Joachim Bessing Bücher





In den frühen Neunzigerjahren war Hamburg das popkulturelle Zentrum Deutschlands, geprägt von Verlagen, Werbeagenturen und der Musikindustrie. Die Hamburger Schule entwickelte sich in St. Pauli aus Punk und Subkultur, während feministische Diskurse und gesellschaftliche Herausforderungen diskutiert wurden. Christian Werners Visual Essay zeigt die duale Natur der Stadt.
Tristesse royale
- 201 Seiten
- 8 Lesestunden
Im Auftrag des Ullstein Verlags verbringen fünf Jungstars der Popliteratur drei Tage im Kaminzimmer des Hotel Adlon - bei Champagner und mit freiem Blick auf das Brandenburger Tor und Berlins neue Mitte. Ihre Mission ist es, bei kultiviertem Gespräch ein Sittenbild ihrer Generation zu entwerfen. Es geht um Markenartikel und Ästhetik. Und es geht um Selbstinszenierung und Lifestyle. Das Buch wurde ein Bestsellererfolg und machte Furore in allen maßgeblichen Feuilletons.
Wenn dir das Leben die Hand reicht, greife zu - Erfolg, Ruhm, Sex, schöne Dinge. Als der Student Gumbo eines Nachts in einem Hamburger Szenelokal von der Werberin Barbara aufgelesen wird, um tags darauf in ihren Latexlaken aufzuwachen, glaubt er sich vor seinem endgültigen Durchbruch. Doch das Leben ist bitter, Erfolg und schöner Schein entpuppen sich nur zu oft als bloßer Tand, dem die Seele fehlt. Ob der Erfolg nun winkt oder nicht: Gumbo ist längst Opfer der alles verschlingenden WIR-MASCHINE. Bissig, sarkastisch zeichnet Joachim Bessing das Porträt einer verlorenen Welt. Seine WIR-MASCHINE ist die Metapher einer entmenschlichten Glücks- und Erfolgsideologie, verhängnisvoll geschmückt mit Glamour, Geld, sex & drugs, großen Worten und wirren Ideen.
Untitled
- 302 Seiten
- 11 Lesestunden
In einer Welt moderner Kommunikationstechnologien schreibt Joachim Bessing über die Liebe zwischen einem modebewussten Mann und einer philosophierenden Frau, die sich zufällig am Bücherregal treffen. Ihre gemeinsame Leidenschaft für die Antike entfaltet sich, doch die Komplikation bleibt: Sie ist verheiratet. Der Protagonist, desillusioniert von Oberflächlichkeiten und Reisen, sucht nach einem Grund, um zu bleiben. Der unerwartete Kontakt am Bücherregal führt ihn in eine neue Dimension der Liebe, die er nur aus Büchern kennt. Ihre Beziehung entfaltet sich hauptsächlich in Gedanken und über digitale Kommunikation – E-Mails, Nachrichten und Bilder – was die Intensität und Komplexität ihrer Verbindung verstärkt. Julia, die Frau, liebt ihn, möchte jedoch ihr Leben außerhalb dieser neuen Welt nicht aufgeben. Dies führt zu einem ambivalenten Spiel zwischen Geheimnis und Verlangen, das sowohl Freude als auch Leiden hervorruft. Bessing untersucht die romantische Liebe als eine Erfindung des Industriezeitalters und zeigt, wie technologische Mittel diese bürgerliche Idee in Zeiten der Monogamie beeinflussen. Der Roman beleuchtet die Fragen, wie körperlich und innig Liebe sein kann und wie nah man sich wirklich kommen kann, während er gleichzeitig die Herausforderungen und Missverständnisse der modernen Beziehungen thematisiert.