Peter Rosegger Bücher
Peter Rosegger war ein österreichischer Dichter und Schriftsteller, dessen Werke tief in der ländlichen steirischen Landschaft verwurzelt waren, die er genau kannte. Seine Schriften, die von romantischen bis zu politischen Versen reichen, erforschten auf intime Weise die sozialen und politischen Umwälzungen seiner Zeit. Rosegger entwickelte sich zu einem produktiven Schriftsteller, Pädagogen und Visionär, dessen literarisches Erbe untrennbar mit der Schönheit und den Herausforderungen des Landlebens verbunden ist.






Die Älpler
- 270 Seiten
- 10 Lesestunden
"Der Stadter hat selten Gelegenheit, die Eigentumlichkeiten der Gebirgsbewohner, die Tiefen des Volkslebens kennen zu lernen; er sieht zumeist nur den Abschaum desselben. Die Landleute in der Umgebung der Stadte sind des reinen Volkstums vollig verlustig; wenn auch nicht "angekrankelt von des Gedankens Blasse," sind sie doch angesteckt von der Modesucht und von sehr, sehr vielen anderen Fehlern der "Gesellschaft," ohne aber deren Vorzuge zu teilen." [...] Der Autor beschreibt im vorliegenden Werk die verschieden Charaktere der Alpler. Es werden der Pfarrer im Hochgebirge, der Dorfgeistliche, der Richter, die Hausfrau, die Zuchtdirn, der Einleger, Gelehrte, Winkeldoktor, Lotterienarr, Viehhandler, Bratelgeier und viele weitere beschrieben. Der Verlag der Wissenschaften verlegt historische Literatur bekannter und unbekannter wissenschaftlicher Autoren. Dem interessierten Leser werden so teilweise langst nicht mehr verlegte Werke wieder zugangig gemacht. Das vorliegende Buch ist ein unveranderter Nachdruck der historischen Originalausgabe von 1886.
Ein junger Kaplan, der das Zölibat in Frage gestellt hatte, wird in eine entlegene Berggemeinde versetzt. Hier findet er auf seine Lebensfragen eine Antwort: „Die Liebe ist das ewige Licht“.
Peter Roseggers (1843–1918) Erzählung von der einfachen Weihnacht eines Bergbauernsohnes ist wohl seine bekannteste Weihnachtsgeschichte. Sie erzählt von der Vorbereitung auf Heiligabend in einem alpenländischen Dorf des 19. Jahrhunderts. Bei allen Anstrengungen war diese von der Vorfreude auf die heilige Nacht geprägt. Diese sowie weitere Weihnachtsgeschichten von Peter Rosegger, die in vorliegendem Band gesammelt sind, lassen den Zauber vergangener Tage in seiner Waldheimat lebendig werden. In lesefreundlichem Großdruck!
Peter Rosegger: Jakob der Letzte. Eine Waldbauerngeschichte aus unseren Tagen Entstanden im Sommer und Herbst 1886. Vorabdruck in der Zeitschrift Heimgarten 1887. Erstdruck der wesentlich erweiterteten Buchausgabe 1888 bei Staackmann, Leipzig. Vollstandige Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2016. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Ferdinand Georg Waldmuller, Der Radhausberg beit Wildbach Gastein, 1837. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt."
Weihnacht
Erzählungen
Nach dem Unwetter ist der Druck gewichen, und ein sanfter Wind hat die Bäume von ihrem Schnee befreit. In dieser Zeit hat sich jedoch etwas in den Karwässern ereignet: Berthold, dessen Familie wächst, aber das Essen immer knapper wird, ist zum Wilderer geworden. Der Holdenschlager, der besser mit der Not umgeht, sagt, arme Leute dürfen nicht heiraten. Obwohl sie nicht nach Sitte geheiratet haben, knieten sie im Wald, und nun hungern sie. Berthold ist durch Armut und die Liebe zu seiner Familie zum Verbrecher geworden. Trotz seiner früheren Freude als Hirt hat ihn die Not in die Illegalität gedrängt. Ich habe ihm Lebensmittel geschickt, doch es reicht nicht. Er benötigt für seine kranke Frau und die Kinder mehr, und so jagt er die Rehe, die ihm begegnen. Ich habe bereits beim Förster um Nachsicht gebeten, in der Hoffnung, dass Berthold sich bessert, doch bis jetzt hat sich nichts geändert. Der Winterabend ist trüb, die Fenster sind mit Moos verschlossen, und frische Flocken fallen auf den alten Schnee. Berthold wartet auf seine Tochter Lili, die Milch bei einem Nachbarn erbetteln soll, da die Ziegen geschlachtet wurden. Sobald sie zurückkommt, plant er, mit dem Gewehr in den Wald zu gehen, denn bei solchem Wetter sind die Rehe nicht weit.
In diesem Buch erzählt Peter Rosegger von seinen Kindern. Herzerfrischend und unsentimental berichtet er über ihre Erlebnisse und Erfahrungen.
Durch die urwüchsige Ausdruckskraft seiner Erzählkunst wurde Peter Rosegger einer der bekanntesten Volksdichter. Gerade in der Hektik unserer Zeit erlebt sein Werk eine erstaunliche Wiederentdeckung. Sie zeigt sich in der Neubewertung Roseggers als Volkspädagoge, kritischer Denker und zeitloser Erzähler. Dieses Buch enthält Biographisches, seine schönsten Geschichten und Novellen, die sich auch zum Vorlesen im Familienkreis bestens eignen, ferner Autobiographisches, Briefe, Gedichte und Aufsätze. Ein Buch, das bei jung und alt Freude bereiten wird und heiter stimmt!



