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Gérard Genette

    7. Juni 1930 – 11. Mai 2018

    Genette trug maßgeblich zur Wiederbelebung eines reichen Vokabulars rhetorischer Begriffe wie Trope und Metonymie in der Literaturkritik bei. Seine grundlegende Arbeit zur Erzähltheorie, insbesondere "Narrative Discourse: An Essay in Method", hat die Art und Weise, wie wir Geschichten analysieren, maßgeblich geprägt. Durch seine mehrteilige Reihe "Figures" und seine Trilogie zur textuellen Transzendenz schuf er kritische Rahmenbedingungen, die bis heute nachhallen. Obwohl seine Arbeit oft in Sekundäranalysen diskutiert und nicht isoliert untersucht wird, sind Konzepte wie 'Paratext' und 'Hypotext', die aus seiner Forschung hervorgegangen sind, zu verbreiteten Werkzeugen der literarischen Interpretation geworden.

    Gérard Genette
    Einführung in den Architext
    Fiktion und Diktion
    Mimologiken
    Metalepse
    Paratexte
    Palimpseste : die Literatur auf zweiter Stufe
    • 2018

      Gérard Genettes Buch Métalepse aus dem Jahre 2004 erscheint hier erstmals in deutscher Übersetzung. Seitdem Genette in den 1970er Jahren den Begriff Metalepse als einen narratologischen Begriff eingeführt hat, hat der Begriff eine bemerkenswerte Verbreitung erfahren. Die narratologische Beschäftigung mit den verschiedenen Formen der Ebenenvermischung und hierarchischen Grenzverletzungen hat sich zu einem breit aufgefächerten Forschungsfeld ausgeweitet. Denn das Phänomen gibt es nicht nur in der erzählenden Literatur, sondern ebenso im Film, im Theater und in der Populärkultur, in der Werbung, im Videoclip, in der Kinder- und Jugendliteratur. Genette geht es in seiner Reise durch die vielfältige Welt metaleptischer Phänomene weniger darum, Ordnung zu schaffen als darum, die Möglichkeiten der Metalepse anhand von immer neuen Beispielen auszukundschaften und den Blick für sie zu schärfen. Und so geht es von der Odyssee bis zu Woody Allen, von Chateaubriand bis Cortázar, von Molière bis Jean Giono, von Nabokov bis Dallas. Je weiter wir dem Gedankengang dieses Buches folgen, umso deutlicher zeichnet sich ab, dass die Metalepse allgegenwärtig ist – dass sie nicht nur gleichursprünglich mit der Fiktion ist, sondern auch unablässig in unser Leben eindringt.

      Metalepse
    • 2006

      Da un continuo scambio tra le suggestioni di una teoria generale delle forme letterarie (o poetica) e i dati concreti di una tradizionale, e spesso penetrante, analisi critica nascono i saggi di Figure III. Di questa doppia anima l'autore è ben conscio; la raccolta si apre, infatti, col breve scritto su Critica e poetica, che è una riaffermazione della pari e complementare dignità di entrambe. Ad esso fa seguito una ridiscussione dei rapporti tra Poetica e storia, classico tema della possibilità di una storia letteraria, visto da una specola non italiana (ma con risultati che suonano conferma a quelli di scuola italiana). Di questa collaborazione tra poetica, nella specie narratologica, e critica, Genette dà subito prova affrontando la Recherche proustiana, prima sinteticamente, con un magistrale saggio sulla Metonimia in Proust; poi analiticamente, smontando i meccanismi narrativi dell'opera. La lezione di metodo che ne risulta ha così un merito in più: quello di dimostrarsi, fin dalla sua formulazione, utile alla comprensione di un testo straordinariamente complesso, dal quale è lecito estrarre conclusioni generali sui rapporti tra storia, narrazione e racconto.

      Figure III. Discorso del racconto
    • 2005

      Includes eighteen pieces which are concerned either with universal aesthetic problems or with specific moments in the work of a well-known writer or artist. This title contains material related to the appreciation of beauty by one of the subtlest and original minds working in aesthetics.

      Essays in Aesthetics
    • 2005

      Metalepsa: Od figúry k fikcii

      • 120 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Autor známy svojimi štrukturalistickými teóriami o kritikovi a umelcovi sa v tejto knihe venuje problematike metalepsy v priestore fikcie a na príkladoch literárnych diel, píše o rozširovaní možností rozprávania, ako aj interpretácie sveta.

      Metalepsa: Od figúry k fikcii
    • 1996

      Mimologiken

      Reise nach Kratylien

      Mimologiken zeichnet ausgehend vom Platonischen Dialog Kratylos die Theoriegeschichte einer „natürlichen Beziehung“ zwischen Sprache und Natur nach, die bis in die Gegenwart reicht.

      Mimologiken
    • 1993

      Gérard Genette ist einer der wichtigsten französischen Literaturtheoretiker, seine Bücher gehören zum Kanon der Literaturtheorie. So auch Palimpseste, das sich dem komplexen Spiel der Resonanz der Texte untereinander widmet.

      Palimpseste : die Literatur auf zweiter Stufe