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Osamu Dazai

    19. Juni 1909 – 13. Juni 1948

    Osamu Dazai war ein japanischer Autor, der als einer der bedeutendsten Romanautoren des Japans des 20. Jahrhunderts gilt. Seine Werke, oft in einem halbiografischen Stil mit Einblicken in sein persönliches Leben geschrieben, faszinieren die Leser. Seine Geschichten machen auch auf wichtige Themen wie die menschliche Natur, psychische Erkrankungen, soziale Beziehungen und das Nachkriegsjapan aufmerksam. Seine Werke gelten in Japan als moderne Klassiker.

    Osamu Dazai
    Einspruch der Dekadenz. 12 Kurzgeschichten
    Die sinkende Sonne
    Die Teufel des Tsurugi-Bergs
    Gezeichnet
    Alte Freunde
    Das Gemeine und andere Erzählungen
    • 1946. Plötzlich steht ein grobschlächtiger Kerl in Feldarbeitskluft vor der Tür und behauptet, ein alter Schulfreund zu sein. Der Hausherr, ein namhafter Schriftsteller, in Tokyo mit der Familie ausgebombt und jetzt wieder auf dem Land lebend, kann sich nicht erinnern, lässt den Mann aber ein. Der »alte Freund« kommt vom Erzählen ins Schwadronieren, vom Schwadronieren ins Belehren, dezimiert dabei ganz ungeniert den in der Nachkriegszeit raren Whiskey des Hausherrn, ruft gar nach der Frau des Hauses, um sich einschenken zu lassen. Dann geht es ans Beleidigen. Der Hausherr windet sich, sagt aber nichts. Beim endlichen Abschied gibt der ungebetene Gast, beladen mit Zigaretten und dem Rest des Whiskeys, dem Hausherrn den Gnadenstoß. Er zischt ihm etwas zu. Eine Wahrheit. Eine Lüge. Dazais berühmte Erzählung über die Feigheit des Intellektuellen, über Scham und Selbstverachtung. Erstmals aus dem Japanischen ins Deutsche übertragen.

      Alte Freunde
      4,4
    • Gezeichnet

      No Longer Human deutsche Ausgabe

      • 108 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Ein Schriftsteller entschließt sich, drei Notizhefte, die ihm zugespielt worden sind, zu veröffentlichen. Es sind die hinterlassenen Aufzeichnungen eines genialen jungen Mannes, eines Comiczeichners, der schonungslos von seinem verpfuschten Leben berichtet: Frauen, Trunksucht, Drogen, Irrsinn – tatsächlich in vielem das Leben des Autors Osamu Dazai. Die packenden Skizzen einer conditio inhumana haben seit Erscheinen des Buches 1948 Generationen japanischer Leser fasziniert. Dazai selbst ist ein Idol.

      Gezeichnet
      4,3
    • Die Teufel des Tsurugi-Bergs

      • 174 Seiten
      • 7 Lesestunden

      März 1945, kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs: Tokio ist seit mehreren Monaten Ziel schwerster Luftangriffe. Der bedeutende japanische Schriftsteller Dazai flieht mit seiner Frau und der vierjährigen Tochter aus der Stadt und verfasst unter diesem Eindruck sein erfolgreichstes Werk. Rahmenhandlung ist eine Bombennacht, in der ein Vater seine Tochter mit Märchenerzählungen zu trösten versucht. Dazai wandelt dabei vier in Japan sehr bekannte Märchen in humorvoller Weise ab und gibt ihnen – vor dem Hintergrund des brutalen Kriegsgeschehens – eine sarkastisch-tragische Dimension.

      Die Teufel des Tsurugi-Bergs
      3,4
    • Der Band enthält Kurzgeschichten aus Dazai Osamus Sammlung "Bannen", die zwischen 1930 und 1936 entstanden. Die Erzählungen thematisieren Dekadenz, Melancholie und Sarkasmus. Dazai, geprägt von europäischem Dandytum, schafft raffinierte Geschichten, die den Leser in eine zeitlose Welt entführen.

      Einspruch der Dekadenz. 12 Kurzgeschichten
    • Nicht länger ein Mensch

      • 144 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Neuübersetzung von Sabrina Wägerle Im Familienkreis mimt Ōba Yōzō den Clown, doch es sind die Possen eines Verzweifelten, der seine schweren inneren Kämpfe hinter Sarkasmus verbirgt. Alle wahren Nöte und Gedanken kann er nur seinen Notizheften anvertrauen. In radikaler Offenheit erzählt dieser Roman-Klassiker von einer so gescheiten wie tief beschädigten jungen Seele auf der glücklosen Suche nach Orientierung und Halt. In Japan ist das Buch millionenfach verbreitet, dort entdeckt jede Lesergeneration aufs Neue die Aktualität dieser zeitlosen Geschichte. Der Kultklassiker ist ein Millionenseller und eines der meistverkauften Bücher in Japan Dazais Meisterwerk ist ein Muss für Japan-Fans und für alle, die Kafka, Murakami oder Dostojewski lesen »Dazais letzter großer Roman ›Gezeichnet‹ machte ihn endgültig zur Kultfigur der existentialistischen Jugend.« Deutschlandfunk »Dazais Verzweiflung hat etwas seltsam Anschmiegsames an sich. Die Offenheit seiner Figuren gegenüber ihrer Grausamkeit und ihrem Egoismus ... macht sie paradoxerweise verletzlich.« The New York Times

      Nicht länger ein Mensch
    • Bringing together novelist Osamu Dazai's best autobiographical shorts in a single, slim volume, Self-Portraits shows the legendary writer at his best--and worst

      Self-Portraits
      4,2
    • No Longer Human 3

      • 200 Seiten
      • 7 Lesestunden

      This final volume of the critically acclaimed series, reveals Yozo Ohba's quick and tragic demise. After what appears to be a brief period of marital bliss from the budding cartoonist, a shocking revelation reopens deep emotional wounds leading him towards reclusion and eventual self destruction. A modern classic which explores the mind of an alienated man who feels he is a spectator in his own life. Based on the novel by Osamu Dazai, Usamaru Furuya has breathed new life into the classic with his beautiful graphic art.

      No Longer Human 3
      4,1