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Feridun Zaimoğlu

    4. Dezember 1964

    Zaimoglu ist ein Dichter und bildender Künstler, dessen zentrale Themen die Probleme der zweiten und dritten Generation türkischer Einwanderer in Deutschland behandeln. Seine Werke erforschen die Komplexität von Identität und Assimilation und konzentrieren sich auf die einzigartigen Perspektiven derer, die sich zwischen zwei Kulturen bewegen. Zaimoglus Schreiben zeichnet sich durch seine Sensibilität und tiefe Einsicht in die Erfahrungen von Einwanderern aus und bietet den Lesern einen nachdenklich stimmenden Einblick in das Leben in der Diaspora. Sowohl in seiner Lyrik als auch in seiner Prosa beleuchtet er die Herausforderungen und feiert gleichzeitig den Reichtum eines multikulturellen Daseins.

    Feridun Zaimoğlu
    Rom intensiv: mein Jahr in der Ewigen Stadt
    Kopf und Kragen
    Abschaum
    Zwölf Gramm Glück : Erzählungen
    Ferne Nähe : Tübinger Poetik-Dozentur 2007
    Bloß keinen Grießbrei an Heiligabend
    • 4,0(2)Abgeben

      Alle Jahre wieder: Weihnachten, das Fest der Liebe und der Völlerei! Zwanzig Autoren servieren uns ein literarisch-kulinarisches Menü vom Allerfeinsten - gewürzt mit einer kräftigen Prise Humor und ergänzt durch Rezepte der bekanntesten Fernsehköche. Nie schmeckt es besser, nie muss man mehr um seine schlanke Linie fürchten, nie wird so viel geschlemmt, gezankt, gelacht. Drei Tage lang dreht sich neben Familie und Geschenken alles nur ums Essen. Weihnachtsplätzchen, Weihnachts-gans, Weihnachtskarpfen, Weihnachtsstollen? natürlich alles selbst gebacken und selbst zubereitet. Grund zur Vorfreude für die einen, zur Panik für die anderen. Und oftmals auch Auslöser unheiliger Katastrophen. Kolja Kleeberg, Alfons Schuhbeck, Christian Rach und Alfred Biolek lassen sich in die Töpfe gucken. Außerdem kredenzen John von Düffel, Alexa Hennig von Lange, Thommie Bayer, Tanja Dückers, Frank Goosen, Feridun Zaimoglu und viele andere komische, traurige, tragische und böse Geschichten rund ums Essen in der Weihnachtszeit.

      Bloß keinen Grießbrei an Heiligabend
    • Feridun Zaimoglu und Ilija Trojanow thematisieren in den Vorlesungen der Tübinger Poetik-Dozentur 2007 ein zentrales poetologisches Problem: die Transformation von Welt in Text und umgekehrt. Zaimoglu befasst sich mit dem "echten Leben", das sowohl auf dem Papier als auch in Städten wie Kiel, Prag oder Wien existiert. Er teilt Erlebnisse aus seinem Alltag, erzählt von der Entstehung von Leyla und seinem neuesten Roman Der Liebesbrand. Dabei zeigt er, wie seine „eigenartigen Bekannten“ durch einen „Riß im Drahtzaun“ zwischen dem echten Leben und der literarischen Welt wechseln, während er sich in seine Mutter und den Erzähler von Leyla verwandelt. Trojanow hingegen berichtet ebenfalls von der Macht der Sprache und kulturellen Geographien. Er schildert, wie er seinen Roman Der Weltensammler verfasste, ein literarisches Museum imaginärer Welten. Mit präziser Recherche entfaltet er die Welt vor unseren Augen und demonstriert, wie sie sich in Text verwandelt – detailgetreu und gleichzeitig phantastisch. Der vorliegende Band Ferne Nähe bietet einen faszinierenden Einblick in das Denken und Schreiben dieser beiden außergewöhnlichen Schriftsteller.

      Ferne Nähe : Tübinger Poetik-Dozentur 2007
    • Was bleibt, wenn das große Glück unerreichbar scheint und das Leben ins Stocken gerät? In eindrucksvollen und feinsinnigen Geschichten thematisiert Feridun Zaimoglu die Suche nach kleinen Glücksmomenten. Er schickt einsame Glücksritter auf ihre Reisen – sei es in sanierten Stadtvierteln deutscher Metropolen, in den Hinterhöfen touristischer Orte oder in archaischen Dörfern. Auf dem Basar der Geschlechter wird hart um Liebe und Beziehungen gefeilscht: Rachelüsterne Ehemänner, bigotte Ex-Freundinnen, romantische Schurken und unkäufliche Verkäuferinnen verstricken sich in die Tauschgeschäfte der Zuneigung. In der preisgekrönten Erzählung "Häute" kollidiert der Wunsch nach Einfachheit mit den rauen Gesetzen des Kapitalismus. Die gebrochenen Helden leben in der modernen westlichen Realität und streben verzweifelt nach Flucht. Doch der Rückweg zu alten Werten und Ritualen bleibt versperrt. Der Leser spürt die Sehnsucht und den Schmerz dieser Charaktere. Zaimoglu, ein Meister der Sprache, begeistert mit alttestamentarischer Kraft und poetischen Bildern. Er fängt den Zauber der flüchtigen Glücksmomente ein, und entgegen aller Wahrscheinlichkeit schlägt das Herz, wenn die Liebe springt.

      Zwölf Gramm Glück : Erzählungen
    • Abschaum ist eine faszinierende Mischung aus Trainspotting, Der Haß und Christiane F., Wir Kinder vom Bahnhof Zoo, authentisch erzählt im wilden Stakkato der Straße. Ertan Ongun ist 25 Jahre alt, in Deutschland geboren und aufgewachsen, und es ist seine Geschichte: Er hat sie Feridun Zaimoglu erzählt, die Geschichte eines Kanaken, eines Gangsters und Drogenabhängigen. Sie handelt von toten Freunden, von Schlägereien mit Skins und US-Marines, vom Zusammenhalt der Gruppe und Verrat, von großspurigem Gangstertum und Beschaffungskriminalität, von Mißhandlung in deutschen Gefängnissen, und der Sehnsucht nach Verständnis und Liebe. Feridun Zaimoglu hat Ertan „Stories“ in der kräftigen Sprache mündlichen Erzählens aufgeschrieben und ein Werk geschaffen, das unter die Haut geht - ganz im Sinne seines Helden, der von ihm gefordert hat: „Ich geb dir reinen Stoff, Du bist mein Dealer. Geh und verkauf das Zeug“.

      Abschaum
    • Kopf und Kragen

      • 190 Seiten
      • 7 Lesestunden
      3,0(4)Abgeben

      In seinem Kanak-Kultur-Kompendium Kopf und Kragen versammelt Feridun Zaimoglu Reportagen, Erzählungen, gewitzte Kanakiaden, Portraits von Überlebenskünstlern und Pseudo- Interviews, in denen sich berühmte und kuriose Leute um Kopf und Kragen reden. Aber auch stark autobiographische Texte, die von einer desillusionierenden Ankunft im 'Wohlstandsnest ' Deutschland erzählen, von den improvisierten Lebensumständen der Einwandererkinder und von dem Konformitätsdruck, der auf allen Randständigen und Grenzgängern lastet, finden sich in dem Buch. Kopf und Kragen handelt aber eben nicht von 'Türken' und 'Deutschen' oder anderen stereotypen Identitäten, sondern von singulären Charakteren, die zwar irgendwie, irgendwo dazugehören wollen, aber bloß nicht zum Mainstream. Zaimoglu mischt in seinem Kompendium ironisch Szene, Subkultur und große Welt.

      Kopf und Kragen
    • In einem spannenden Jahr als Stipendiat der Villa Massimo erkundet Feridun Zaimoglu Rom und begegnet den Römern auf unkonventionelle Weise. Als deutschsprachiger Autor und Deutschtürke fällt er auf, doch das hält ihn nicht davon ab, sich ins Geschehen zu stürzen. Er lernt Italienisch nach seinen Bedürfnissen und meidet die typischen Touristenorte, stattdessen zieht es ihn zu Trödelmärkten und unter Fremde. Sein unerschrockener Begleiter wird Sergej, ein geheimnisvoller Ukrainer, während die ewige Stadt allmählich zu seinem Revier wird. Besonders der Petersplatz fasziniert ihn, da die Erkrankung und der Tod von Johannes Paul II. sowie die Wahl von Benedikt XVI. die Stadt in Atem halten. Auch der Campo dei Fiori wird zu einem bevorzugten Ort, wo das Leben um den Platz herum reichlich Anschauungsmaterial bietet. Zaimoglu schafft ethnographische Studien und literarische Phantasien, während er während der obligatorischen Urlaubsreise im Ferragosto handfesten Kontakt hat. Unbelastet von einer romantischen Italophilie entdeckt er das Bezaubernde der Stadt neu. Mit wacher Beobachtungsgabe und sprachlichem Feingefühl zeigt er uns sein Rom und lässt die Frage offen, ob es sich wirklich so zugetragen hat.

      Rom intensiv: mein Jahr in der Ewigen Stadt
    • Hinterland

      Roman

      • 442 Seiten
      • 16 Lesestunden
      3,5(14)Abgeben

      Die Erscheinungsformen der Liebe in unserer Zeit werden in Feridun Zaimoglus neuem Roman Hinterland eindrucksvoll erkundet. Der Autor, bekannt für sein „wuchtiges Plädoyer für jenes kopflose Wagnis zwischen Lächerlichkeit und Leidenschaft, genannt Liebe“, führt die Leser auf eine Reise durch die Metropolen Osteuropas bis zu einer Nordseeinsel. Die Handlung erstreckt sich von Prag über Berlin, Istanbul und Ankara bis zurück nach Föhr. Im Zentrum stehen Ferda und Aneschka, die sich in Prag begegnen, jedoch immer wieder getrennte Wege gehen. Ferda reist in die Türkei, wo er in familiäre Konflikte und Liebeswirren verwickelt wird, während Aneschka ihrer Brieffreundin Helen, der Tochter eines Fotografen, nach Berlin folgt. Dort treffen sie erneut aufeinander, doch ihre Gefühle sind chaotisch und unklar. Das Irrationale dominiert, während skurrile Figuren wie Zwerge und Hexenbesen auftauchen. Angeregt von der deutschen Romantik und orientalischen Bildwelten, entfaltet Zaimoglu einen fesselnden Episodenroman mit faszinierenden Charakteren, die sich in einem traumhaften Geflecht bewegen. Unterschiedliche Perspektiven werden integriert, Konflikte entstehen und verknüpfen sich, während die verschiedenen Facetten der Liebe in der heutigen Zeit beleuchtet werden.

      Hinterland
    • Lesen erweitert den Horizont, Reisen überschreitet ihn. Lesen und Reisen ergänzen sich, haben aber auch vieles gemeinsam. In diesem in jeder Hinsicht originellen Buch werden achtzig spannende, ergreifende Romane moderner Autorinnen und Autoren vorgestellt – nach dem Motto: Entdecke Orte, Länder, Kontinente durch Literatur! So erzählt Jógvan Isaksen von seltsamen Unfällen auf den Faröer Inseln. Amitav Ghosh begleitet eine Familie durch die Wirren der Geschichte des heutigen Myanmar. José Eduardo Agualusa durchquert das südliche Afrika auf den Spuren eines angolanischen Musikers, während Carlos Fuentes immer wieder die Grenze zwischen den USA und Mexiko überschreitet. In kompakter Form bietet dieser lebendig geschriebene und aufregend illustrierte literarische Reiseführer Zugang zu den Kulturen und Lesewelten verschiedenster Länder und Kontinente. Eindrucksvolle Fotos, Zitate und Informationen zu Land, Werk und Autor ergänzen die Texte. Länderspezifische Literaturtipps runden die Empfehlungen ab. Die Buchwissenschaftler der Universität München, Feridun Zaimoglu und der Thiele Verlag wünschen eine spannende Lesereise rund um die Welt!

      In 80 Büchern um die Welt
    • Leyla

      Roman

      • 524 Seiten
      • 19 Lesestunden
      3,6(147)Abgeben

      In einer anatolischen Kleinstadt der fünfziger Jahre wächst Leyla als jüngstes von fünf Geschwistern auf und sehnt sich danach, ihrer Welt zu entkommen. Feridun Zaimoglu blickt zurück auf das Land seiner Kindheit, geprägt vom Kalten Krieg, in dem strenger Glaube und patriarchale Strukturen den Alltag bestimmen. Leyla erzählt von ihrem Leben: den Schulvormittagen, den Nachmittagen mit ihren Schwestern, die an ihrer Mitgift sticken, und dem bescheidenen Dasein in einer von Armut geprägten Stadt. Ihr Vater, ein gescheiterter Bahnbeamter, kämpft mit windigen Geschäften, während die Brüder gegen ihn rebellieren und die Schwestern auf ihre arrangierten Ehen warten, in der Hoffnung auf die große Liebe. Leyla erkämpft sich kleine Freiheiten, die sie jedoch mit dem Erwachsenwerden wieder verliert. Zudem stößt sie auf ein dunkles Familiengeheimnis. Der Umzug nach Istanbul eröffnet ihr neue Perspektiven: Sie verliebt sich in einen Mann, doch ihre Zukunft in der Türkei ist ungewiss. Mit epischer Kraft und einer lebendigen, farbenfrohen Sprache schildert Zaimoglu das Erwachsenwerden eines Mädchens, den Zerfall einer Familie und die Erfahrungen von Migranten, die nach Deutschland aufbrechen.

      Leyla