»›Middlemarch‹ ist wahrscheinlich der bedeutendste englische Roman überhaupt.« Julian Barnes Die Grenzen des Dorfes sind die Grenzen unserer Welt. Das akzeptieren vielleicht die restlichen Bewohner von Middlemarch, aber nicht Dorothea und Tertius. Wieso sollte einer jungen Frau der Zugang zu Wissen und Geist verschlossen bleiben, wenn die alten Männer damit nur Schindluder treiben? Und warum sollte ein junger Arzt nicht neue Methoden anwenden dürfen, wenn man dadurch Menschenleben retten kann? Neugier ist Pflicht für Dorothea und Tertius. Und um ihre Pflicht zu erfüllen, setzen sie vieles aufs Spiel. Vollständig überarbeitete Neuausgabe mit einem Vorwort von Elisabeth Bronfen und einem Nachwort von Rainer Zerbst
George Eliot Bücher
George Eliot, das Pseudonym von Mary Ann Evans, gilt als eine herausragende Gestalt der viktorianischen Literatur, berühmt für ihre tiefgründige humanistische Vision und ihre fesselnden Heldinnen. Ihre Romane tauchen tief in die Komplexität menschlicher Psychologie und Moral ein und bieten scharfsinnige Beobachtungen gesellschaftlicher Normen und innerer Zerrissenheit. Eliots Schreiben wird für seine intellektuelle Tiefe und die vielschichtige Darstellung von Charakter-Motivationen geschätzt, wodurch realistische und wirkungsvolle Erzählungen entstehen. Sie erforschte meisterhaft die menschliche Verfassung und festigte damit ihr Erbe als eine der bedeutendsten Romanautorinnen ihrer Zeit.






Realistischer Dorfroman aus England im Jahr 1799. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen vier Menschen, deren Schicksale aufs engste miteinander verknüpft sind
Die Geschichte eines jungen Mädchens, das fernab aller Zivilisation aufwächst, bis sie von einem Arzt entdeckt wird, der nun versucht, Zugang zu ihrer eigenen Welt zu finden. - Vgl. Kinofilm.
Silas Marner
Der Weber von Raveloe
»Mehr als ein Meisterwerk.« Henry James Silas Marner, ein junger Weber, verliert alles durch eine Intrige seines besten Freundes. Gezwungen, Heimat und Gemeinde zu verlassen, siedelt er sich im Dorf Raveloe an, wo auf wundersame Weise ein Findelkind in sein Leben tritt und ihm die Augen für die Schönheit der Welt öffnet. Doch auch dieses Glück gerät bald erneut in Gefahr.
In »Daniel Deronda« kämpft der wohlhabende junge Mann Daniel mit seiner Lebensplanung und seinen Gefühlen für die jüdische Sängerin Mirah und die schöne Gwendolen. Nach der Rettung Mirahs vor dem Selbstmord sucht er in Deutschland Klarheit über seine Zukunft und die Wahl zwischen den beiden Frauen.
Die Mühle am Floss
Mit Illustrationen berühmter anglo-amerikanischer Künstler
- 578 Seiten
- 21 Lesestunden
Dorlcote Mill am Floss in Mittelengland, im Besitz der angesehenen Familie Tulliver, wird von Herrn Tulliver, einem intelligenten, aber leicht aufbrausenden Vater, verwaltet. Durch leichtsinnige Geldgeschäfte und Feindschaft mit dem Anwalt Wakem bringt er die Familie in den Ruin und stirbt früh. Seine Frau Bessie gehört zur bornierten Dodson-Familie, die strenge Konventionen wahrt. Die Hauptfigur, Maggie Tulliver, wächst mit ihrem gefühlsarmen und herrschsüchtigen Bruder Tom an der Mühle und dem Fluss auf. Während Tom intellektuell mittelmäßig und moralisch unerschütterlich ist, ist Maggie impulsiv und liebesbedürftig, unterwirft sich jedoch ihrem Bruder. Tom erhält Privatunterricht mit Philip Wakem, dem schüchternen Sohn des verhassten Anwalts. Maggie und Philip freunden sich an. Nach dem finanziellen Ruin der Tullivers wird Wakem neuer Besitzer der Mühle, und Herr Tulliver muss für ihn arbeiten. Tom kämpft, um die Schulden zu begleichen, während Maggie, die zur attraktiven jungen Frau heranwächst, eine Beziehung zu Philip eingeht. Tom zwingt sie, diese zu beenden, und sie wird Lehrerin. Bei einem Besuch bei ihrer Cousine Lucy Deane lernt Maggie Stephen Guest kennen, der sich zu ihr hingezogen fühlt, obwohl er verlobt ist. Eine Bootsfahrt führt zu einem Skandal, der Maggie in St. Ogg ächtet. Tom, nun wohlhabend, weist sie aus dem Haus. Als eine Flut das Tal heimsucht, rettet Maggie.
Romola ist der vierte Roman von George Eliot. Er spielt im Italien der Renaissance und unterscheidet sich deutlich von ihren anderen Romanen, die im England des 19. Jahrhunderts angesiedelt sind. George Eliot selbst beschrieb ihre Situation beim Schreiben des Romans als eine Arbeit, die sie mit ihrem ganzen Herzblut und ihrem Bemühen um strengste Wahrhaftigkeit geleistet hat. Berichten zufolge brauchte sie achtzehn Monate für Konzeption und Recherche, einschließlich mehrerer Reisen nach Florenz. Die Liebe zum Detail, die sich im Roman zeigt, wurde sowohl gelobt als auch kritisiert. Anthony Trollope, der den ersten Teil von Romola gelesen hatte, äußerte seine Bewunderung für Eliots Fleiß bei der Erstellung des Werks.


