Wir schreiben das Jahr 1908 – die Sonne brennt gnadenlos auf das Dorf ohne Namen, tief im Süden des Iran. Es ist verboten, aber Eskandar wagt es und klettert über den Berg und entdeckt die Fremden. Die Männer mit dem gelben Haar buddeln Löcher in die Erde seiner Heimat und suchen nach Petroleum. Und sie haben alles, was den Menschen im Dorf fehlt: Wasser und Nahrung. So beginnt das abenteuerliche Leben von Eskandar, der den Fundort der ersten Ölquelle voraussagt und über ein Jahrhundert lang Zeuge wird von Ereignissen, die über die Geschichte des Iran entscheiden.
Síba Shakib Bücher
Siba Shakib konzentriert sich auf das vom Krieg zerrissene Afghanistan, wo sie vor und während der Schreckensherrschaft der Taliban tätig war. Ihre preisgekrönten Dokumentarfilme dienen oft als bewegende Zeugnisse der Schrecken des Lebens in Afghanistan und beleuchten insbesondere die Notlage afghanischer Frauen. Shakib, die im Iran aufwuchs und in Deutschland studierte, bringt ein tiefes Verständnis und Feingefühl für Themen wie Unterdrückung und Widerstandsfähigkeit in ihre Arbeit ein.







Nach Afghanistan kommt Gott nur noch zum Weinen
- 320 Seiten
- 12 Lesestunden
Auf einer ihrer Reisen nach Afghanistan trifft die Dokumentarfilmerin Siba Shakib im Flüchtlingslager Shirin-Gol auf eine beeindruckende Frau, die ihr von ihrem Leben erzählt – einem Leben, das das Schicksal vieler afghanischer Frauen widerspiegelt. Shirin-Gol wird in einem abgelegenen Bergdorf geboren, wo ihre Welt von jahrhundertealten Traditionen geprägt ist. Doch als die Russen in Afghanistan einmarschieren, zieht sich ihr Vater mit den Brüdern in die Berge zurück, um Widerstand zu leisten. Ihre Schwestern hingegen legen den Schleier ab und verführen russische Soldaten, nur um sie zu töten. Diese Erlebnisse verstören Shirin-Gol und führen zu einem tiefen Unverständnis für die veränderte Welt um sie herum. Die Frauen fliehen nach Kabul, wo Shirin-Gol eine Freiheit entdeckt, die sie nie vergessen wird und die ihr die innere Stärke für die Herausforderungen des Lebens gibt. Sie wird einem Mann als Frau gegeben, um Spielschulden zu begleichen, und muss sich Verfolgung, Vergewaltigung und dem Taliban-Regime stellen. Immer wieder sucht sie für ihre Familie einen Ort, der ein wenig Geborgenheit, Wärme und einen Hauch von Glück verspricht.
In der wilden Bergwelt des Hindukusch wird einem Kommandanten eine Tochter geboren. Um sein Gesicht nicht zu verlieren, beschließt er, das Kind als Junge zu erziehen – und so wird aus Samira mit der Zeit Samir. Die Lüge verschafft dem Mädchen Freiheiten, die sonst nur einem Mann zustehen. Doch als junge Frau ist Samira schließlich gezwungen, ihr Geheimnis preiszugeben, denn sie empfindet eine tiefe Zuneigung zu ihrem Jugendfreund Bashir …
Ein eindringlicher Roman über die heilende Kraft des Geschichtenerzählens Anoush steht in der Lebensmitte an einem Wendepunkt: Ihre Freundin Anouk, wie sie selbst Tochter eines Iraners und einer Deutschen, mit der sie in Teheran aufwuchs wie mit einer Schwester, hat sich das Leben genommen. Für Anoush bleibt die Zeit stehen. Es ist nicht das erste Mal, dass sie Anouk verliert, doch diesmal ist der Verlust endgültig. Anoush, die viele Jahre zuvor jede Verbindung zu ihren Eltern im Iran gekappt hat, zieht sich in ihr kleines Haus in den italienischen Marken zurück, um all die traumatischen Erinnungen zu verarbeiten und einen vor Langem begonnenen Roman fertigzuschreiben. Die Natur um sie herum tut ihr gut, aber es fällt ihr schwer, sich zu sammeln. Da taucht plötzlich eine geheimnisvolle Frau bei ihr auf, die sagt, sie habe ihr Gedächtnis verloren. Auf Anoush macht sie einen unerklärlich vertrauten Eindruck, weshalb sie sie fortan Anouk nennt. Während die neue Anouk Anoush in ihre Geschichte führt, hilft der entstehende Roman beiden, wieder zu sich selbst zu finden. Und schließlich gelingt es Anoush sich mit ihrer Mutter und der Vergangenheit zu versöhnen.
Mille volte Gioia
Romanzo

