Georg Büchner Bücher
Georg Büchner war ein deutscher Dramatiker und Prosaautor, dessen Talent in Deutschland allgemein hoch geschätzt wird. Es wird angenommen, dass er, wäre er nicht früh gestorben, die Bedeutung zentraler deutscher Literaten wie Goethe und Schiller hätte erreichen können. Sein Werk gilt als Schlüsselwerk der deutschen Literatur, auch wenn sein Einfluss möglicherweise noch größer gewesen wäre. Büchners Beitrag liegt in seinen scharfsinnigen Einblicken in die menschliche Existenz und seinem innovativen Schreibansatz.







Werke der Freiheit
Woyzeck Lenz Dantons Tod Leonce und Lena
Alle großen Schriftsteller fragen danach, was es überhaupt heißt ein Mensch zu sein, welche Bedingungen es sind, die das Leben eines Menschen ausrichten? Sind es Dinge wie Herkunft oder Erziehung? Ist es mein Gehirn oder das Schicksal selbst? Betrachtet man Georg Büchners literarisches Werk unvoreingenommen, tritt das Politische, das Revolutionäre, kurz: all das, was Büchner zum Klassiker des Deutschunterrichtes prädestiniert, immer mehr in den Hintergrund. Was dieser junge Dichter über die Welt meinte herausgefunden zu haben, war universeller und unendlich melancholischer.
Königs Erläuterungen und Materialien Band 235
Georg Büchner ist der beunruhigendste und damit aktuellste deutsche Klassiker des 19. Jahrhunderts geblieben: Weit reichen seine sozialen und ästhetischen Fragestellungen bis in unsere Zeit hinein. Aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln ist dieses so vielschichtige wie eindringliche Werk betrachtet und bewertet worden: Man hat seinen Autor als Sozialrevolutionär gesehen und als Jakobiner, als Kontrastfigur zwischen Nüchternheit und Pathos. Man hat seinen Nihilismus und Pessimismus ebenso herausgestellt wie die religiöse und metaphysische Dimension seiner Dichtungen, Schriften und Briefe. Für diese Ausgabe wurden sämtliche Texte nach den Handschriften und Erstdrucken neu ediert. Für Texterstellung und Kommentierung wurde die Forschung der letzten Jahrzehnte ausgewertet. Damit ist eine Ausgabe entstanden, die es in dieser Genauigkeit und Vollständigkeit bisher nicht gegeben hat.
„Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“ Georg Büchner hat nur ein schmales, gleichwohl breit gefächertes poetisches Werk hinterlassen: das Revolutionsdrama „Dantons Tod“ die Erzählung „Lenz“, die Gesellschaftssatire „Leonce und Lena“ und die soziale Tragödie „Woyzeck“. Jeder dieser Texte hat auch heute nichts von der Unmittelbarkeit seiner Wirkung verloren. Die vorliegende Ausgabe vereint dieses poetische Werk mit den Briefen des Autors, mit der politischen Kampfschrift „Der Hessische Landbote“ und weiteren Schriften. Alle Texte sind für diese Ausgabe neu ediert und erläutert. Sämtliche Werke Büchners in einem Band.
Werke und Briefe
- 533 Seiten
- 19 Lesestunden
Sämtliche Werke und Briefe von Georg Büchner: Der hessische Landbote [1834] Dantons Tod [1835] Lenz [1835] Leonce und Lena [1836] Woyzeck [1836/7] Kleine Schriften Briefe [1831–37]
'Was ist das, was in uns lügt, stiehlt und mordet?' Danton ist frustriert, er hat die Schnauze voll: Die Revolution, für die er gekämpft hat, frisst ihre eigenen Kinder. Das, an was er geglaubt hat, hat die Welt nicht verbessert, im Gegenteil. Jetzt glaubt er an gar nichts mehr: 'Da ist keine Hoffnung im Tod; er ist nur eine einfachere, das Leben eine verwickeltere, organisierte Fäulniß'. – Was nützt es da noch zu handeln? Wofür soll man sich überhaupt einsetzen? Mit den Beiträgen zu beiden Werken aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.
Es ist kein Wunder, dass Georg Büchner erst im 20. Jahrhundert entdeckt und zum Kultautor wurde - Wie kein anderer Autor seiner Zeit hat er die Abgründe der Moderne vorweggenommen. Wahnsinn und Verzweiflung als zentrale Themen, das Fragmentarische als Formprinzip - Büchners Texte gehören zu den radikalsten und erschütterndsten, die die Weltliteratur zu bieten hat. Noch heute schlagen sie jedem verordneten Frohsinn ins Gesicht - Aus Menschen wie Lenz und Woyzeck werden niemals Schmiede des eigenen Glücks, und Scheitern ist bei ihnen alles andere als eine Chance.
Die erst nach Georg Büchners Tod erschienene fragmentarische Erzählung Lenz (1839) gehört zu den Meisterwerken der deutschsprachigen Prosa. Büchner schildert in seiner einzigen Erzählung die fortschreitende psychische Erkrankung des Sturm-und-Drang-Autors Jakob Michael Reinhold Lenz (1751–1792) während des kurzen Aufenthalts beim Pfarrer Johann Friedrich Oberlin im Januar/Februar 1778. Die innovativen Erzähltechniken ermöglichen dem Leser ein Miterleben von Lenz' Erkrankung – die Grenzen zwischen Innen- und Außenwelt, von Vernunft und Wahnsinn scheinen zu zerfließen.



