Rembrandt
- 96 Seiten
- 4 Lesestunden
Ein Spiegel der künstlerischen und intellektuellen Entwicklungen des 17. Jahrhunderts.







Ein Spiegel der künstlerischen und intellektuellen Entwicklungen des 17. Jahrhunderts.
Das Werk von Joseph Mallord William Turner (1775-1851) ist eine optische Explosion und visuelle Offenbarung. Seine Landschaften und Seestücke versengen das Auge geradezu mit ihrem gleißenden Licht und brillianten Farben, so als würde die Sonne selbst aus dem Rahmen scheinen. Der passenderweise „Maler des Lichts“ genannte Turner verwendete Drucktechniken, Aquarell- und Ölfarben, um anstelle von kontemplativen Landschaftsmalereien seine mit Leben pulsierenden Szenarien zu erschaffen. Sein Leben und Werk war eng mit der Themse und dem Meer verbunden, doch er stellte auch Boten der Industriellen Revolution wie Dampfschiffe oder Züge dar und setzte in seinen Bildern die Auswüchse der Zivilisation den Kräften der Natur entgegen. Dieses Buch präsentiert die ganze Bandbreite von Turners Oeuvre und stellt einen Künstler vor, der Tradition mit radikaler Modernität verband.
Diese Edition umfasst 20 Bände und basiert auf Vorlesungen von Professor Michael Bockemühl. Band 11 widmet sich Salvador Dalí und der Surrealismus, beleuchtet die Unsicherheit der Wahrnehmung und die Instabilität von Realität und Vorstellung. Bockemühl zeigt, wie Dalís Werke die Grenzen des Verstehens herausfordern.
Farbtöne, Klangfarben, Harmonien ? wie kein anderer Künstler der klassischen Moderne bewegte sich Paul Klee als Maler, Musiker und Schriftsteller virtuos zwischen den Genres, brachte sie in Austausch und überwand spielerisch die Grenze zwischen den bildenden und den performativen Künsten. Damit gab er tiefe Einblicke in das schöpferische Zwischenreich, aus dem nicht allein die künstlerischen Werke, sondern auch der Akt der Wahrnehmung selbst entspringt.0Diese auf 20 Bände ausgelegte Edition geht auf eine viel beachtete öffentliche Vorlesungsreihe zurück, die Professor Michael Bockemühl Anfang der 1990er Jahren im Saalbau Witten hielt. In seinen Diavorträgen nimmt der Redner gemäß seinem Credo: ?Der Künstler ermöglicht, was der Anschauende verwirklicht? sein Publikum gleichsam bei der Hand und führt es zu den einzelnen Kunstwerken hin. Dabei werden weder Spekulationen über ihre möglichen Bedeutungen angestellt, noch abstrakte Theorien über das Sehen geschmiedet, vielmehr feiert der Autor ein ?Fest für das Auge?: Mit Witz und methodischer Konsequenz versteht es der passionierte Wahrnehmungsforscher die Aufmerksamkeit auf die durch nichts anderes als durch das Kunstwerk eröffneten Anschauungsmöglichkeiten zu lenken.0Die Bände werden herausgegeben von Dr. phil. David Hornemann v. Laer (Fakultät für Kulturreflexion / Studium fundamentale) in Zusammenarbeit mit Birgit Bockemühl sowie Studierenden an der Universität Witten/Herdecke
Diese auf 20 Bände angelegte Edition basiert auf einer viel beachteten öffentlichen Vorlesungsreihe von Professor Michael Bockemühl aus den 1990er Jahren. In seinen Diavorträgen führt der Redner sein Publikum zu den einzelnen Kunstwerken und betont, dass der Künstler das ermöglicht, was der Betrachter verwirklicht. Mit Witz und methodischer Konsequenz lenkt der passionierte Wahrnehmungsforscher die Aufmerksamkeit auf die durch das Kunstwerk eröffneten Anschauungsmöglichkeiten. Im 12. Band wird die Beziehung zwischen Werk und Betrachter*in durch die Werke des Abstrakten Expressionismus von Mark Rothko, Paul Newman und Ad Reinhardt grundlegend verändert. Das Bild wird nicht mehr als abgeschlossene Einheit wahrgenommen, sondern als ein Prozess der Auflösung. Die ungegenständliche Malerei dieser Künstler lässt die Farben für sich sprechen, wobei ihre Erscheinungsweise subjektiv und prozessual ist. Rothkos und Newmans monumentale Werke entziehen den Betrachter*innen die Möglichkeit der Distanzierung, während auch Reinhardt mit dem Eindruck des flüchtigen, diffusen Wahrnehmungsgegenstands konfrontiert. Der Band verschiebt den Fokus von der Beobachtung der Wahrnehmungsvorgänge hin zu einer umfassenden Erfahrung des Eintauchens in Farbe, die die Positionen von Subjekt und Objekt auflöst. Bockemühl thematisiert, wie sich der Einzelne in der Übermacht der Farbe und ihrer eindringlichen Kraft selbst verorten und behaupten kann.
Diese auf 20 Bände angelegte Edition geht auf eine viel beachtete öffentliche Vorlesungsreihe zurück, die Professor Michael Bockemühl Anfang der 1990er Jahren im Saalbau Witten hielt. In seinen Diavorträgen nimmt der Redner gemäß seinem Credo: ?Der Künstler ermöglicht, was der Anschauende verwirklicht? sein Publikum gleichsam bei der Hand und führt es zu den einzelnen Kunstwerken hin. Dabei werden weder Spekulationen über ihre möglichen Bedeutungen angestellt, noch abstrakte Theorien über das Sehen geschmiedet, vielmehr feiert der Autor ein ?Fest für das Auge?: Mit Witz und methodischer Konsequenz versteht es der passionierte Wahrnehmungsforscher die Aufmerksamkeit auf die durch nichts anderes als durch das Kunstwerk eröffneten Anschauungsmöglichkeiten zu lenken.0Die Bände werden herausgegeben von Dr. phil. David Hornemann v. Laer (Fakultät für Kulturreflexion / Studium fundamentale) in Zusammenarbeit mit Birgit Bockemühl sowie Studierenden an der Universität Witten/Herdecke
Der 13. Band der Reihe Kunst Sehen widmet sich Francis Bacon und Cy Twombly, zwei Künstlern, die auf den ersten Blick wenig gemein haben. Dennoch teilen sie Werke, die das Maßvolle und Ebenmäßige der abendländischen Ästhetik hinterfragen und das Marginale der ungerichteten Erfahrung in den Mittelpunkt rücken. Ihre Bilder zeigen, was oft schwer fassbar ist: den Prozess des Werdens und Entstehens, einschließlich der abstoßenden und unvollendeten Aspekte des Lebens. Wahrnehmung wird hier als Widerstreit zwischen Anziehung und Abstoßung, zwischen Erkenntnisinteresse und Unkenntlichkeit erlebbar. Bei Bacon wird der Umraum sichtbar, der ungestaltete Körper hervorbringt, während Twombly den Bildraum als flüchtige Oberfläche beschreibt, die Sinnzusammenhänge andeutet. Beide Künstler bewegen den Raum zwischen Betrachter und Bild und fordern die gewohnte Ästhetik heraus. Die Auseinandersetzung mit Bacon und Twombly stellt eine außergewöhnliche Herausforderung dar, die uns zwingt, das Konzept des Schönen zu überdenken. Es geht nicht nur darum, das Gewordene als schön zu bezeichnen, sondern auch das, was in den Vorgängen der Realerfahrung an den Grenzen des Sinnlichen sichtbar wird. - Michael Bockemühl