Max Beckmann zählt neben Edvard Munch, Oskar Kokoschka, Pablo Picasso, Otto Dix und Max Ernst zu den führenden Malern und Graphikern des 20. Jahrhunderts. Seine Reputation hat seit 1984, dem 100. Geburtstag des Künstlers, kontinuierlich zugenommen. Wichtige Ausstellungen in Städten wie München, Frankfurt, Paris, London, New York, Amsterdam und Leipzig sowie 2021 in Hamburg trugen dazu bei, den in der Adenauer-Ära unterbewerteten Künstler bekannter zu machen und sein Werk zu erforschen. Beckmann strebte eine Synthese aus sichtbarer Realität und ideeller Überhöhung an und ließ sich von bedeutenden Künstlern der Vergangenheit inspirieren, ohne sie epigonal auszubeuten. Seine Erlebnisse als Sanitäter bei Ypern im Ersten Weltkrieg 1915 markierten eine entscheidende Wende in seinem Schaffen. Während der Weimarer Republik verzeichnete Beckmann zunehmende Erfolge und suchte, sich gegenüber der Pariser Kunstszene, insbesondere Picasso, zu profilieren. Die Beziehungen zu drei Frauen in seinem Leben prägten sein Werk nachhaltig, wobei die Geschlechterspannung ein zentrales Thema darstellt. Der Autor, Professor an der Universität Heidelberg, analysiert Beckmanns Kunst von 1904 bis zur NS-Diktatur unter Berücksichtigung zahlreicher Briefe, insbesondere an den Händler J. B. Neumann, und im Kontext seiner schriftlichen Bekenntnisse, die zeitlose Werturteile enthalten.
Dietrich Schubert Bücher





Vincent van Gogh - Sternennächte
Die Vision einer Nuit étoilée
Van Gogh hat metaphysische Spekulationen in der Malerei abgelehnt. Er suchte das Göttliche in den konkreten Phänomenen der Natur und gestaltete diese auf eine leidenschaftliche Art und Weise derart, dass sie zu Sinnbildern der menschlichen Existenz wurden. Statt einer bloßen Form-Kunst, die die Mittel Farbe und Form autonom setzt, schuf er eine Existenz-Kunst mit sinnbildlichen Dimensionen, die zwischen seiner evangelischen Individualität und unserem rätselhaften Dasein letztlich so etwas wie Trost geben sollte - gleich einer engagierten Predigt.
„Otto Dix in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten“, das heißt: Dix in seinen Werken und nach Fotodokumenten. Denn im Gegensatz zu anderen Malern des 20. Jahrhunderts wie Klee, Beckmann oder Grosz hat Dix weder Bücher geschrieben noch Vorträge gehalten. Die bislang unveröffentlichten Briefe und das inzwischen publizierte sog. „Kriegstagebuch 1915 bis 1918“ (Städt. Galerie Albstadt) enthalten wenige reflektierende Ausführungen. Dix war Maler, Zeichner und Graphiker. Seine Weltanschauungen, Erlebnisse, Ansichten und Reflexionen hat er beinahe ausschließlich visualisiert.
Betr. u. a. das Werk "Blühendes" (1934) von Paul Klee (S. 104-135). Dieser Beitr. wurde von Wolfgang Kersten verfasst