Der marokkanische Schriftsteller Tahar Ben Jelloun ist ein bedeutender Vertreter der französischsprachigen Literatur aus dem Maghreb. Seine Kinderbücher, die Bestseller wurden, behandeln zentrale Themen wie Fremdheit und den Islam. Ben Jelloun lebt mit seiner Familie in Paris und Marokko. Der Illustrator Charley Case, ein junger belgischer Künstler und Weltenbummler, hat bereits das erste Kinderbuch des Autors illustriert. Dr. Heiner Geißler, geboren am 3. März 1930, war ein einflussreicher Politiker und Sozialreformer in Deutschland. Nach seinem Studium der Philosophie und Rechtswissenschaften war er Richter und später Minister in Rheinland-Pfalz sowie Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit. Er setzte zahlreiche sozialpolitische Neuerungen um, darunter die Einführung von Sozialstationen und Erziehungsgeld. Als Generalsekretär der CDU modernisierte er die Partei. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Titel wie „Die Neue Soziale Frage“ und „Abschied von der Männergesellschaft“. Geißler war auch ein begeisterter Bergsteiger und Gleitschirmflieger. Er verstarb am 12. September 2017.
Tahar Ben Jelloun Bücher
Tahar Ben Jelloun ist ein marokkanischer Schriftsteller, dessen Werke auf Französisch verfasst sind, obwohl seine Muttersprache Arabisch ist. Bekannt wurde er durch seinen Roman aus dem Jahr 1985. Seine Schriften befassen sich häufig mit Themen wie Identität, Exil und kulturellen Begegnungen. Heute lebt er in Paris, und sein literarisches Schaffen wird für seinen unverwechselbaren Stil und seine tiefen Einblicke in die menschliche Psyche geschätzt.







Der Gedächtnisbaum
- 139 Seiten
- 5 Lesestunden
Der Einschnitt
- 128 Seiten
- 5 Lesestunden
Dieses Buch ist eine Provokation, und doch handelt es von etwas erschreckend Alltäglichem. Als bei Tahar Ben Jelloun Prostatakrebs diagnostiziert wurde, beschloss er, darüber zu schreiben. Ob ihm bewusst war, dass er damit an eines der letzten Tabus rührte? Anders als bei den „weiblichen“ Krebsarten, die schon lange autobiografisch-literarisch verarbeitet werden, gab es noch keinen Schriftsteller von Rang, der über seine persönliche „Entmännlichung“ berichtet hätte. Die Angst vor der Bloßstellung war groß genug, dass auch Ben Jelloun sich zunächst des alten Kniffs bediente, die Geschichte eines „Freundes“ zu erzählen. Nur so schaffte er es, die Ängste und Schrecken, die mit diesem Krebs und seiner Behandlung verbunden sind, mit der nötigen Distanz zu schildern. Schonungslos und dabei doch lyrisch, intim und zugleich überpersonell, berichtet Ben Jelloun von Demütigungen, Entscheidungen und Abschieden. Und dabei ist ihm noch etwas ganz anderes gelungen – nämlich eine Eloge an das Leben und die Liebe.
Ein Mann erzählt. Er heißt Salim und war Gefangener im Straflager Tazmamart im Süden Marokkos, verurteilt zu einem langsamen Sterben in Kälte, Schmutz und Angst. Im Gefängnis herrscht ewige Nacht. Um zu überleben lernt Salim, sich von den Bildern seiner Vergangenheit zu befreien, denn »sich erinnern heißt sterben«.
„Ich habe meiner Mutter zu essen gegeben. Meiner Mutter, meinem Kind. Einen Löffel Milch mit Käse. Wie einem Kind, das mit geschlossenen Augen isst, und meine Hand zittert vor Rührung.“ Der hier seine an Alzheimer erkrankte Mutter füttert, ist Tahar Ben Jelloun. Und das Kind ist Lalla Fatma, seine alte Mutter, die mit einer Pflegerin zurückgezogen in ihrem Haus in Tanger lebt. Mal verwechslet sie ihn mit ihrem vor dreißig Jahren gestorbenen jüngeren Bruder. Dann mit ihrem ältesten Sohn Mustafa aus ihrer ersten Ehe mit fünfzehn. Oder sie sieht in ihm nur den kleinen kranken Tahar, den sie in Fès hätschelte. Oder beklagt sich, dass er sie seit seiner (!) Beerdigung nicht besucht hat. Dazwischen Momente von großer Klarsichtigkeit: Von ihrem Bett aus erinnert sie sich an ihre Jugend, ihre Ehen, die Hochzeitsfeste, die Vorbereitungen im Hamman. Eines Morgens bestellt sie Handwerker, die ihr Haus für die Beerdigung schmücken sollen. Dann wieder lacht sie und schminkt sich für ihre drei (verstorbenen) Ehemänner, die sie zum Essen erwartet. Lalla Fatma bevölkert ihr Haus mit Fantomen, Erinnerungen und Halluzinationen. Doch eines Tages bleiben auch die aus. Sie redet nur noch mit sich, singt leise vor sich hin, sagt nichts mehr. Ihr Blick ist leer. Und der Sohn hält ihre Hand, erzählt ihr von seiner Kindheit mit ihr, ihrer Schönheit als junger Mutter - bis auch diese Hautberührung zuviel ist, ihr unerträgliche Schmerzen bereitet.
Der marokkanische Schriftsteller Tahar Ben Jelloun gilt als bedeutendster Vertreter der französischsprachigen Literatur aus dem Maghreb. Seine beiden Kinderbücher Papa, was ist ein Fremder? und Papa, was ist der Islam? wurden Bestseller. Der Autor lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern in Paris und Marokko. Der Illustrator Charley Case ist ein junger belgischer Künstler und Weltenbummler, der bereits „Papa, was ist ein Fremder?“ illustriert hat..
Rachid, l' Enfant de la tele
- 40 Seiten
- 2 Lesestunden
Einfach lesen - einfach Französisch lernenSie möchten Ihre Schüler/-innen an unterhaltsame, lehrreiche Französischliteratur heranführen? Die Lektürereihe für die Sekundarstufe I präsentiert echte Jugendbücher bekannter französischer Autoren, die exklusiv für Nouvelle Bibliothèque Junior schreiben. Auch neue Autoren sind dabei zu entdecken.Die Lektüren machen Spaß und sind einfach zu lesen. Unbekannte Formen und Wörter sind im Vokabelglossar alphabetisch aufgelistet. Die Bestseller der Reihe gibt es als Hörtexte auf CD.Sie mögen es spannender? In der Krimiserie Série polar finden Sie und Ihre Schüler/-innen Spannung pur: Pro Band gibt es zwei spannende Krimis, ebenfalls mit Vokabelannotationen und illustriertem Themenwortschatz.
Der marokkanische Schriftsteller Tahar Ben Jelloun gilt als bedeutendster Vertreter der französischsprachigen Literatur aus dem Maghreb. Seine beiden Kinderbücher Papa, was ist ein Fremder? und Papa, was ist der Islam? wurden Bestseller. Der Autor lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern in Paris und Marokko. Der Illustrator Charley Case ist ein junger belgischer Künstler und Weltenbummler, der bereits „Papa, was ist ein Fremder?“ illustriert hat..
Der marokkanische Schriftsteller Tahar Ben Jelloun gilt als bedeutendster Vertreter der französischsprachigen Literatur aus dem Maghreb. Seine beiden Kinderbücher Papa, was ist ein Fremder? und Papa, was ist der Islam? wurden Bestseller. Der Autor lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern in Paris und Marokko. Der Illustrator Charley Case ist ein junger belgischer Künstler und Weltenbummler, der bereits „Papa, was ist ein Fremder?“ illustriert hat..
Der öffentliche Schreiber
- 186 Seiten
- 7 Lesestunden
»Als öffentlicher Schreiber habe ich oft davon geträumt, in das innere Leben eines Menschen einzuddringen und die Erinnerungen durcheinanderzubringen.« Dieser rätselhafte Schreiber erzählt den gewundenen Lebensweg eines jungen Marokkaners: Krank und vom Leben träumend, verbringt er seine Kindheit im Palmblätterkorb. Dann die Schule, die ersten erotischen Abenteuer, die tastenden Versuche des Halbwüchsigen, sich die Welt von Fès und Tanger zu erobern … In diesem dichten Roman beschreibt Tahar Ben Jelloun die Suche nach der Identität eines Einzelnen und zugleich eines ganzen Volkes. Eine Hommage an sein Volk, das ihn beschwört: »Höre, was wir sagen, auch wenn wir nicht sprechen, schau in diese Gesichter … Sammle dich, lerne, die Steine des Geheimnisses zu heben.«



