Gratis Versand ab 16,99 €. Mehr Infos.
Bookbot

Boris Pahor

    26. August 1913 – 30. Mai 2022

    Boris Pahor, ein bedeutender slowenischer Autor aus Italien, ist bekannt für seine tiefgründigen literarischen Werke, die auf persönlichen Erfahrungen und historischen Ereignissen basieren. Sein Schreiben befasst sich intensiv mit Themen wie Unterdrückung, Identität und menschlicher Widerstandsfähigkeit, oft geprägt von seinen eigenen Erlebnissen mit faschistischer Verfolgung und Internierung in Konzentrationslagern. Pahors Stil zeichnet sich durch scharfe Introspektion und eine fesselnde Dringlichkeit aus, die den Leser in die Komplexität des menschlichen Daseins hineinzieht. Seine international anerkannten Werke leisten einen bedeutenden Beitrag zur Auseinandersetzung mit den Traumata des 20. Jahrhunderts und Fragen der Minderheitenidentität.

    Figlio di nessuno
    Die Wiege der Welt
    Die Verdunkelung
    Kampf mit dem Frühling
    Nekropolis
    Die Stadt in der Bucht
    • Die Stadt in der Bucht

      • 288 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Pahors Roman bezieht sich auf die Zeit nach dem 8. September 1943 und die Flucht des slowenischen Soldaten Rudi Leban aus der italienischen Armee, als der slowenische Widerstand sich in Triest sammelte. Der Protagonist erreicht den Triester Bahnhof, zieht sich dann aber zurück in ein Dorf oberhalb der Stadt, um von dort eine Verbindung in die Stadt zu bekommen, und bereitet sich vor, sich dem Widerstand anzuschließen. Hier erlebt er die Atmosphäre dieses Herbstes auf dem Dorf und lernt die Mentalität der einfachen aber sehr aufgeweckten Bewohner kennen. In diesen Tagen reihen sich vor dem Leser bis ins kleinste Detail beschriebene Gestalten der Triestiner Landschaft in einer bunten sonnigen Farbigkeit, mit solchen Nuancen in der Beobachtung der äußeren Welt und einer tiefen Empfindsamkeit für das Pulsieren im Inneren der Menschen. Pahor erzählt von der Liebe der Karst-Bewohner für ihre Stadt und von ihrem Kampf um diese Stadt, die nicht im Meer der Fremdheit versinken darf.

      Die Stadt in der Bucht
      3,0
    • Nekropolis

      • 280 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Wie das Unfassbare Darstellen? Es bedarf der literarischen Kunst eines Erzählers, der sich ganz in die Tiefe des Erlebten versinken läßt, zugleich aber die Distanz des Entronnenen mitbedenkt. »Nekropolis« erzählt beides zugleich: die Irrfahrt eines slowenischen Widerstandskämpfers durch die deutschen Konzentrationslager und die Erinnerungsversuche des Überlebenden, der in den frühen sechziger Jahren die Lagergedenkstätten auf Reisen besucht: von Dachau und Natzweiler bis Bergen-Belsen.

      Nekropolis
      4,0
    • Kampf mit dem Frühling

      • 377 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Maggio 1945. Ein slowenischer Überlebender aus den nationalsozialistischen Konzentrationslagern ist Gast in einem Sanatorium vor den Toren von Paris. Sein Leben ähnelt einem Halbschlaf in einem Glashaus, einem Halbschlaf, der ständig von den Bildern dort, von jener Welt, in der er die Zerstörung hat geschehen sehen, durchzogen ist. "Er vor Deutschland und er nach Deutschland, ob sich diese beiden Männer jemals begegnen würden", fragt sich der Protagonist und bringt auf wunderbare Weise den schmerzhaften Konflikt zum Ausdruck, aus dem - notwendig und hoch - die Erzählkunst Pahors und sein leidenschaftliches bürgerliches Zeugnis hervorgehen. In den Seiten dieses Romans lässt sich die Fülle seines literarischen Talents nicht auf die reine und leidvolle Erinnerung an das Lager oder auf die Stimme der verfolgten slowenischen Minderheit beschränken. Radico Suban, ein durch die Barbarei zerbrochener Mann, erhält trotz allem die Möglichkeit, sich selbst wiederzufinden und durch die Liebe zu Arlette, einer jungen französischen Krankenschwester, neu zu erblühen. Eine konfliktreiche Liebe, in der nichts sicher ist: dennoch trägt jede ihrer Gesten das Siegel einer Vitalität, die die Schatten besiegt und in sich ein Versprechen von Freiheit birgt, das der Schriftsteller mit Rührung und Staunen schildert, das gleiche Staunen, das uns beim "ewigen und unmerklichen Keimen der Erde, gut und unermesslich", erfasst.

      Kampf mit dem Frühling
    • Die Verdunkelung

      • 383 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Die Verdunkelung ist die Metapher für den totalitären Albtraum, der über der Stadt Triest während des Zweiten Weltkriegs liegt. In dieser Weltuntergangsstimmung sucht der Romanheld Radko Suban einen Weg aus seiner traumatisierten Kindheit und Jugendzeit. Doch die Schatten der Erniedrigungen und Unfreiheit verfolgen ihn auf Schritt und Tritt. Erst die Liebe zu Mija, einer mit einem katholischen Widerstandskämpfer verheirateten Frau und der Schwester eines vom faschistischen Regime hingerichteten Kommunisten, hilft ihm, den Weg zu sich selbst zu finden. Doch die Verdunkelung schlägt unbarmherzig zu: Radko Suban wird verhaftet und nach Dachau geportiert. In seinem Romanwerk entwirft der Triester Schriftsteller Boris Pahor eine faszinierende Chronik des Widerstands gegen den Albtraum des Hasses und der Vernichtung.

      Die Verdunkelung
    • Der Roman enthüllt die bittere Geschichte zweier gezeichneter Menschen: Igor Sevken, ein 65-jähriger ehemaliger KZ-Häftling, und Lucie, eine 30-jährige Ärztin aus einem französischen Vogesendorf. Lucie wird durch Igors Retrospektive in einer französischen Zeitschrift inspiriert, mit ihm in Kontakt zu treten. Aus ihrer ersten Begegnung in Paris entwickelt sich eine leidenschaftliche, schmerzhafte Liebesbeziehung, die von Igors traumatischen Lagertagen und Lucies Missbrauchserfahrungen durch ihren autoritären Vater und die leugnende Mutter überschattet wird. Igor, der in Triest lebt, findet durch die Treffen mit Lucie in romantischen Cafés an der Seine, in Straßburg und am Genfer See eine Verbindung zu seiner Vergangenheit, die von italienischem Faschismus geprägt ist. Die Bucht von Duino wird für ihn zu einem Anker in einer unsicheren Welt. Auch Lucie fühlt sich wie ein „Flüchtling in ihrer eigenen Heimat“ und verbindet mit Igor die Kraft des Schreibens, die in einer von beiden als Vergangenheitsbewältigung konzipierten Trilogie münden soll. Nach dem gemeinsamen Besuch ihrer Heimatorte gibt es trotz der dunklen Vergangenheit einen Hauch von Optimismus. Igor erkennt, dass nur das Miteinander in der multikulturellen Umgebung Triests die weise Zukunft Europas gestalten kann. In einem letzten Brief wünscht Igor Lucie, dass ihre neue Lebensausrichtung noch auf sich warten lasse. Die weibliche Körperlichkeit wird als weltsinnstif

      Die Wiege der Welt
    • Figlio di nessuno

      un'autobiografia senza frontiere

      • 247 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Queste memorie di una “cimice” raccontano la vita di uno sloveno, definito “figlio di nessuno” dall’Italia fascista. Si tratta dei ricordi di un ragazzo privato della sua cultura, di un prigioniero che lotta per la sopravvivenza, di un marito e padre intenso e di un uomo libero. Dall’infanzia segnata dalla povertà e dalle discriminazioni alla Resistenza, dalla guerra in Libia alla scoperta dell’amore, l’autore traccia un bilancio sincero di una vita trascorsa a superare confini fisici e spirituali, rivelando aspetti privati del suo passato e offrendo un autoritratto umano. La narrazione include passioni intellettuali e amori reali, come quello travolgente per Arlette, conosciuta in sanatorio dopo la liberazione, e la complessa relazione con Danica, giovane antifascista uccisa in circostanze misteriose. Si delinea anche il matrimonio con Rada, caratterizzato da una profonda connessione ma segnato da assenze emotive. Sullo sfondo, si offre uno scorcio potente del secolo scorso e la storia degli sloveni. Pahor riflette sul significato della vita e della morte, esprimendo il dispiacere di perdere ciò che ama, mentre ci conduce nel suo intimo viaggio tra passato e futuro, a quasi cento anni.

      Figlio di nessuno
      4,0
    • Tre volte no

      • 128 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Quand'era bambino, all'improvviso a Trieste divenne proibito parlare sloveno. All'epoca, Pahor poteva opporre soltanto la forza del suo disperato stupore. Solo anni dopo ha capito l'impatto lacerante del fascismo e il suo tentativo di privare un popolo della propria identità. Attraverso i ricordi diretti (l'incendio della Casa di cultura slovena, le bocciature perché non sapeva l'italiano, gli attentati ai capi della comunità), il grande scrittore triestino ricorda ai troppi che vogliono dimenticare che il fascismo non fu tollerante, ma incarnò un male duro e oppressivo, non dissimile dal nazismo. E spiega per quale motivo fu tra i primi a denunciare le vittime politiche delle foibe perché ha compreso, sulla propria pelle, che sotto la bandiera nazionale i regimi totalitari assumono solo il colore dell'odio e della violenza.

      Tre volte no
      4,2