Im Silicon Valley haben einige wenige Tec-Giganten globale Medienmonopole aufgebaut. Konzerne wie Google oder Facebook machen uns süchtig und sind nur auf den ersten Blick kostenlos, bequem und at-traktiv. Die renommierte Journalistin Corinna Milborn und der Mediengründer Markus Breitenecker zeigen auf, wie die Machtkonzentration der Plattformkonzerne unsere Demokratie zerstört und benennen, was wir dagegen tun können. Sie entwickeln neue Ideen für einen öffentlich-rechtlichen Auftrag, der die europäischen Medien dabei unterstützt, eigene (Social-) Media-Destinationen mit Qualitätsanspruch zu entwickeln und dabei auf Kooperation statt Konkurrenz setzt, um gegen die US-Tec-Monopole zu bestehen.
Corinna Milborn Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






Am 2. März 1998 wurde Natascha Kampusch im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg entführt. 3096 Tage lang wurde sie in einem Kellerverlies festgehalten. Die Geschichte ihrer mehr als achtjährigen Gefangenschaft und ihrer Flucht aus der Hölle wurde nun fürs Kino verfilmt.
Gestürmte Festung Europa
- 248 Seiten
- 9 Lesestunden
Europa ist ein Pulverfass und die Zündschnur brennt! Im Juli 2005 sprengen vier junge Engländer sich und 52 weitere Menschen in der Londoner U-Bahn in die Luft. Im November 2005 stürzen zehntausende junge Franzosen Frankreich in ein bürgerkriegsähnliches Chaos. Diese Gewalttaten erschütterten Europa, sind jedoch nur zwei von Hunderttausenden, die jährlich in den Ghettos europäischer Großstädte geschehen. Die Täter teilen eine gemeinsame Herkunft: Sie sind in Europa geboren, ihre Eltern jedoch eingewandert, und diese Herkunft prägt ihr Leben. Millionen Menschen aus Afrika und anderen armen Regionen haben in den letzten Jahrzehnten die europäischen Grenzen überwunden und sich hier niedergelassen – täglich kommen Tausende hinzu. Eine moderne Völkerwanderung ist im Gange, doch die europäische Politik bleibt blind. Sie glaubt, die Mauern seien hoch genug, um den Ansturm aus Afrika und Asien abzuhalten, und sieht die hier lebenden Menschen oft nur als „Gastarbeiter“, die man bei Problemen wieder „nach Hause“ schicken kann. Corinna Milborn beleuchtet in ihrer Reportage die Realität in Einwanderer-Ghettos und spricht mit den Betroffenen. Ihr Bericht zeigt die verzweifelte Lage der Menschen am Rand der europäischen Gesellschaft und wirft die drängende Frage auf: Wie soll es weitergehen?
Nach ihrem Besuch in Cardiff wird Waris Dirie von einem Albtraum gequält: Ein junges Mädchen, gefangen in einem schäbigen Hotelzimmer, wird von vier Frauen festgehalten, während eine alte Frau grausame Werkzeuge benutzt. Die Schreie und das Blut lassen Dirie schweißgebadet aufwachen. Als UN-Sonderbotschafterin ist sie schockiert, dass Genitalverstümmelungen nicht nur in Afrika, sondern auch in Europa stattfinden. Ein 10-jähriges Mädchen in Cardiff wäre verblutet, hätte ein Arzt nicht eingegriffen. Ihre Nachforschungen stoßen auf eine Mauer des Schweigens, doch Dirie ist entschlossen, das Bewusstsein unter der schwarzafrikanischen Bevölkerung in Europa zu schärfen. FGM, das englische Kürzel für "Female Genital Mutilation", muss in Europa verboten werden. Zurück in Wien beginnt sie eine ernüchternde Bestandsaufnahme. Als selbst ein Opfer der Beschneidung erkennt sie, dass die Zahl der Betroffenen weltweit steigt. Schätzungen zufolge gibt es 150 Millionen Opfer, darunter 500.000 in Europa. Diries Recherchen führen sie durch ganz Europa, wo sie eine bedrückende Dokumentation über die Lebensumstände dieser Frauen erstellt. In ihrer somalischen Heimat sagt man: "Liebe tut dreimal weh" – bei der Beschneidung, der Vereinigung und der Geburt. Dirie und ihre Publikationen kämpfen gegen solche menschenverachtenden Traditionen.