Agridagi Efsanesi
- 130 Seiten
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Ağrıdağı Efsanesi, Yaşar Kemal Her yıl, bahar çiçeğe durduğunda, dünya nennilendiğinde Ağrıdağın çobanları dört yandan gelirler, kepeneklerini gölün bakır toprağına atıp üstüne otururlar.
Yaşar Kemal gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten nicht nur der türkischen, sondern auch der Weltliteratur, dessen Werke in mehr als vierzig Sprachen übersetzt wurden. Seine Schriften zeichnen sich durch verblüffende Bildsprache, tiefes Verständnis der menschlichen Seele und lyrische Erzählweise aus. Kemal thematisierte in seinem Schaffen oft soziale Fragen und das Schicksal einfacher Menschen, wobei er eine reiche Sprache und einen epischen Stil verwendete. Sein literarisches Erbe bildet eine Brücke zwischen Tradition und Moderne und bietet den Lesern unvergessliche Geschichten voller Emotionen und Lebensweisheit.







Ağrıdağı Efsanesi, Yaşar Kemal Her yıl, bahar çiçeğe durduğunda, dünya nennilendiğinde Ağrıdağın çobanları dört yandan gelirler, kepeneklerini gölün bakır toprağına atıp üstüne otururlar.
Yasar Kemal Istanbul'un cesitli semtlerinde cocuklar arasinda dolasarak onlarin hikayelerini anlatir. Kucuk yastaki bu cocuklar, sokaklarda yatip kalkiyor olmalarina, kimsesizliklerine, hor gorulmelerine, acliga ragmen hala hayatta, hala insan kalmislardir. Allahin Askerleriyle yapilan roportaj zengin bir dille huzunlu bir hikayeye donusur.Ince Kapak: Sayfa Sayisi: 232Baski Yili: 2016e-Kitap: Sayfa Sayisi: 179Baski Yili: 1978Dili: TurkceYayinevi: Yapi Kredi Yayinlari
Roman
Ein aufregender Sommer für Salih, den Träumer und Taugenichts. Ganze Tage verbringt er am Meer, schaut dem Farbenspiel der Wellen zu und wartet darauf, dass die Fischkutter von Käptn Temel einfahren. Zu Hause interessiert sich niemand für ihn. Da findet Salih ein verletztes Möwenjunges, das seine Fürsorge braucht. Nur eins kann den gebrochenen Flügel retten und die Möwe wieder zum Fliegen bringen – die Salbe seiner Großmutter. Bloß: Salih und die Großmutter sind sich spinnefeind. Und so bleibt Salih nichts, als weiterzuträumen: vom blauen Lastwagen im Schaufenster des Wucherers Haci Nusret, vom unglücklichen Schlangenprinzen – und nicht zuletzt von der Rettung seiner geliebten Möwe. Eine bezaubernde Kindheitsgeschichte voller großer Hoffnungen, atemraubender Schrecken und tiefer Gefühle.
«La nuit était très sombre. L'obscurité était épaisse comme un mur. L'odeur des herbes, le parfum tenace des fleurs emplissaient la tente. Le coussin sentait la menthe des montagnes. J'étais depuis deux jours l'hôte de Müslüm Bey. Depuis deux jours, je ne fermais pas l'œil. Je m'imaginais que si je m'endormais, Müslüm Bey me ferait tuer dans mon sommeil. J'étais sans cesse sur le qui-vive. Cela ne m'était jamais arrivé, je n'avais jamais ressenti une telle méfiance. Une pluie douce tombait sur la nuit. Je me suis levé. Je ne m'étais même pas déshabillé. J'ai tout abandonné là-bas, mon fusil, mes cartouches, tout ce que je possédais, mes jumelles, mon fez. Mon cheval était attaché devant la grande tente, lui aussi je l'ai abandonné et je me suis mis en route...» Bi
In den abgelegenen Dörfern am Rande des anatolischen Taurusgebirges herrscht der Grundbesitzer Abdi Aga. Der Boden ist so elend, dass fast nur Disteln auf ihm wachsen. Und von jeder Ernte fordert der Aga zwei Drittel. Memed, der Bauernsohn, hat seinen Hass auf sich gezogen. Er wird zur Flucht in die Berge gezwungen. Aus dem schmächtigen, ängstlichen Knaben wird ein Räuber, Rebell und Rächer des Volkes. Auf ihn hoffen die Bauern, vor ihm verbarrikadieren sich die Grundherren in ihren Häusern.Im Kampf gegen den Aga hat Memed schließlich alles verloren: seine Mutter, seine Braut, den fruchtbaren Acker, den die Bauern ihm nach der Amnestie bereithalten. Aber von dem Tag an, an dem die Rache an Abdi Aga vollzogen ist, brennen die Bauern jedes Jahr die Disteln nieder, säen das Korn in die Asche und führen die Ernten in die eigenen Scheunen. Und bei dem Freudenfest vor dem Pflügen erscheint auf dem Berg, hinter dem Memed verschwunden ist, eine Feuerkugel.Memed-Romane 1-4: Bd. 1: Memed mein Falke/Bd. 2: Die Diesteln brennen/Bd. 3: Das Reich der Vierzig Augen Bd. 4: Der letzte Flug des Falken
Die vom Krieg zusammengewürfelte Gemeinschaft auf der Ameiseninsel wächst und wächst. Die Flüchtlinge aus dem Osten und aus dem Westen versuchen, hier heimisch zu werden. Doch auch das Heimweh wächst: Der berühmte Pferdezüchter Aga Efendi will um jeden Preis zurück auf sein geliebtes Kreta. Er reist nach Istanbul und Ankara, bestürmt Botschafter und Minister, bäumt sich auf gegen eine gedankenlose Weltpolitik, die nach dem Ersten Weltkrieg mit einem Federstrich Millionen von Menschen umgesiedelt und in die Katastrophe geführt hat. »Der Duft des Mittelmeerraums ist überall der gleiche. Ob auf Kreta, in der Çukurova, im Taurus, in Griechenland, in Frankreich, in Spanien oder in den Pyrenäen …«
Akçasazın Ağaları tarihle, zamanla, düzenle hesaplaşmanın hikayesidir. Ağalar çökerken yanı başlarında yeni bir tarih yazılır, değişme kaçınılmazdır. Güçlüler dövüşürken doğa da ses verir. Yusufçuk Yusuf Çukurova'ya kuşaklar boyunca egemen olmuş iki derebeyinin hikayesidir. Köylüleri yıllarca baskı altında tutan bu güç kırılırken, yeni zamanların gereklerine uyum sağlamış yeni zenginler başka bir güç oluştururlar. Barbarlığı çağrıştıran bu güç, bataklıktan kurtulmaya yüz tutmuş bir bataklık toprağını yağmalar.
Roman. Die Insel-Romane II
Die paradiesische Insel in der Ägäis war menschenleer, nachdem die griechischen Bewohner nach dem Ersten Weltkrieg vertrieben wurden. Nach und nach stranden hier ihre neuen Bewohner, eine bunte Schar aus allen Winkeln des alten Osmanischen Reiches. Jeder hat tausend Geschichten zu erzählen und ebenso viele Geheimnisse zu verschweigen, jeder ist gezeichnet von Abenteuern, Heimsuchungen und Albträumen. Sie alle versuchen, heimisch zu werden auf diesem Flecken Land, während in ganz Anatolien noch Millionen auf der Flucht sind. Griechen, Türken, Kurden, Armenier, Jesiden, ob Christ, Alevit, Muslim oder Atheist – jeder auf dieser Insel wird von seinen Erinnerungen heimgesucht. Allmählich finden sie zueinander und werden zu einer verschworenen Gemeinschaft, auf die bereits neue Bewährungsproben warten. Yasar Kemal erweist sich mit diesem Roman wieder als der herausragende Schriftsteller Anatoliens. Aus der Fülle eigenen Erlebens und lebenslangen Forschens verbindet er uralte Traditionen mit den Anliegen unserer Gegenwart. »Genozid und Ökozid – dies sind die beiden großen Katastrophen unseres Jahrhunderts. Diese Tragödien sind Teil meines Lebens und Werkes.« Yasar Kemal
La petite population grecque de l'Ile-Fourmi - sorte de paradis miniature sur terre - vit en bonne intelligence avec les villages turcs de la côte. Mais nous sommes en 1923, et le traité de Lausanne prévoit un gigantesque échange des populations pour mettre fin à la guerre. Le roman de Yachar Kemal débute au moment où la nouvelle de l'exil forcé éclate sur l'île, comme partout en Asie Mineure, où plus d'un million de Grecs doivent faire leurs bagages, tandis qu'un demi-million de musulmans doivent quitter la Grèce. Le jeune Vassilis, survivant de l'enfer des Dardanelles et du front du Caucase, refuse de partir. Il se cache, seul dans l'île désertée par tous, ayant juré sur la Bible de tuer le premier qui y mettra les pieds. C'est un étrange personnage, Poyraz Musa, jeune officier ottoman, lui aussi héros de la guerre et fuyant visiblement son passé, qui débarque le premier sur l'île, décidé à s'y installer. Les deux hommes vont alors se croiser au fil d'un étrange jeu du chat et de la souris, où les horreurs de la guerre qu'ils ont partagée ne sont jamais absentes. Ce dernier roman de Yachar Kemal revient sur un chapitre oublié de l'histoire du XXe siècle, d'une actualité malheureusement intacte, et impressionne le lecteur par son souffle épique exceptionnel.
Memed versucht, Frieden und Glück zu finden und zieht von den Bergen herunter, wo er außerhalb des Gesetzes gelebt hat. Am Mittelmeer will er ein neues Leben beginnen, in einem Dorf, das von Orangen- und Zitronengärten umgeben ist. Unerkannt lebt er in diesem vermeintlichen Paradies ein beschauliches Leben, während rings um ihn die Memed-Legenden sprießen und ihm seine eigenen Heldentaten erzählt werden. Erst als sein Freund, der Lehrer, getötet wird, der sich als Einziger gegen die reichen Grundherren stellte, wächst wieder der unerbittliche Zorn in Memed, der ihn früher schon zum Rebellen und Rächer gemacht hat. Doch in dieser Welt haben Legenden keinen Platz mehr und das Wort und die Ehre gelten nichts. Memed zieht zum allerletzten Mal in die Berge …
Der amerikanische Marschall, so nennen ihn die Landarbeiter, hat nach dem Zweiten Weltkrieg gemäß seinem Plan die Türkei mit tausenden von funkelnden, riesenhaften Traktoren überschwemmt. Seither ist in der Çukurova-Ebene nichts mehr so wie früher. Die Großgrundbesitzer sind vernarrt in ihre neuen Maschinen und glücklich, dass sie sich mit den Tagelöhnern aus den Bergdörfern nicht mehr herumschlagen müssen. So irrt ein Grüppchen von Dörflern durch Staub, Hitze und höllische Moskitoschwärme. Schließlich findet es sein Glück ganz unerwartet: Auf dem Feld des menschenfreundlichen Melonengärtners.
Ismail Aga liebt das Waisenkind Salman wie einen eigenen Sohn und Erben, bis ihm seine Frau einen Knaben gebärt: Mustafa. Nun schleicht sich die Schlange der Eifersucht ins Haus. Die Angst ergreift zuerst die Kinder, dann das ganze Dorf, und zuletzt ist sich niemand seines Lebens mehr sicher.
Musa entdeckt beim Anlegen an einer ägäischen Insel ein verlassenes Paradies und lässt sich dort nieder. Doch unter der idyllischen Oberfläche verbirgt sich die Tragödie der vertriebenen griechischen Inselbewohner nach dem Ersten Weltkrieg und die Erinnerungen an die Grausamkeiten in Anatolien und dem Kaukasus.
While fleeing invading Russian troops, Ismail Agha finds Salman, a child left for dead at the side of the road, and raises him as his own son, but when Ismail's own son is born, jealously and anger come between Ismail and Salman
Mein Leben. Im Gespräch mit Alain Bosquet. Herausgegeben von Altan Gökalp. Herausgegeben von Altan Gökalp
An den Fragen von Alain Bosquet entzündete sich Yaşar Kemals Erinnerung, der Erzähler begann, sein Leben zu erzählen. Sehr bald wird klar: Kemals eigenes Leben ist selbst ein epischer Stoff voller Dramatik und Abenteuer. Er berichtet von seiner ebenso harten wie reichen Jugend im anatolischen Dorf, vom frühen Ruhm als wandernder Sänger, von seinem Weg in die Literatur und durch die Gefängnisse der Türkei. Er erzählt von den Menschen, die seinen Weg geprägt und von den Büchern, die sein Werk beeinflusst haben. In diesem Lebensbericht öffnet sich Yaşar Kemal mit seinem sprühenden Temperament, seiner Unbeugsamkeit, in der Größe des Zorns und einer alles überstrahlenden Heiterkeit.
Wenn der Erzähler seinen Freund, den Fischer Selim, auf der Jagd nach dem letzten großen Schwertfisch begleitet, beginnt das Marmarameer zu leben, leuchtet in all seinen Farben. Selims Traum ist es, ein Stück Land, das er bereits mit Olivenbäumen bepflanzt hat, zu kaufen und für seine große Liebe ein Haus zu bauen. Auf dem Boot erzählt Selim von seiner Freundschaft zu einem Delphin und beschreibt das grässliche Massaker, das die Fischer aus Geldgier unter den Delphinen des Marmarameers anrichteten. Unterdessen wird der junge Zeynel von der Polizei durch ganz Istanbul gehetzt, überfällt eine Bank und wird in den Zeitungen als wahrer Verbrecherkönig porträtiert. Auch mit Selim hat er eine Rechnung zu begleichen, er lauert ihm auf. Während vieler Jahre hat Yasar Kemal die Fischer auf ihren Fahrten begleitet, bei der Arbeit beobachtet und die Stimmungen des Marmarameers in sich aufgenommen. Sein neuer Roman ist eine Liebeserklärung an dieses Meer und an die von Leben sprühende Stadt Istanbul, zugleich ein äußerst spannender Kriminalroman und ein Hohelied der Freundschaft.
Die Stadtherren zittern vor dem Rebellen Memed, der die Reichen tötet und den Armen hilft. Man setzt ihm den Hauptmann Farouk und dessen furchterregenden Komplizen Ali die Echse auf die Fersen. Wer hat Memed gesehen? Wer kennt ihn? Doch für Memed sind die Legenden, die sich um ihn ranken, zum Fluch geworden. Mit der schönen Seyran möchte er in Ruhe und Frieden leben. Aber kann ein Räuber und Rebell seinem Schicksal entrinnen? Heldentaten, Intrigen und Verrat, Schreckensgeschichten, die in Städten und Dörfern umhergeistern, wilde, überwältigende Landschaften – aus diesem Stoff schöpft Yaşar Kemal ein Epos von trunkener Schönheit, die süchtig machen kann.
Roman. Die Anatolische Trilogie II
Der Winter ist über das anatolische Bergdorf hereingebrochen. Die Bauern, eine in Stolz, Liebe, Hass und Verzweiflung verkettete Schicksalsgemeinschaft, sind von der Außenwelt abgeschnitten. Mehr und mehr werden sie Gefangene ihrer Angst: Wann kommt Adil Effendi? Nach der elenden Baumwollernte des letzten Jahres konnten sie ihm die Schulden nicht zurückzahlen. Jetzt ist das Dorf vogelfrei. Wenn Adil Effendi kommt, darf er alles mitnehmen, das letzte Korn, das Vieh, sogar die Hosen der Frauen. Das wäre sein gutes Recht. In den endlosen Nächten entzünden sich die uralten Fantasien und Träume der Menschheit und werden Realität. Ob dieser Taşbasoğlu, der sich als einziger nicht beugen läßt, das Dorf retten kann?
Wieder sind die Bauern aus den Taurus-Bergen auf die Baumwollfelder der Cukurova gezogen. Aber dieses Jahr ist alles anders geworden. Die steinalte Meryemce musste im verlassenen Dorf zurückbleiben. Tasbasoglu, der Dorfheilige des letzten Winters, hat vor seinem Verschwinden einen Fluch über den Amtmann gesprochen, und seither richtet keiner mehr ein einziges Wort an Sefer, weder dessen Frau noch die Kinder. Da kehrt Tasbasoglu zurück - krank, erschöpft und kraftlos. Die Bauern weisen ihn ab, seine Familie weigert sich, ihn aufzunehmen: Nein, das kann er nicht sein, der Mann, den sie zu ihrem Heiligen gemacht haben. Ungestraft gießt der Amtmann seinen Spott über dem Wehrlosen aus, bis der beschließt, sich zu töten, um die Verehrung des Dorfes wiederzugewinnen. Aber zum Schluss erfüllt sich auch am Amtmann das Schicksal: Er wird zum Opfer des Geringsten unter all jenen, denen er Schmach antat.
Ein Mann wird vom Geliebten seiner jungen Frau erschossen. Der büßt mit dem Leben, aber die Mutter des Getöteten gibt sich damit nicht zufrieden. Für sie ist die Schwiegertochter die eigentlich Schuldige, nach dem Gesetz der Blutrache soll sie sterben. Doch keiner bringt es übers Herz, der schönen, freundlichen Esme ein Leid anzutun. Sogar den gedungenen Mördern beginnt bei ihrem Anblick das Gewehr in der Hand zu zittern. Da verfällt die Großmutter auf einen schrecklichen Plan: Ihr Enkel soll das Todesurteil an seiner geliebten Mutter vollstrecken. Dieser Roman beruht auf einer Begebenheit, die sich in den Fünfzigerjahren in Anatolien zugetragen hat. Yasar Kemal macht sie zum Stoff einer menschlichen Tragödie, welche die verborgensten Instinkte ans Licht bringt.
Wenn der Wind die Disteln aufwirbelt, dann ist für die Bewohner des weltabgeschiedenen Dorfes hoch im Taurusgebirge die Zeit zum Aufbruch gekommen. Männer, Frauen, Kinder, Alte, Gebrechliche und Kranke - keiner bleibt zurück. Mit allem Hab und Gut, mit Kindern, Pferden, Hühnern, Eseln ziehen sie hinunter in die Ebene, um sich als Tagelöhner zu verdingen. Auf den Baumwollfeldern der Großgrundbesitzer wollen sie verdienen, was es zur Bezahlung der Schulden und zum Überleben im harten Winter braucht. Aber dieses Jahr schafft es der alte Halil nicht mehr zu Fuß. Mit der zähen, tyrannischen Mutter Meryemce kämpft er verbittert um den Platz auf der klapprigen Mähre des Langen Ali. Als das Pferd zusammenbricht, wird die fröhlich begonnene Reise zu einer Höllenfahrt durch eine grausame Natur und archaische Leidenschaften.
Seit jenem Tag ziehen die Bauern jedes Jahr, bevor sie den Pflug auf das Feld bringen, zum Distelfeld, zünden die Disteln an und feiern ein großes Fest." Der zweite Band des Memed-Zyklus': Memed kehrt zurück.
Jeden Herbst gehen die Vögel in Schwärmen auf einem Strand vor Istanbul nieder. Seit den Tagen des alten Byzanz will es die Sitte, dass die Städter sie vor den Moscheen, Kirchen und Synagogen kaufen und wieder freilassen. Sie sollen an der Pforte des Paradieses Fürbitte leisten. Als aber drei Gassenjungen ihre vollgestopften Käfige auf Istanbuls Plätze tragen, ernten sie nur Spott und Hohn. Man beschimpft, verjagt die Jungen und hetzt die Polizei auf sie. Mit knurrenden Mägen, leeren Taschen, enttäuscht und erniedrigt, kehren sie an den Strand zurück. Yaşar Kemals Istanbul ist eine farbige, brodelnde Welt. Spitzbuben und Tagträumer, Gestrandete und Gescheiterte leben an den Rändern einer Stadt, die gleichgültig und hektisch geworden ist.
Belletristik : Türkei/Anatolien ; soziale Gerechtigkeit.
Wie kann ein Schriftsteller, der die menschliche Realität, die Psychologie des Menschen zu ergründen sucht, nicht betroffen sein von Unterdrückung, Folter und Mord? Yasar Kemal greift in den sechzehn Erzählungen dieses Bandes die Tradition der Wandersänger und Geschichtenerzähler auf und verbindet sie mit seiner eigenen Lebenserfahrung und dem Wissen um die soziale und politische Wirklichkeit seines Landes zu einem anschaulichen Bild des Lebens der Menschen in Südostanatolien.
Eine alte Legende aus dem Ararat-Gebiet. Die Auseinandersetzung zwischen Liebe und Macht wird bei Yasar Kemal zu einer Parabel politischer Hoffnung, aber auch menschlichen Unvermögens.
Seit Jahrhunderten ziehen die türkischen Nomaden vom Stamm der Karaçullu aus den Bergen hinunter in die Ebene, um sich ein Winterquartier zu suchen. Aber wo sie einst mit hunderten von Zelten, glänzend und bewundert in ihrem Reichtum, die Ebene überschwemmten, erstrecken sich jetzt Reisfelder und Baumwollplantagen bis an den Horizont. Wo sie einst ihre Herden weideten, bebauen jetzt seßhafte Bauern den Boden, dröhnen Lastwagen auf asphaltierten Straßen. Mit Steinhagel und Flintensalven werden sie empfangen. Großgrundbesitzer, korrupte Dorfpolizisten, doppelzüngige Agas pressen ihnen täglich neue Tribute ab. Noch für die steinigsten Rastplätze müssen sie bezahlen, bis sie schließlich nichts mehr zu verkaufen haben als ihre kostbaren Teppiche, den jahrhundertealten Schmuck ihrer Frauen und schließlich ihren letzten Besitz - ihr Vieh.
Každoroční daleká pouť vesnice z horských úhorů východní Antólie do nížiny při středomořském pobřeží, kam táhne horaly vyhlídka na výdělek při sklizni balvny, je rámec do značné míry paralelní k strastiplné cestě Steinbeckovy rodiny Joadových do Kalifornie v Hroznech hněvu. Oba příběhy mají v podtextu dávku tragikomiky, jenže u rodiny Joadových je ta tragikomika odstíněna steinbeckovským sentimentem, kdežto u Kemala nese silný, byť nevyřčený patos, tak tlumený a transcendující i sám příběh, že je až nediskrétnost vyslovit, že je to patos hrdého, nezdolného lidství i osudu, s nímž zápolí. Hrdost je dominantní rys těch horalů a čest pro ně znamená víc než bída smrt a rodinné svazky. Hrdý není jediný starosta, který jejich dřinu prodává za úplatky a s primitivní, ale bezpečnou prohnaností u každého pozná a využije citlivé stránky a tak ves ovládá.
In den abgelegenen Dörfern des anatolischen Taurusgebirges herrscht der Grundbesitzer Abdi Aga. Der Bauernsohn Memed hat dessen Haß auf sich gezogen und ist zur Flucht in die Berge gezwungen. Aus dem schmächtigen, ängstlichen Jungen wird ein Räuber, Rebell und Rächer des Volkes. Memed, die Romanfigur Kemals, ist zur Legende geworden. Der Roman wurde in über 30 Sprachen übersetzt und begründete u. a. Yasar Kemals internationalen Erfolg.
Als der junge Landrat in dem anatolischen Provinzstädtchen eintrifft, ist er überwältigt von dem herzlichen Empfang, den ihm die örtlichen Honoratioren bereiten. Eigentlich hatte er befürchtet, einer Clique ausbeuterischer Großgrundbesitzer gegenübertreten zu müssen, die riesige Landstriche für den Reisanbau überfluten lassen, ohne Rücksicht auf die Bevölkerung, die unter der Malaria leidet und deren Anbaumöglichkeiten immer weiter eingeschränkt werden. Bald muss er feststellen, dass der Empfang nicht umsonst so freundlich war, dass die Reispflanzer um jeden Preis ihre Interessen durchsetzen wollen. Der Landrat stellt sich dem Kampf.