Die Deutsche Akademie für Kinder-und Jugendliteratur e. V. hat Pavel Srut, Die Sockenfresser zum Buch das Monats August 2018 gekürt. Endlich gelüftet: das Geheimnis der verschwundenen Socken! Es ist nicht die Waschmaschine, sondern es sind die Sockenfresser, die immer nur eine Socke eines Paares (oberstes Sockenfressergesetz!) genüsslich verspeisen. Für menschliche Augen meistens unsichtbar, leben die Sockenfresser bei uns im Verborgenen und passen sich ihrer Umgebung bei Gefahr wie ein Chamäleon an. Sockenfresser können schrumpfen und sich dehnen und durch den kleinsten Spalt schlüpfen. Wasser mögen sie überhaupt nicht, weil sie sich nicht gerne auswringen. Es gibt Sockenfresser, die das Abenteuer lieben, ängstliche und übermütige, genauso wie vorsichtige und schüchterne. Der Held dieser Geschichte, der kleine Sockenfresser Kicher, und seine übermütigen Cousins rutschen von einem Abenteuer ins nächste. Und der unerbittliche Sockenfresserforscher Professor Krausekopf ist ihnen stets auf den Fersen ... Ein spannendes, herzerwärmendes Abenteuer – mit vielen farbigen Bildern von Galina Miklínová
Kees Mercks Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






Das Labyrinth der Welt und das Paradies des Herzens
- 366 Seiten
- 13 Lesestunden
Bücher zählen bis heute zu den wichtigsten kulturellen Errungenschaften der Menschheit. Ihre Erfindung war mit der Einführung des Buchdrucks ähnlich bedeutsam wie des Internets: Erstmals wurde eine massenweise Weitergabe von Informationen möglich. Bildung, Wissenschaft, Forschung, aber auch die Unterhaltung wurde auf neuartige, technisch wie inhaltlich revolutionäre Basis gestellt. Bücher verändern die Gesellschaft bei heute. Die technischen Möglichkeiten des Massen-Buchdrucks führten zu einem radikalen Zuwachs an Titeln im 18. Und 19 Jahrhundert. Dennoch waren die Rahmenbedingungen immer noch ganz andere als heute: Wer damals ein Buch schrieb, verfasste oftmals ein Lebenswerk. Dies spiegelt sich in der hohen Qualität alter Bücher wider. Leider altern Bücher. Papier ist nicht für die Ewigkeit gemacht. Daher haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, das zu Buch gebrachte Wissen der Menschheit zu konservieren und alte Bücher in möglichst hoher Qualität zu niedrigen Preisen verfügbar zu machen.
Harlekins Millionen, den abschließenden Teil seiner Familientrilogie Das Städtchen am Wasser, nennt Bohumil Hrabal ein Märchen, in dem sich Fiktion und Faktizität zu Komischem, Makabrem, Wehmütigem und Vergändlichem vereinen. Der Schauplatz des gegenwärtigen Geschehens ist ein Schloß, das von uralten Zeiten zeugt, die Erinnerungen führen die Erzählerin in das idyllische Städtchen ihrer Jugend, nach Nymburk, zurück. Doch ist das Schloß nun ein Altersheim und seine Bewohner sind ärmliche Rentner, unter ihnen Hrabals ernster Vater, Francin, und seine Mutter, die Chronistin. Abgeschieden leben sie von der Gegenwart außerhalb der Schloßmauern, dem Tod entgegen und flüchten sich in den weitläufigen Park mit seinen Statuen, in die Erinnerungen. Hrabals Geschichtenerzählerin aber entlockt mit jugendlichem Charme der Armseligkeit der Lebenssituation und der Unausweichlichkeit des Alters die Schönheit des Vergangenen. Sie deckt in der schäbigen und abgenutzten Realität die Spuren dessen auf, was weder das Alter auslöschen noch dem Gedächtnis geraubt werden kann. Sie akzeptiert ihre Umgebung und verbirgt ihr Alter nicht, »und so wurde ich wieder so, wie ich gewesen war, eine stolze Alte, die sich von den anderen unterschied wie damals, als ich Fahrrad fuhr und meine Beine die ganze Stadt beeindruckten«.
Bohumil Hrabal wurde am 28. März 1914 im tschechischen Brünn (Brno) geboren und starb am 3. Februar 1997 in Prag. 1935 begann Hrabal sein Jurastudium in Prag. Nebenbei besuchte er Vorlesungen über Literatur, Kunst und Philosophie und schrieb seine ersten Gedichte. 1939 musste er sein Studium unterbrechen, da die deutsche Besatzungsmacht die tschechischen Hochschulen schließen ließ. Von 1941 bis 1945 arbeitete er für die staatliche Eisenbahn. 1946 promovierte er zum Dr. jur. Von 1947 bis 1949 war er Handelsreisender. In dieser Zeit bereitete er seinen ersten Gedichtband Verlorenes Gäßchen vor. Bis 1958 arbeitete Hrabal in einem Stahlwerk in Kladno und in einer Altpapierpackerei in Prag. 1956 heiratete er Eliska Plevová. 1963 erschien seine erste Erzählung Perlchen auf dem Grund erscheint; rasch folgten von 1964-68 Die Bafler, Tanzstunden für Erwachsene und Fortgeschrittene, Inserat. verkaufe Haus, in dem ich nicht mehr wohnen will, Moritaten und Legenden und andere Texte, die zum Teil auch verfilmt wurden. Bis 1975 wurde ein Publikationsverbot verhängt. Eine Auswahl seiner Texte konnte jedoch im Ausland, darunter in der DDR und in der Bundesrepublik erscheinen. Von 1982 bis 1985 entstand die autobiographische Trilogie Hochzeiten im Haus. 1987 starb seine Ehefrau. Noch vor der politischen Wende erschien 1988 der autobiographische Mädchenroman in Canada in einem Exilverlag.
Contains German translations of Něžný barbar (Der sanfte Barbar - The Tender Barbarian) and Příliš hlučná samota (Allzu laute Einsamkeit - Too Loud a Solitude)
Ivan Klímas Roman erzählt eine subtile Dreiecksgeschichte im Prag der achtziger Jahre und die (autobiographische) Geschichte eines in Ungnade gefallenen Schriftstellers. Dieser steigt jeden Morgen kurz vor sechs in seine orangefarbene Arbeitsjacke und rückt mit Besen und Schaufel aus: die Straßenkehrer haben Frühschicht. Um der Eintönigkeit seiner Ehe und dem Leben ohne (Bürger-)Freiheiten in einer Gesellschaft von Opportunisten und Korrumpierten zu entfliehen, sucht er Abwechslung und läßt sich auf eine rasante Liebesgeschichte ein. »Liebe und Müll ist ein wunderbares Buch, das mit entwaffnender Unbefangenheit von einer großen emotionalen (und erotischen) Verwirrung erzählt. Es lebt aus einem ganz anderen, fast entgegengesetzten Temperament als die Bücher von Milan Kundera und geht doch von ähnlichen Grundüberlegungen aus.« Philip Roth
Ironisch levensverhaal van een journalist die na te zijn opgegroeid in een Moravisch dorp later moeilijkheden krijgt met de communistische autoriteiten in Tsjechoslowakije.
