Bookbot

Lisbeth Exner

    Land meiner Mörder, Land meiner Sprache
    Realitätenhandlung
    Leopold von Sacher-Masoch
    Elisabeth von Osterreich
    • Elisabeth von Osterreich

      • 158 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Elisabeth von Österreich (1837-1898) wurde als schönste Frau ihrer Zeit gefeiert und als Exzentrikerin kritisiert. Ohne sich um Rollenmuster zu kümmern, bestand die Kaiserin auf individueller Selbstverwirklichung. Sie strebte nach ewiger Jugend, war belesen, unterstützte die politischen Interessen Ungarns und brillierte als Extremreiterin. Der Nachwelt hinterließ sie Gedichte und den Mythos Sis(s)i.

      Elisabeth von Osterreich
      3,7
    • Leopold von Sacher-Masoch (1836-1895) wurde mit seinem Roman „Venus im Pelz“ unfreiwillig zum Namensgeber einer sexuellen Obsession - des Masochismus. Doch die meisten Menschen verbinden mit diesem Stichwort nur grobe Klischees. Was Leopold von Sacher-Masoch wirklich schrieb und intendierte, welche Bezüge es zwischen seinem Werk und seinem eigenen Leben gab, darüber informiert dieses Buch.

      Leopold von Sacher-Masoch
      1,0
    • Realitätenhandlung

      Neunundvierzig Minuten

      In einer papierüberladenen Wiener Altbauwohnung treffen sechs Figuren für die Planung einer Zwangsräumung auf einander: Eine demente alte Mieterin in mitten ihrer riesigen Bibliothek, die versucht den Sinn des illustren Zusammentreffens zu verstehen. Ein Gerichtsvollzieher mit zwanghaften Verhaltensmustern, der mit seiner Alkoholsucht kämpft, eine Immobilienbesitzerin, die mit ihrem Gewissen hadert, ein junger Mann vom Schlüsseldienst, der sich als kapitalismukritischer Student outet. Ein Spediteur mit krimineller Vorgeschichte, und eine hundertzwanzigjährige Geisterfrau, die durch die Räume spukt und sich nicht von ihrem im »Dritten Reich« erworbenen Zinshaus trennen kann. In »Realitätenhandlung« verschmelzen Lektüre und Leben zu einem sogartigen Bewusstseinsfilm, der grundsätzliche Fragen aufwirft und zum Nachdenken anregt. Mit einem Vorwort von Elfriede Jelinek.

      Realitätenhandlung
    • Als Grete Weils schriftstellerische Arbeit 1980 erstmals von einer breiteren Öffentlichkeit anerkannt wurde, war sie vierundsiebzig. Die 1906 im bayerischen Egern geborene Margarete Elisabeth Dispeker, Tochter einer jüdischen Anwaltsfamilie, hatte bereits seit ihrer Schulzeit geschrieben. Nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler stellte sie ihre schriftstellerischen Ambitionen ein, absolvierte eine Fotografenausbildung und ging mit ihrem Mann Edgar Weil ins holländische Exil. 1941 wurde Edgar Weil in Amsterdam verhaftet, nach Mauthausen gebracht und im Konzentrationslager ermordet. Grete Weil arbeitete für den Jüdischen Rat, entkam den Deportationen und überlebte im Untergrund. Sie kehrte 1947 nach Deutschland zurück. Lisbeth Exner zeigt in ihrer Monographie, dass die Exiljahre für die Schriftstellerin prägende Erfahrungen waren, die ihr Leben und Werk beeinflussten. Trotz einiger Veröffentlichungen, darunter der Roman 'Tramhalte Beethovenstraat' (1963), fand Grete Weil erst in den achtziger Jahren ein größeres Publikum für ihre differenzierte Auseinandersetzung mit den Spätfolgen des Nationalsozialismus. Ihre Werke 'Meine Schwester Antigone' (1980), 'Generationen' (1983) und 'Der Brautpreis' (1988) wurden erfolgreich. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den Geschwister-Scholl-Preis (1988) und die Carl-Zuckmayer-Medaille (1995). Grete Weil starb 1999 in Grünwald bei München.

      Land meiner Mörder, Land meiner Sprache