Die dreißig Tage vom 11. Februar bis zum 12. März 1938 sind Tage der Sorge nach einem Geheimtreffen Adolf Hitlers mit dem österreichischen Kanzler Kurt von Schuschnigg, der Hoffnung auf ein Ende der ständestaatlichen Kanzlerdiktatur, der Trunkenheit eines ausgelassenen Faschings mit glanzvollen Bällen, der Freude über österreichische Erfolge bei Sportereignissen, der zaghaften Zeichen für einen wirtschaftlichen Aufschwung. Gerhard Jelinek beleuchtet Ereignisse auf Haupt- und Nebenschauplätzen in aller Welt und zeichnet das faszinierende Panorama einer Zeit im Crescendo: Hanna Reitsch startet in Berlin zum ersten Hallenflug mit einem Hubschrauber. Die russische Nordpol-Expedition wird von einer Eisscholle gerettet. Wien bangt um das Leben der Schauspiellegende Hugo Thimig. Im Spanischen Bürgerkrieg erringt General Franco einen Sieg. Österreichs Bundeskanzler Schuschnigg spricht vor dem Bundestag: »Bis in den Tod. Rot-weiß-rot«. Der deutsche Reichskanzler Adolf Hitler befiehlt am 10. März den Einmarsch. Es sind dreißig Tage bis zum Untergang.
Gerhard Jelinek Bücher






April 1945. Noch tobt Krieg auf österreichischem Boden. Aber: Im Wiener Schottenstift treffen sich ein Dutzend Männer und gründen die Österreichische Volkspartei. Der Name ist Programm. Zehn Tage später wird die Republik Österreich (wieder) errichtet. Zahlreiche Geschichten aus achtzig Jahren illustrieren, was die Volkspartei im Kern ausmacht: ihr Selbstverständnis als die staatstragende Partei Österreichs.
MEHR ALS NUR SCHÖN ANZUSEHEN Sie waren außergewöhnlich. Sie haben die Welt verändert. Von den Anfängen der Zeit bis heute haben sich Frauen auf so verschiedenen Gebieten wie Politik, Kunst, Literatur oder Wissenschaft erfolgreich behauptet. Dabei mussten sie stärker und erfi nderischer als Männer sein, um sich gegen Benachteiligung und Konventionen durchzusetzen – und bezahlten nicht selten einen hohen Preis: Maria Magdalena wird zur Sünderin gemacht. Olympe de Gouges fordert Menschenrechte für Frauen und wird zum Opfer der Französischen Revolution. Das »Freudenmädchen« Ching Shih beherrscht mit einer Piratenfl otte das südchinesische Meer und die englische Aristokratin Jane Elizabeth Digby wird zur heimlichen Königin von Damaskus … Lesen Sie von mehr als zwei Dutzend inspirierenden Frauen – und von jenen Männern, die sie behinderten und förderten, hassten und liebten.
Es sind oft wenige Worte, die entscheiden. Reden, die Geschichte schreiben. Reden, die den Lauf der Welt verändern. Jesus Christus, Bertha von Suttner, Marie Curie, Joseph Goebbels, Kaiser Hirohito, Leopold Figl, Bruno Kreisky, Margaret Thatcher, Helmut Kohl, Lech Walesa, Václav Havel, Michail Gorbatschow, Martin Luther King, Nelson Mandela. Oft bleibt von großen Leben ein Satz: Winston Churchill und sein „Blood, toil, tears, and sweat“, John F. Kennedys Bekenntnis „Ich bin ein Berliner“ oder Ronald Reagans Aufforderung: „Herr Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer nieder.“ Der jetzige amerikanische Präsident Barack Obama verdankt seinen beispiellosen Erfolg vor allem drei Worten: „Yes, we can!“ Er hat damit die Stimmungslage einer Generation und den Nerv der Zeit getroffen. Der zuvor weithin unbekannte Senator katapultierte sich mit einer Rede auf dem Parteitag seiner demokratischen Partei in Boston ins Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit. Eine große Rede spiegelt nicht immer die Wahrheit einer Epoche wider, es sind auch die großen Lügen, die Geschichte machen. Worte haben Kriege begonnen und Frieden geschaffen. Und sie künden von großer Weisheit – oder fatalen Irrtümern, wie Neville Chamberlains „Friede in unserer Zeit“-Rede, nachdem er mit Hitler 1938 das Münchner Abkommen geschlossen hatte. Dieses Buch handelt von Reden, die Geschichte gemacht haben und es beschreibt die Geschichte dieser Reden.
Nachrichten aus dem 4. Reich
- 213 Seiten
- 8 Lesestunden
Auch große geschichtliche Ereignisse bestehen aus ungezählten kleinen Mosaiksteinen. Jede Lebensgeschichte ist so ein Stein, viele ergeben zusammengefügt ein historisches Gesamtbild. Nur aus den Einzelschicksalen wird das Ausmaß der Tragödie des Anschlussjahres 1938 begreifbar. Gerhard Jelinek holt in den vorliegenden Gesprächen mit österreichischen Emigranten in New York das Wien der späten Dreißiger Jahre zurück. Mit Prälat Johannes Oesterreicher erzählt ein enger Mitarbeiter von Kardinal Innitzer über die politischen Fehleinschätzungen des Erzbischofs. „Es war kein Mangel an Charakter, eher ein Manko der Intelligenz.“ Fritz Spielmann, Schöpfer des Gassenhauers „Schinkenfleckerln“, in dem „ollweil des Fleisch Versteckerln spielt“, schildert die harte Zeit in der Emigration, die auch Verlust der Sprache bedeutet hat. Der „Vaterländische“ Hans Walter Hannau zeichnet ein ungewöhnliches Bild der Rolle von Seyß-Inquart in den Märztagen 1938. Zwei Dutzend Lebensberichte leidenschaftlicher Österreicher, die wie in einem „fernen Spiegel“ aus Manhattan die Zeit der Emigration und die (Selbst-)Zweifel an Heimkehr und Heimat nach dem Ende des Kriegs aufleben lassen. Betroffen. Berührend. Beschämend.
Schöne Tage. 1914
- 318 Seiten
- 12 Lesestunden
1914 begann mit 'schönen Tagen', wie Arthur Schnitzler in sein Tagebuch notierte. Alma Mahler richtete ihr neues Haus am Semmering ein. Selbst die tödlichen Schüsse von Sarajevo Anfang Juli hallten nicht lange nach. Kaiser Wilhelm II. ging mit seiner Yacht auf 'Nordlandfahrt'. Kaiser Franz Joseph zog nach Bad Ischl in die Sommerfrische. Der serbische Generalstabschef fuhr zur Kur nach Bad Gleichenberg. Und Baron Rothschild sah keinen Grund, seine Bankgeschäfte neu zu richten. Haben die Menschen wirklich nicht geahnt, wie sich ihr Leben innerhalb von wenigen Monaten verändern würde? Gerhard Jelinek lässt die Zeit zwischen 1. Jänner und 3. August 1914 als buntes Mosaik aus Briefen, Tagebuch-Eintragungen und Zeitungsberichten lebendig werden. Innerhalb von wenigen Stunden aber ist Schluss mit der 'guten, alten Zeit', die hier als historisches Panorama voller Unmittelbarkeit sichtbar wird.
1,4 Milliarden Menschen haben den Hollywood- Erfolgsfilm »The Sound of Music« gesehen. Jahr für Jahr kommen Hunderttausende Touristen nach Salzburg, um auf den Spuren der singenden Familie Trapp die Schauplätze der Dreharbeiten zu besuchen. Kein Film, kein Buch, kein Lied hat das Bild Österreichs in der Welt so geprägt wie diese idealisierte Familiengeschichte. Das Lied »Edelweiß« wird weltweit als Hymne des Alpenlandes gesungen. Die wahre Geschichte der Familie des Georg Ritter von Trapp entspricht jedoch keineswegs den süßlichen Klischees: Das Schicksal der Trapps spiegelt vielmehr eindringlich Österreichs widersprüchliche Geschichte von der Habsburgermonarchie bis zur Auslöschung des Landes durch Adolf Hitler wider. Der dramatische Weg zum Weltruhm Aus dem Inhalt • ›› Der Beginn: eine Villa in Pola • ›› Idylle im Krieg: am Erlhof in Zell am See • ›› Im Martinsschlössel in Klosterneuburg • ›› Das Drama von 1922 • ›› Übersiedlung nach Aigen in die »Villa Trapp« • ›› Der Kriegsheld und seine Geschäfte • ›› Kein Lied für Hitler • ›› Emigration nach Stowe, Vermont: Cor Unum • ›› Weltruhm: »The Trapp Family Singers« • ›› Die Legende: die Trapp-Filme und • »The Sound of Music«
FLAPPERGIRLS & PUTSCHVERSUCHE Die Welt vergisst eine Pandemie, die Spanische Grippe hat ihren Schrecken verloren, eine Hyperinflation wird gestoppt. Der Schilling und die Rentenmark legen das Fundament für einen wirtschaftlichen Aufschwung. Das »kurze Jahrzehnt« der aufregenden 1920er beginnt. Sechs Jahre nach dem Ersten Weltkrieg gewöhnen sich die Menschen Europas an neue Wirklichkeiten: Tempo und Technik. Flugzeuge umrunden erstmals die Erde. Sie brauchen dafür 175 Tage. Der erste Zeppelin fliegt über den Atlantik. Berlin wird Zentrum der künstlerischen Avantgarde, die moderne Frau mit Bubikopf und kurzen Röcken genießt ungeahnte sexuelle Freiheiten. Das Radio beginnt seinen Siegeszug. Neue Töne: Charleston, Swing und Shimmy. Wird jetzt alles gut? Blitze am Horizont. Adolf Hitler wird aus der Haft entlassen, Stalin gelangt an die Macht, Mussolini lässt seine Faschisten aufmarschieren, eine Spekulationsblase platzt, Banken stürzen, Attentate. Gerhard Jelinek führt uns zum Anfang der rasanten, goldenen 1920er – zwischen Hoffnung und aufziehenden Katastrophen. Eine Rückschau zum Anschnallen!
Generation Österreich
- 319 Seiten
- 12 Lesestunden
Was hat uns in den Jahren seit 1945 geprägt? Woran erinnern wir uns? Welche Ereignisse, welche Menschen haben Österreich zu dem gemacht, was es heute ist? Zeitzeugen, die unsere Geschichte erlebt und gestaltet haben, schildern das Leben der Generation Österreich und erzählen von Meilensteinen in Politik, Kultur und Alltag. Martha Kyrle, Tochter von Bundespräsident Adolf Schärf, erinnert sich an ihre Begegnung mit Jackie Kennedy beim Chruschtschow-Kennedy Gipfeltreffen 1961 in Wien. Christl Schönfeldt erzählt, wie sie den ersten Opernball nach 1945 organisiert hat. Friedrich Fürst schildert, wie er den Einsturz der Reichsbrücke nur knapp überlebt hat. Erik Nauta, Untersuchungsrichter im Fall Fuchs, berichtet zum ersten Mal von seinem größten Fall. Arne Willrich erzählt vom letzten Interview, das Jörg Haider vor seinem Unfalltod gegeben hat. Rund dreißig packende Geschichten, aufgeschrieben von Bestseller-Autor Gerhard Jelinek und Birgit Mosser Schuöcker.
Affären, die die Welt bewegten
Ein Seitensprung durch die Geschichte
Die Geschichte ist eine Abfolge von Affären. Und schon die erste Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau hatte weitreichende Konsequenzen: Adam und Eva brachten Verführung, Leidenschaft und Sünde in die Welt. Die Vertreibung aus dem Paradies inklusive. Wäre Geschichte, wären Mythen, Künste ohne Leidenschaft und ohne Leiden denkbar? Wie stark und mächtig ist ein Gefühl, das den Verstand ausschaltet, die Vorsicht außer Kraft setzt, das Königskronen aufs Spiel setzt und für Momente der Lust den Tod riskiert? Cäsar und Cleopatra wollten mit ihrer Affäre zwischen Orient und Rom ein neues antikes Weltreich schaffen. Abälard und Heloise. Die Nonne und der Theologe gingen als großes Liebespaar in die Geschichte ein. Elizabeth I., „jungfräuliche“ Königin von England, steht gar in Verdacht die Ehefrau ihres Geliebten ermordet zu haben. Nazi-Propagandachef Joseph Goebbels wurde von Adolf Hitler zur Auflösung seiner Affäre mit einer tschechischen Schauspielerin gezwungen. über die sexuellen Eskapaden des britischen Ministers Profumo stolperte Londons Regierung. Ein Buch über außereheliche Beziehungen, die Geschichte gemacht haben: Affären und ihre gesellschaftlichen, historischen und politischen Bezüge. Affären, die Geschichte – und Geschichten– machten.



