Bookbot

Detlef Felken

    Ein Buch, das mein Leben verändert hat
    Der Untergang des Abendlandes
    Oswald Spengler
    • Der Autor als Leser Der Autor als Leser - dieser einfache Grundgedanke stand am Ausgangspunkt der hier versammelten Beiträge. Rund 150 Autorinnen und Autoren des Verlages C. H. Beck beschreiben darin ihre persönlichen Erfahrungen mit Büchern. Nicht mit irgendwelchen Büchern indessen, sondern solchen, die ihr Leben verändert haben. Vom Kinderbuch und Wilhelm Busch bis zu Walter Benjamins „Ursprung des deutschen Trauerspiels“ oder Martin Heideggers „Sein und Zeit“, vom „Don Quijote“ des Cervantes bis zu den „Buddenbrooks“ von Thomas Mann, von Adalbert Stifters „Bunten Steinen“ bis zur „Suche nach der verlorenen Zeit“ des Marcel Proust, von Charles Dickens „David Copperfield“ und George Orwells „1984“ bis zu „Der Fremde“ von Albert Camus und José Saramagos „Stadt der Blinden“ - dieser Band lädt ein zu kurzweiligen Reisen in fremde Lesewelten, in denen man bekannten und unbekannten Büchern auf eine ganz eigene Weise begegnet. „Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.“ Jorge Luis Borges Ausgezeichnet im Wettbewerb „Die schönsten deutschen Bücher 2007“ der Stiftung Buchkunst.

      Ein Buch, das mein Leben verändert hat2007
    • Mit seinem Werk prägte Oswald Spengler nachhaltig das moderne Geschichtsbild. Entstanden aus einer politischen Schrift von 1911, untersucht Spengler die oft unverständlichen Beziehungen zwischen Kunstformen, Krieg und politischen Strukturen. Er zielt darauf ab, eine Morphologie der Weltgeschichte zu skizzieren. Spengler entwirft eine Entwicklungsgeschichte der Kultur, in der alle Hochkulturen – indische, antike, arabische und abendländische – in ihren Altersstufen frappierende Parallelitäten aufweisen. Er führt das Konzept der „homologen Bildungen“ ein, kulturelle Erscheinungen, die trotz zeitlicher und äußerlicher Unterschiede in der gleichen Phase auftreten. Der Begriff „Gleichzeitigkeit“ beschreibt geschichtliche Tatsachen, die in ihren Kulturen in ähnlicher Lage erscheinen. Diese Interpretation, eine der frühesten strukturalistischen Ansätze, ermöglicht es, fehlende Puzzlestücke verschollener Kulturen zu rekonstruieren und die Entwicklung bestehender Kulturen vorherzusagen. Spengler prognostiziert für das westliche Europa nach der „Herrschaft des Geldes“ die Ausbildung des Cäsarismus und einen zunehmend primitiven Charakter der politischen Formen. Seine Analyse ist sprachlich brillant, jedoch oft ohne klare Chronologie und Systematik. Er betont die Bedeutung von Kunst, Staatsstrukturen und mathematischem Wissen und führt das Konzept der Kulturseelen ein, wobei er die antike Kultur als apollinisch und die abendländische als

      Der Untergang des Abendlandes1998
      4,1