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Dacia Maraini

    13. November 1936

    Dacia Maraini ist eine italienische Autorin, deren Werk sich auf Frauenthemen konzentriert und zahlreiche Theaterstücke sowie Romane umfasst. Ihr Schreiben dringt tief in weibliche Erfahrungen und Perspektiven ein und untersucht oft komplexe zwischenmenschliche Dynamiken und gesellschaftliche Rollen von Frauen. Durch ihre unverwechselbare literarische Stimme bereichert Maraini die italienische Literatur um Erzählungen, die oft ungehörte Stimmen und Anliegen hervorheben.

    Dacia Maraini
    Zug nach Helsinki
    Das Mädchen und der Träumer
    Bagheria
    Der blinde Passagier an Bord
    Geraubte Liebe
    Ehetagebuch
    • Geraubte Liebe

      Geschichten

      'Frauen und Männer werden gleich geboren, erst unsere Kultur macht sie ungleich.' Dacia Maraini Die Hoffnung der Frauen auf Liebe ist, so scheint es, durch nichts zu erschüttern. Doch wird sie oft herbe enttäuscht. In Die heimliche Braut, Die Nacht der Eifersucht und sechs weiteren Geschichten erzählt Dacia Maraini von Frauen, die von der Liebe träumen und sich spät – zu spät – gegen Übergriffe wehren. Ihr Umfeld bietet ihnen wenig Hilfe. Die Strukturen begünstigen die alten Muster, und Krisen verschärfen das Problem. Wie jetzt in Europa: Allein 2013 sind in Italien 124 Frauen von ihren Partnern, Ex-Partnern oder Liebhabern ermordet worden. Die Autorin möchte ihre Leserinnen und Leser aufrütteln. Schonungslos und radikal, dabei sachlich und stilistisch brillant, vermittelt sie bewegende Einblicke in eine häusliche Kultur, die zum Himmel schreit. Ein Buch, das lange nachwirkt – und die Sehnsucht weckt, vieles anders zu machen.

      Geraubte Liebe
      4,4
    • Dacia Maraini kehrt an den Ort ihrer Kindheit in Sizilien zurück und nimmt Abschied von einer Zeit, die für immer vorbei ist: Bagheria. Die prachtvolle sizilianische Villa, wo sie das Porträt ihrer Ahnin, der taubstummen Herzogin Marianna Ucría fand, ist ruiniert, das Porträt gestohlen. – »Erst das verlorene Paradies läßt sich beschreiben. Die Schönheit Bagherias ist heute nur noch in den Worten präsent. Indem Dacia Maraini das für immer verlorene Erbe betrauert, tritt sie es an. Indem sie seinen Verlust beklagt, hebt sie ihn auf – in der Schrift.« (Sigrid Löffler)

      Bagheria
      4,2
    • Ein überwältigender Roman über Verlust und Menschlichkeit, berührend und fesselnd. Träume sind Bruchstücke einer Wirklichkeit. Das weiß der Lehrer Nani Sapienza, als er von einem Mädchen träumt, das seiner verstorbenen Tochter ähnlich sieht. Nachdem er am Morgen danach von der vermissten Lucia im Radio hört, ist er überzeugt, dass sie ihm im Traum erschienen ist. Lucia ist spurlos verschwunden, und nach Wochen der vergeblichen Suche geben Polizei und Eltern auf. Nur Nani hört nicht mit seinen Schlussfolgerungen und besessenen Nachforschungen auf und zieht den Argwohn der Kleinstadt auf sich – aber seine Schüler der vierten Grundschulklasse, die nie genug von den wundersamen Erzählungen ihres Lehrers bekommen, bringt er zum Nachdenken. Die Suche nach Lucia wird bald zu einer Suche nach sich selbst.

      Das Mädchen und der Träumer
      4,0
    • Ein Zug fährt langsam durch die Nacht, stockend, mit endlosen Halts an all den schier unüberwindlichen Grenzen des Kalten Krieges. Unter den vielen Menschen darin befindet sich auch Amara, eine junge italienische Journalistin. Ihr Ziel ist Auschwitz, von dort kamen im Krieg die letzten Nachrichten ihres liebsten Freundes. Seitdem ist Emanuele verschollen, doch Amara will de Hoffnung nicht aufgeben und glaubt, in den Archiven des ehemaligen Vernichtungslagers eine Spur zu finden.

      Der Zug in die jüngste Nacht
      4,0
    • Kinder der Dunkelheit. Roman

      • 251 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Die sympathische römische Kommissarin steht vor herausfordernden Verbrechen, die aus der dunkelsten Seite des Menschen stammen. Die Fälle sind berührende Kindergeschichten, die mehr als nur starke Nerven erfordern.

      Kinder der Dunkelheit. Roman
      3,0
    • Als Dacia Maraini vor einigen Jahren die japanischen Tagebücher ihrer Mutter entdeckte und anfing, in dem abgegriffenen Heft zu blättern, war es, als sei die Zeit plötzlich zurückgedreht worden: Es sind die Jahre zwischen 1938 und 1941, die dort aufgezeichnet sind, und in ihnen kann man die großen Themen wiederfinden, die später Dacia Marainis Schaffen inspirierten: das Reisen in ferne Länder, die Liebe zur Literatur, der unauslöschliche Freiheitsdrang. Bild- und anekdotenreich erzählt die große italienische Autorin anhand dieser Eintragungen von ihrer unkonventionellen Familie: die heißgeliebte Mutter, Topazia Prinzessin Alliata, der abenteuerliche Vater und bekannte Ethnologe Fosco Maraini, die langen Winter in Sapporo, im hohen Norden Japans. Zahlreiche Fotos aus dem Familienalbum von Topazia Alliata ergänzen dieses berührende Zeitdokument.

      Ein Schiff nach Kobe
      2,7
    • Erinnerungen einer Diebin

      • 382 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Nach einer gescheiterten Ehe schlägt sich Teresa als Diebin und Tagelöhnerin in Rom durch. Ihr Leben wird bestimmt von Gewalt, Armut und kriminellen Delikten, die sie immer wieder ins Gefängnis bringen. Dort lernt sie Dacia Maraini kennen, die Teresas Leben aufschreibt. Entstanden ist das lebendige Porträt einer mutigen, trotz allem selbstbewußten und unerschütterlichen Frau.

      Erinnerungen einer Diebin
      3,6