mit Hilfe dieses Schlüssels dem Verständnis einiger schwieriger Gebiete der anthroposophischen Christologie nähern sowie zur Lösung gewisser Rätsel, die mit der Grundsteinlegung und dem Bau des ersten Goetheanum zusammenhängen, beitragen können.
Über die Beziehung der 'Philosophie der Freiheit' zu dem Fünften Evangelium
Das Geheimnis des Hüters und der von ihm behüteten Schwelle gehört zu den
zentralsten und wichtigsten Motiven auf dem Wege der modernen Einweihung.
Durch dieses Buch fällt ein neues Licht auf die Verbindung des Früh- und
Spätwerks von Rudolf Steiner, und es wird ersichtlich, daß die eigentlichen
spirituellen Wurzeln des Frühwerks in der gleichen übersinnlichen Wirklichkeit
liegen wie die der späteren Anthroposophie - im Christus-Impuls.
Warum wird man Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft? Von der
kompetenten Beantwortung dieser Frage durch jeden Anthroposophen hängt auch
die Zukunft der Anthroposophischen Gesellschaft ab. Dabei geht es dem Autor
nicht darum, den Leser auf äußerliche Weise zum Eintritt in die
Anthroposophische Gesellschaft zu bewegen, sondern um die Vermittlung einiger
esoterischer Gesichtspunkte und möglicher Motive, damit eine diesbezügliche
Entscheidung vollbewusst, verantwortlich und auf einer festen
Erkenntnisgrundlage fußend getroffen werden kann. Denn nur aus der klaren
Erkenntnis der Ziele und Aufgaben dieser Gesellschaft sowie aus dem daraus
hervorgehenden individuellen Willen, an deren Verwirklichung mitzuarbeiten,
kann eine positive Antwort auf die obige Frage erfolgen. Um dem Leser in
diesem Sinne eine notwendige Orientierung und mögliche Hilfestellung zu geben,
dazu sind die Ausführungen gedacht.
Vor einhundert Jahren sprach Rudolf Steiner zum ersten Mal über die ätherische
Wiederkunft des Christus. Ihr ist das vorliegende Buch gewidmet. Rudolf
Steiner entdeckte durch seine Geistesforschung verschiedene Aspekte dieses
Ereignisses unserer Zeit, deren Aufarbeitung bis heute fehlt. Drei
Perspektiven der ätherischen Wiederkunft des Christus sind es, die mit den
Aufgaben der Anthroposophischen Gesellschaft in Zusammenhang stehen: Die
Vorbereitung der Menschheit auf die ätherische Wiederkunft; die Notwendigkeit,
in der Anthroposophie die spirituelle Sprache zu erkennen, in der heute Fragen
an den ätherischen Christus gestellt werden können; die Zusammenarbeit mit
Christus als Herrn des Karma und die Beziehung zu Michael sowie das Erkennen
der Gegenmächte, die dieses Ereignis §verfälschen, gehören zum Inhalt der
Darstellung.
Bereits wenige Jahre nach seinem ersten Buch «Rudolf Steiner und die Begründung der neuen Mysterien» begann Sergej O. Prokofieff Studien zur Inkarnationsreihe Rudolf Steiners. Vor allem während der Weihnachtstagung 1923/24 hat Rudolf Steiner selbst viele Hinweise dazu gegeben. Prokofieff konnte diese Studien wegen anderer Verpflichtungen nicht zu Ende führen. Posthum erscheinen nun drei in russischer Sprache abgefasste und von Hans Hasler übersetzte Kapitel über Enkidu, das Gilgamesch-Epos und seine Zeit. Ein in deutscher Sprache abgefasstes letztes Kapitel gibt einen Überblick über die weiteren Inkarnationen bis zu Thomas von Aquino. Ergänzt durch ausgewählte Bilder zum Epos und zu den weiteren Schilderungen widmet sich diese Arbeit der Forschungs-Frage: «Wer ist diese Individualität, die die Menschheit zuletzt als Rudolf Steiner begleitet hat, und welche Aufgaben stellt sie sich?» Kurz vor seinem Tod hat der Autor die Texte nochmals gründlich überarbeitet.