Als Seiltänzer noch im Dunkeln hat Hugo Ball sich selbst und Emmy Hennings viele Jahre nach der Zeit ihres Kennenlernens bezeichnet. Eine Zeit, die genau einzugrenzen schwerfällt, da Ball nichts darüber hinterlassen hat. Hennings jedoch erzählte nach Balls frühem Tod immer wieder von dieser prägenden und ihr Leben verändernden Begegnung, von seinem »Ruf« und ihrem »Echo«. Mit dem Beginn des Jahres 1915 ist die Beziehung des »wunderlichen Paares« – als das der spätere Freund Hermann Hesse sie bezeichnet – nachweisbar. Ihr gemeinsamer Weg führt sie von Berlin nach Zürich über Bern bis ins Tessin, zurück nach München und Flensburg, nach Italien und immer wieder ins Tessin, wo Ball 1927 stirbt. Zwölf Jahre rastloses Leben und Arbeiten. Gemeinsam – aber auch immer wieder getrennt, denn ihre Liebe verträgt Abstand oft besser als Zusammenleben, wenn die Sehnsucht sie zur Feder greifen lässt, zur Schreibmaschine, um ihr unterbrochenes Gespräch in Briefen und Gedichten fortzusetzen. Das Vorwort von Bärbel Reetz, das in Kürze alle wichtigen Lebens- und literarischen Schaffensstationen dieses außergewöhnlichen Künstlerehepaares umreißt, schafft die Grundlage für den fein gesponnenen lyrischen Bogen aus dem sehr persönlichen lyrischen Werk dieser beiden Liebenden vom Anfang bis zum Ende.
Hugo Ball Bücher







Almanach der Vergessenen
- 172 Seiten
- 7 Lesestunden
German
Der Künstler und die Zeitkrankheit
- 468 Seiten
- 17 Lesestunden
Hrsg. u. Nachwort v. Schlichting, Hans Burkhard 468 S.
Die Flucht aus der Zeit
- 365 Seiten
- 13 Lesestunden
Das große Erinnerungsbuch des DADA-Erfinders Hugo Ball wird in einer ausführlich kommentierten Neu-Edition präsentiert. Ball vereinte in sich außergewöhnliche weltanschauliche und künstlerische Positionen. Zunächst als Nietzsche-Adept gestartet, wechselte er vor dem akademischen Abschluss zum Theater. Seine Phase als expressionistischer Bohème-Literat endete abrupt mit dem Ersten Weltkrieg, als er sich freiwillig meldete und, nach seiner Musterung, eigenständig an die Front fuhr. Dort wurde er schnell zum Kriegsgegner, was seine Emigration nach Zürich zur Folge hatte. In Zürich schloss er sich einem Kreis internationaler Anarchisten an, gründete ein eigenes Cabaret und erfand den Dadaismus. Während dieser neue Ismus an Bedeutung gewann, war Ball bereits in einer anderen Rolle tätig: als Redakteur einer republikanischen Zeitung, die demokratische Verhältnisse in Deutschland forderte. Enttäuscht von den Revolutionen wandte er sich der Religion zu, zuerst als gnostisch orientierter Mystiker, dann als gläubiger Katholik. Diese Entwicklungen führten zu seinem autobiografischen Werk, das 1927, kurz vor seinem frühen Tod, erschien. In diesem Werk reflektiert Ball seine Entwicklung in Notaten und Fragmenten, die das Denken in seiner Dynamik zeigen. Der fragmentarische Charakter macht das Buch einzigartig und zu einem bedeutenden aphoristischen Gedankenbuch der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts.
In einer imaginären Stadt wird die Ankunft eines neuen Gottes erwartet, während ein mysteriöser Scharlatan auf dem Marktplatz eine Himmelfahrt verspricht. Trotz seiner ausgeklügelten Theorie stößt er auf Skepsis und Widerstand der Bürger. Die Spannung steigt, als die buntscheckigen Bulletins des abwesenden Gottes Donnerkopf über die Geschehnisse informieren. Der Roman thematisiert die Interaktion zwischen Glauben und Skepsis sowie die Auswirkungen von Illusionen auf die Gesellschaft.
Umgearbeitete Fassung (1924) von Zur Kritik der deutschen Intelligenz (1919).
Der Protagonist Flametti bereitet sich auf den Tag vor, indem er seine Kleidung sorgfältig anlegt und sich mit einer Zigarette auf den Weg aus dem Schlafzimmer in die warme Stube macht. Diese Szene vermittelt ein Gefühl von Routine und persönlicher Aufmerksamkeit, während sie gleichzeitig die Atmosphäre und den Charakter des Hauptdarstellers skizziert. Flamettis Handlungen und Einstellungen geben Einblick in seine Persönlichkeit und den Lebensstil, den er führt.
Hugo Ball: Hermann Hesse. Sein Leben und sein Werk Erstdruck: Berlin, S. Fischer, 1927 Vollstandige Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2016. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Ernst Wurtenberger, Hermann Hesse, 1905. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt."
Die Biografie beleuchtet das Leben und die Werke von Hermann Hesse, einem der bedeutendsten deutschen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Hugo Ball analysiert Hesses literarische Entwicklung und seine philosophischen Ansichten, die stark von seinen persönlichen Erfahrungen und der Suche nach Identität geprägt sind. Das Buch bietet tiefgehende Einblicke in Hesses Beziehungen, seinen Einfluss auf die Literatur und die kulturellen Strömungen seiner Zeit, sowie die Themen, die in seinen bekanntesten Werken wie "Siddhartha" und "Der Steppenwolf" behandelt werden.
Der Verlag Megali hat sich auf die Reproduktion historischer Werke in Großdruck spezialisiert, um Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit das Lesen zu erleichtern. Diese Ausgabe bietet eine hochwertige Nachbildung eines Originals und berücksichtigt die Bedürfnisse von Lesern, die auf größere Schrift angewiesen sind.

