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Hans Blumenberg

    13. Juli 1920 – 28. März 1996

    Hans Blumenberg war ein deutscher Philosoph und Wissenschaftshistoriker, der als einer der bedeutendsten deutschen Denker des 20. Jahrhunderts gilt. Seine Arbeit befasst sich mit Metaphern und sprachlichen Wendungen, die er als den der Wahrheit am nächsten liegenden und von Ideologien am weitesten entfernten Weg betrachtete. Blumenbergs Ansatz, bekannt als 'Metaphorologie', untersucht, wie uns Sprache und ihre gängigen Wendungen helfen, die Welt in ihrer tiefsten Realität zu erfassen.

    Hans Blumenberg
    Theorie der Unbegrifflichkeit
    Phänomenologische Schriften 1981-1988
    Die Legitimität der Neuzeit
    Ästhetische und metaphorologische Schriften
    Quellen, Ströme, Eisberge
    Matthäuspassion
    • Anreicherung eines weiten Horizonts von Erinnerungen an Gedachtes und Gestaltetes, von Gebärden und Symbolen, von Heil und Unheil, Imagination und Abstraktion, ist in jedem der Texte dieses Buches gemeint.

      Matthäuspassion
    • Quellen, Ströme, Eisberge

      Beobachtungen an Metaphern

      • 303 Seiten
      • 11 Lesestunden
      5,0(4)Abgeben

      Um der übermächtigen Wirklichkeit zu entkommen, erfinden Menschen Bilder und Mythen, metaphysische und kulturelle Systeme, denn sie bieten Orientierung, auch wenn sich ihre »Wahrheit« kaum beweisen läßt. Von dieser Überlegung geleitet, interessierte sich der Philosoph Hans Blumenberg lebenslang für bestimmte Metaphern, die als »regulative Ideen« dem Denken einen Rahmen geben, ohne es ganz festzulegen. Metaphern, so war seine Überzeugung, bilden den Untergrund der Ideengeschichte. Seit 1978 schwebte ihm ein eigenes Buch zu den drei »Wassermetaphern« Quellen, Ströme und Eisberge vor, denen er zentrale Bedeutung zumaß. Er sammelte umfangreiche Materialien und Belege in seinen Zettelkästen, und in seinem Nachlaß fand sich ein nahezu druckfertig ausgearbeiteter Text, der hier zum ersten Mal veröffentlicht wird. Anhand zahlreicher Beispiele – von den Vorsokratikern bis hin zu Werbetexten der Gegenwart – zeigt er anschaulich: Wasser ist, auch als Metapher, buchstäblich lebensnotwendig.

      Quellen, Ströme, Eisberge
    • „Nachdem Blumenbergs frühe Programmschrift von 1960, Paradigmen zu einer Metaphorologie , wieder zugänglich geworden ist (stw 1301), folgt hier das Ensemble der ästhetischen und metaphorologischen Schriften aus den 50er bis 70er Jahren, in deren Mittelpunkt die Paradigmen stehen. In diesen kleinen Schriften liegt in äußerst konziser, pointierter Form vor, was nach der Legitimität der Neuzeit von 1966 in den großen Werken der 70er und 80er Jahre ausgearbeitet worden ist. Sie haben nicht nur historische Bedeutung für die frühe Fama des Autors; sie zeigen auch den Kernbestand des freigesetzten »authentischen Potentials«.“

      Ästhetische und metaphorologische Schriften
    • Die Legitimität der Neuzeit

      • 707 Seiten
      • 25 Lesestunden
      5,0(2)Abgeben

      Unter der übergreifenden Fragestellung nach der »Legitimität« analysieren die einzelnen Teile dieses Buches in sich geschlossene Themenkomplexe zur Konstitution der Neuzeit anhand einer Kritik des Grundbegriffs der »Säkularisierung«, mit dem sich das Selbstverständnis der Moderne sowohl freisetzen als auch seiner rückwärtigen Bindungen versichern wollte: es wird nach den Bedingungen für die Herauslösung einer Epoche aus ihren Vorgegebenheiten gefragt. Das Ganze des Werks sucht die sich formierende Neuzeit aus den Antrieben zu erfassen, die aus dem Zusammenbruch des Mittelalters herkamen und zu einem seinen Erwartungen strikt entgegengesetzten Konzept führten. Das obligate Thema des Gesamtwerks ist das Verhältnis von Vernunft und Geschichte.

      Die Legitimität der Neuzeit
    • 5,0(2)Abgeben

      Am 27. April 1988, dem 50. Todestag Edmund Husserls, notiert Hans Blumenberg: »Das nun überhastet zu Ende gehende Jahrhundert wird im Rückblick von Philosophiehistorikern als ›Jahrhundert‹ der Phänomenologie bezeichnet werden.« Diese Prognose ist auch ein Hinweis auf das eigene philosophische Vermächtnis: eine phänomenologische Anthropologie, wie sie Blumenberg in lebenslanger Auseinandersetzung mit der Philosophie Husserls entwickelt hat. Eine höchst produktive Phase dieser Auseinandersetzung setzt Anfang der 1980er Jahre ein, nachdem Blumenberg seine großen Studien zu Metaphern und Mythen zum Abschluss gebracht hat und beginnt, sich intensiv anthropologischen Fragen zu widmen. Die Schriften in diesem Band, die allesamt zum ersten Mal publiziert werden, dokumentieren diese Phase in umfassender Weise. Zwei große Themen lassen sich erkennen: zum einen Blumenbergs stetige Verfeinerung von Husserls Methode, zum anderen die Entwicklung einer phänomenologisch grundierten Beschreibung des Menschen, die, wie wir heute wissen, in der Philosophie des 20. Jahrhunderts ihresgleichen sucht.

      Phänomenologische Schriften 1981-1988
    • Theorie der Unbegrifflichkeit

      • 121 Seiten
      • 5 Lesestunden
      4,5(10)Abgeben

      Hans Blumenbergs Buch Schiffbruch mit Zuschauer endet mit einem Text, der den etwas enigmatischen Titel »Ausblick auf eine Theorie der Unbegrifflichkeit« trägt. Zu Lebzeiten blieb es bei diesem Ausblick auf eine Theorie, die den Grundbedingungen der Theorie – nämlich begrifflich verfaßt zu sein – zu widersprechen schien und somit vielerlei Rätsel aufgab. Zu den wunderbaren Entdeckungen, die im Nachlaß Hans Blumenbergs zu machen sind, gehört nicht nur eine Mappe mit kleinen Entwürfen, sondern auch ein längeres Manuskript, das den »Ausblick« bis zu einer ausgewachsenen »Theorie der Unbegrifflichkeit« führt, die zudem ein Text von programmatischem Charakter für Blumenbergs philosophisches Projekt insgesamt ist: eine philosophische Programmschrift. Die Theorie der Unbegrifflichkeit kann als Pendant, als Weiterentwicklung und als Gegenentwurf der berühmten Paradigmen zu einer Metaphorologie von 1960 gelten. Mit ihr ist die Kontinuität des metaphorologischen Projekts im Werk Blumenbergs in wünschbarer Klarheit nachzuvollziehen.

      Theorie der Unbegrifflichkeit
    • Hans Blumenberg wurde am 13. Juli 1920 in Lübeck geboren und starb am 28. März 1996 in Altenberge bei Münster. Nach seinem Abitur im Jahr 1939 durfte er keine reguläre Hochschule besuchen. Er galt trotz seiner katholischen Taufe als ›Halbjude‹. Folglich studierte Blumenberg zwischen 1939 und 1947 mit Unterbrechungen Philosophie, Germanistik und klassische Philosophie in Paderborn, Frankfurt am Main, Hamburg und Kiel. 1947 wurde Blumenberg mit seiner Dissertation Beiträge zum Problem der Ursprünglichkeit der mittelalterlich-scholastischen Ontologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel promoviert. Hier habilitierte er sich 1950 mit der Studie Die ontologische Distanz. Eine Untersuchung über die Krisis der Phänomenologie Husserls . Sein Lehrer während dieser Zeit war Ludwig Landgrebe. Im Jahr 1958 wurde Blumenberg in Hamburg außerordentlicher Professor für Philosophie und 1960 in Gießen ordentlicher Professor für Philosophie. 1965 wechselte er als ordentlicher Professor für Philosophie nach Bochum und ging im Jahr 1970 an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, wo er 1985 emeritiert wurde. Blumenberg war Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz (seit 1960), des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Mitgründer der 1963 ins Leben gerufenen Forschungsgruppe »Poetik und Hermeneutik«.

      Goethe zum Beispiel
    • Billiger, praktischer und genussvoller als mit dem vorliegenden gelben Reclambändchen ist wohl kein Einstieg ins Werk eines zeitgenössischen Denkers zu haben. Der Autor präsentiert sich als Amateur, dessen kindliches Staunen die Welt mit Leichtigkeit betrachtet und dessen Denken spielerisch bleibt. Mit seinem unerschöpflichen Reservoir an klassischer Bildung bereichert er die Leser im Vorübergehen. Der Tagesspiegel beschreibt ihn als erschütternd belesen, der in den Werken seiner Verehrten stöbert, Nebensächliches und Leichtübersehbares findet, Gedanken in verblüffende Bahnen lenkt und philosophisch schwärmt. Leser können ein paar Stunden glücklich sein, wenn sie die unverkennbaren Eigenarten des Autors schätzen, der gleichzeitig sperrig, volltönend und luzide schreibt, stets auf der Suche nach dem letzten, feinsten Fransen eines Gedankens und dabei oft den roten Faden verheddert. Laut Süddeutscher Zeitung stammen die Lebensthemen aus dem Nachlass und sind kurz, vermeintlich beiläufig und gut portioniert für die feierabendliche Nachdenklichkeit. Wer von Titeln wie „Eigensinn des Glücks, Umständlichkeit des Verstands“ nicht angezogen wird, sollte besser etwas anderes lesen.

      Lebensthemen
    • Höhlenausgänge

      • 827 Seiten
      • 29 Lesestunden
      4,5(8)Abgeben

      Blumenbergs Höhlenausgänge haben ihre Stelle im Entwurf einer Theorie der Unbegrifflichkeit, die sich mit der Identifizierung von Philosophie und Abstraktion nicht abfinden lassen will. Dabei ist weder an eine Gegenwelt noch an eine Unterwelt zur Rationalität zu denken: Die Arroganz des Begriffs gegenüber der Anschauung, der Deduktion gegenüber der Beschreibung wird auf ihr Maß »reduziert«, das im Anlehnungsbedürfnis aller theoretischen Begrifflichkeit an imaginative - mythische, metaphorische, narrative - Orientierungen besteht.

      Höhlenausgänge
    • Zu den Sachen und zurück

      • 354 Seiten
      • 13 Lesestunden
      4,7(3)Abgeben

      »Zu den Sachen!« Das war die Devise und das Programm der von Edmund Husserl begründeten Phänomenologie. Die Art, wie Hans Blumenberg an sie anknüpft, wird bereits im Titel seines Buches deutlich genug. Neben und nach der Unmittelbarkeit der Anschauung muß auch die Distanz zu ihrem Recht kommen: der Begriff, das Symbol, die Metapher, alle Formen der Indirektheit und der Delegation. Zu den Themen Blumenbergs, die sich daraus ergeben, gehört das Verhältnis von Tastsinn und Sehsinn, von Aufmerksamkeit und Auffälligkeit, von Reflexion und Reduktion, von Retention und Erinnerung, von Subjektivität und Intersubjektivität. Zu den Sachen und zurück erweist sich als eine philosophische Grundlegung für Blumenbergs Projekt einer im Gegenzug zu Heidegger konzipierten genuin phänomenologischen Anthropologie.

      Zu den Sachen und zurück