"Wert haben oder keinen Wert haben. Schöpferisch sein oder nicht. Im ersten Fall ist alles gerechtfertigt. Alles, ohne Ausnahme. Im zweiten Fall herrscht vollkommene Absurdität. Bleibt die Wahl des ästhetischen Selbstmords: Heirat + 40 Stunden oder Revolver." Werkstattaufzeichnungen, Gedankenskizzen, Entwürfe und Notizen - ein eindrucksvolles Tagebuch und ein authentisches Stück Biographie.
Albert Camus Bücher
Albert Camus, ein französischer Schriftsteller algerischer Herkunft, ist bekannt für seine Auseinandersetzung mit dem Absurden und dem menschlichen Aufstand dagegen. Seine Werke befassen sich häufig mit Themen der Entfremdung, der Sinnsuche und der moralischen Ordnung in einer gottlosen Welt. Camus' Prosa zeichnet sich durch Reinheit, Intensität und Rationalität aus und spiegelt seine unermüdliche ethische Untersuchung wider. Sein literarisches Erbe liegt in seinen dringlichen Lehren über die Annahme der Absurdität mit Hoffnung und die Ablehnung der Verzweiflung.







Machtbesessene Despoten, verblendete Attentäter, oder aufständische Freiheitskämpfer: die Dramen Albert Camus’ machten ihn zu einem Klassiker der Moderne und bestechen bis heute durch ihre Aktualität. Diese erstmals vollzählige und erweiterte Ausgabe seiner Dramen versammelt sieben insgesamt neu übersetzte Stücke in einem Band, darunter das erst 2006 entdeckte «Impromptu der Philosophen», eine eindringlich-ironische Auseinandersetzung des Künstlers mit Jean-Paul Sartre. Caligula Das Missverständnis Der Belagerungszustand Die Gerechten Die Besessenen Das Impromptu der Philosophen Die Liebe zum Kreuz
Tagebuch 3. März 1951 - Dezember 1959
- 379 Seiten
- 14 Lesestunden
Treue führt in den Abgrund, Untreue ins Nichts. Erst drei Jahrzehnte nach seinem Unfalltod erschienen die Tagebuchaufzeichnungen Albert Camus ́ aus seinen letzten neun Jahren. Sie geben nicht nur Auskunft über sein Werk und seine Biographie, seine Lektüre und seinen historischen Bruch mit Sartre. Die Einsamkeit, in der das Todesmotiv immer mitschwingt nimmt das Ausmaß einer psychischen Gefährdung an, und ein geheimes Leitmotiv bricht sich in Notizen Bahn - die Unfähigkeit, zu lieben.
Der Fall / Die Ehebrecherin/ Die Abtrüninge oder Ein verwirrter Geist/ Die Stummen/ Der Gast/ Jonas oder Der Künstler bei der Arbeit/ Der treibende Stein
Beinhaltet das Vorwort zu "Licht und Schatten" und die daraus entnommene Erzählung "Tod im Herzen" sowie Auszüge aus dem Tagebuch, aus dem Roman "Der erste Mensch" und aus dem Roman "Der glückliche Tod".
Albert Camus (1913-1960) war ein algerischer Franzose, Widerstandskämpfer und Existenzialist, der mit moralischer Urteilskraft auf die Herausforderungen seiner Zeit reagierte. Er erhielt 1957 den Nobelpreis und gilt als bedeutender Moralist der französischen Literatur. Dieser Band bietet eine Auswahl ungekürzter Texte aus seinem umfangreichen Werk sowie eine Monographie über sein Leben.
Schreib ohne Furcht und viel
Eine Liebesgeschichte in Briefen 1944-1959
Im Frühjahr 1944 lernen sie sich im besetzten Paris kennen: der Schriftsteller Albert Camus und die Schauspielerin Maria Casarès. Wenig später beginnt eine leidenschaftliche Liebesgeschichte, die anderthalb Jahrzehnte währt – bis zu Camus' tragischem Unfalltod am 4. Januar 1960. Welche Intensität diese Liebe hatte, welche Höhen und Tiefen sie durchlebte, das dokumentiert ausführlich und eindrucksvoll der Briefwechsel der beiden. „Schreib ohne Furcht und viel“, dieser Zuruf von Casarès wirkt wie ein Motto für ihre Korrespondenz. In einer höchst poetischen Sprache versichern sie einander ihre Liebe, tauschen sich aus über Alltägliches wie über die großen Ereignisse in Politik und Literatur. In Frankreich erschien dieser Briefwechsel im Jahr 2017 und wurde zur literarischen Sensation. In Deutschland erscheint er jetzt zum ersten Mal. Das Buch spiegelt Camus' unverstellte Stimme wie kaum eine andere Publikation des Autors. Unsere Ausgabe enthält ein Vorwort des Schriftstellers Uwe Timm, der in den 1970er Jahren seine Doktorarbeit über Albert Camus schrieb.
«Der Mythos von Sisyphos» kreist um die zentrale Frage, die Grundfrage auch aller Philosophie, «ob das Leben die Mühe, gelebt zu werden, lohnt oder nicht». Sisyphos steht für den Menschen, der sich seiner wahren Stellung in der Welt und das heißt: seiner absurden Situation bewußt ist. Das «Absurde» bezeichnet die Diskrepanz zwischen dem Menschen und seiner Sehnsucht nach Sinn und Verstehen und dem Schweigen der Welt, ihrer Undurchdringlichkeit und Gleichgültigkeit. Mit dieser Erfahrung stellt Camus die Forderung an den Menschen, dieses Leben und diese Situation ohne Illusionen auszuhalten, aller Transzendenz und allen Trostes zu entraten und eine sich ganz im Diesseits ihren «Sinn» gebende Existenz auf sich zu nehmen, deren «Reich ganz von dieser Welt ist». Allein diese geistige Haltung so Camus verleiht dem Menschen in seiner absurden Situation Würde und Wert: «Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.» «Der Mythos von Sisyphos» entstand einige Monate nach dem «Fremden». Camus kommentiert hier philosophisch, was er dort künstlerisch zu fassen versuchte, und vollzieht in diesem frühen Essay den ersten Schritt von der Erfahrung der Absurdität zur mitmenschlichen Revolte, die in seinen folgenden Werken im Mittelpunkt seines Denkens und Gestaltens steht.



