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Lily Brett

    5. September 1946
    Auschwitz Poems
    Wenn wir bleiben könnten
    Alt sind nur die anderen
    Alles halb so schlimm!
    Von Mexiko nach Polen
    Liebesgedichte
    • Jeder möchte gerne alt werden, aber kaum einer möchte gerne alt sein. Der körperliche Zustand verschlechtert sich, damit häufig auch das Wohlbefinden, das Gedächtnis schwächelt ebenso wie das Bindegewebe, und der Blick in den Spiegel wird zu einem Moment der Wahrheit. Lily Brett erzählt von Begebenheiten ihres Alltags, davon, wie sie wildfremden Menschen auf der Straße zuwinkt, weil sie sie mit ihrem Mann verwechselt, wie sie Zeugin eines Speeddatings für Senioren wird und über die Anschaffung eines Dreirads für Erwachsene nachdenkt, von peinlichen Arztbesuchen und von Apple-Mitarbeitern, die sich ihr nur im Doppelpack gewachsen fühlen. Lily Brett vermag es wie kaum eine andere, einen humor- und doch liebevollen und dabei schonungslosen Blick auf ihr eigenes Altern zu richten – herrlich erfrischend!

      Alt sind nur die anderen2020
      3,6
    • Wenn wir bleiben könnten

      • 120 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Lily Bretts Gedichte erzählen von der Liebe, der Sehnsucht und fundamentalen Familiengeheimnissen. Ihre Gedichte eröffnen ganze Welten, in denen sie ihre Rolle als Tochter, Mutter, Ehefrau und Freundin auslotet. In Momentaufnahmen setzt sie ihrer Familie ein Denkmal, ergründet beharrlich die Geschichte ihrer Eltern, die die Shoah überlebten. Präzise und konzentriert beschwört ihre Sprache die Macht der Erinnerung, ist lebenstrunken und wehmütig und besingt das Wunder des Überlebens mit leisen Worten und abgründigem Witz. Die Ausgabe präsentiert die Gedichte neben der Übersetzung auch im amerikanischen Original. In einem Vorwort erläutert Lily Brett ihre Auswahl, die sie für diesen sehr persönlichen, aufrichtigen Band getroffen hat.

      Wenn wir bleiben könnten2014
      3,8
    • Immer noch New York

      • 223 Seiten
      • 8 Lesestunden

      »In Downtown Manhattan sah man oft einen Mann, der mit einem Papagei auf dem Kopf herumspazierte. Ein Papagei weckt in New York kein großes Interesse, ein Papagei auf dem Kopf eines Mannes schon.« Lily Brett, die australische New Yorkerin mit europäischen Wurzeln, steckt mittendrin, und um die Stadt einzufangen, hält sie sich selbst den Spiegel vor. Hinreißend erzählt sie von ihren Nöten, einen halbwegs anständigen Büstenhalter im Greenwich Village zu erstehen, vom befremdlichen Anblick der Schoßhündchen in Regenmänteln und Sonnenbrillen, vom überbordenden Großstadtverkehr. Und zum Glück gibt es in dieser ziemlich hektischen Stadt auch Winkel der Ruhe und des Friedens, den Geruch von frisch gebackenem Brot und die entwaffnend ehrlichen Gespräche mit ihrer Kosmetikerin. Denn in Manhattan ist nichts unbedeutend und nichts selbstverständlich. Lily Bretts Kolumnen sind Klassiker. Denn in der tragikomischen Mischung aus Autobiografie und kleinen Alltagsvignetten schimmern die großen Themen des Lebens durch.

      Immer noch New York2014
      3,8
    • Lola Bensky

      Roman

      • 302 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Lola Bensky ist neunzehn, als Keith Moon von The Who vor ihren Augen die Hosen runterlässt und Cher sich ihre falschen Wimpern borgt. Es sind die Sixties, und Lola ist als Reporterin in London und New York unterwegs, um Interviews mit Musikern zu führen. Sie unterhält sich mit Mick Jagger über Sex und Diäten, mit Jimi Hendrix über Mütter, Gott – und Lockenwickler. Ihre Leser sind vermutlich eher an Tratsch interessiert, aber Lola war schon immer etwas unkonventionell. Zum Glück ahnen ihre Eltern nichts davon, dass sie mit Menschen zu tun hat, die mit freier Liebe und Drogen experimentieren. Sie haben das Konzentrationslager überlebt, aber das würde sie ins Grab bringen. Und Lola fühlt sich schon schuldig genug, dass sie Übergewicht hat und keine Anwältin geworden ist. Doch sie ist fest entschlossen, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. »Lola Bensky« ist ein hinreißend komischer und herzzerreißend menschlicher Roman über Neurosen und die Last der Vergangenheit. Und eine fulminante Hommage an die großen, verrückten Heldinnen und Helden der Sixties.

      Lola Bensky2012
      3,3
    • Liebesgedichte

      • 131 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Lily Brett wurde in den USA zunächst nicht als Romanautorin bekannt, sondern als Lyrikerin. Unter dem Titel "Twenty Years" hat sie ihrem Mann, dem Maler David Ranken, zum 20. Hochzeitstag eine Gedichtsammlung gewidmet, die hier erstmals veröffentlicht wird. Die Gedichte sind Ausdruck einer tiefen Liebe und innigen Verbundenheit, die sich in kleinsten Gesten und vor allem in alltäglichen Situationen zeigt. Ob beim morgendlichen Aufwachen, beim Konzertbesuch oder beim Einschlafen – das "Ich" und das "Du" sind untrennbar miteinander verbunden, sind nur zusammen denkbar.

      Liebesgedichte2008
      4,4
    • Chuzpe

      Roman

      • 333 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Ruth kann nicht begreifen, dass ihr Vater Edek, vor wenigen Wochen erst von Melbourne zu ihr nach New York gezogen, weit davon entfernt ist, einen ruhigen Lebensabend zu verbringen. Und dass Lebensabend überhaupt der falsche Begriff ist für den munteren Siebenundachtzigjährigen, der sich erst in Ruths Korrespondenzbüro nützlich zu machen versucht und wenig später ein Verhältnis beginnt mit der (viel zu jungen, wie Ruth findet) Polin Zofia (69). Als Edek zusammen mit Zofia und deren Freundin Valentina auch noch ein Restaurant an der Lower Eastside eröffnen will, das auf polnische Fleischbällchen spezialisiert ist, bangt Ruth gleichermaßen ums Erbe und um ihre Nerven. Chuzpe ist Lily Bretts sprühender Roman über Väter und Töchter, polnische Küche und New Yorker Neurosen; eine Geschichte ernster Irrungen und komischer Wirrungen, erzählt mit genau der Mischung aus Witz, Wärme und Verstand, die Lily Bretts Stimme so unverwechselbar macht.

      Chuzpe2006
      3,7
    • Ein unmögliches Angebot

      • 325 Seiten
      • 12 Lesestunden

      In der jüdischen Gemeinde Melbournes bleibt nichts verborgen; jeder kennt jeden und alles wird beobachtet. Die Mitglieder dieser Gemeinschaft, die den Holocaust überlebt haben, leiden am „Trauma der zweiten Generation“. Sie kämpfen mit Essstörungen, unerklärlicher Traurigkeit und Ängsten, während sie gleichzeitig nach Leben und Freude streben. Ruthie Brot, eine der Hauptfiguren, sorgt sich um ihren Vater Moishe, der nach dem Tod seiner Frau in Trauer verharrt. Doch als ein „chinesisches Mädchen“ auftaucht, erwacht in ihm neuer Lebenswille. Ruthie selbst ist von ihrem Ehemann Eddie vernachlässigt und beginnt eine Affäre mit Abe Lipshitz, dem Liebhaber ihrer Freundin. Auch Harry, der Ehemann von Eddies Schwester Susan, hat eine Affäre und erkennt schließlich, dass es Susan ist, die ihm hilft, mit seiner Vergangenheit umzugehen. In diesem ersten Roman von Lily Brett, der 1991 in Australien veröffentlicht wurde, zeigt sich ihre literarische Begabung und unverwechselbare Stimme. Die Charaktere, alle aus der jüdischen Gemeinde, sind vom Holocaust geprägt und leben mit der ständigen Herausforderung, die Schrecken der Vergangenheit zu bewältigen, während sie gleichzeitig versuchen, im Hier und Jetzt zu leben. Mit Humor und Ehrlichkeit erzählt Brett von den intimen Lebensgeschichten ihrer Protagonisten und den dramatischen Momenten, die oft von den Erinnerungen an die tragische Vergangenheit ihrer Eltern durchdrungen sind.

      Ein unmögliches Angebot2004
      3,4
    • Von Mexiko nach Polen

      • 383 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Schonungslos, auch sich selbst gegenüber, rückhaltlos offen und bei allem Scharfblick immer heiter, erzählt die Schriftstellerin Lily Brett von den verschiedenen Stationen ihres Lebens. So lesen wir zum Beispiel, wie sie in Mexiko versuchte, einen Roman zu schreiben, während die Toilette explodierte, der Gärtner das Manuskript bewässerte und das Dienstmädchen sie über Schönheitschirurgie ausfragte. Sie berichtet, was sie beim Brand ihrer New Yorker Wohnung erleben musste und wie schwierig es war, sich nicht nur ein neues Leben, sondern auch eine neue Vergangenheit aufbauen zu müssen. Und mit viel Gefühl und Liebe spricht sie über New York, wo sie heute lebt - New York vor und nach dem 11. September.

      Von Mexiko nach Polen2003
      4,2
    • Auschwitz Poems

      • 149 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Die „Auschwitz Poems“, 1986 erstmals erschienen, gehören zu den kraftvollsten unter Lily Bretts Gedichtbänden und wurden 1987 mit dem "Victorian Premier's Literary Award" ausgezeichnet. Die Gedichte der Tochter zweier Holocaust-Überlebender, illustriert von ihrem Ehemann, dem Maler David Rankin, berühren zutiefst durch die Klarheit und Schönheit ihrer Sprache, aber auch durch die unaussprechliche Trauer, die hinter ihnen steht.

      Auschwitz Poems2001
      4,0
    • Anhand von scheinbar alltäglichen Situationen erzählt Lily Brett vom Leben in New York. Ob sie den Besuch in einem Schönheitssalon beschreibt oder ein Telefongespräch mit ihrem Vater, ihre Texte zeichnen stets ein humorvolles Bild der Stadt und ihres Lebensgefühls; sie fügen sich aber gleichzeitig auch zu einem Selbstportrait der Autorin, die in New York lebt und seit Mai 1999 in der Wochenzeitung 'Die Zeit' über das Leben in dieser Metropole schreibt.

      New York2000
      3,8
    • Zu sehen

      • 332 Seiten
      • 12 Lesestunden

      »Altern, dachte ich, sei etwas, das älteren Leuten zustößt«, sagt Lily Brett, eine Frau in den besten Jahren, und räumt wehmütig ein: »Wir sind nicht mehr die, die wir einmal waren.« Trost kommt von der Tochter: »Heute bist du viel freier. Und tanzen kannst du jetzt auch.« »Dein Körper muß dir jetzt fremd vorkommen«, sagt Lily Bretts Mann eines Nachts. Aber sie hatte sich inzwischen gewöhnt an Bizeps, Trizeps, Quadrizeps und Deltamuskel, Ergebnis konsequenten Körpertrainings. »Sex«, »Essen«, »Liebe«, »Altern«, das sind die Themen dieses Buches, das noch mehr von ihrem Leben preisgibt als Einfach so (st 3033), ihr autobiographischer Roman, der zum Bestseller wurde. »Intimität ist meine Spezialität«, sagt Lily Brett, und sie verbirgt nichts. Als Tochter zweier Holocaust-überlebender war es für sie ein langer Weg, zu sich selbst und damit auch zu dieser Offenheit zu finden, die Welt »zu sehen«, wie sie ist – mit dem Humor, den ihre Fans so lieben.

      Zu sehen1999
      3,9
    • Zu viele Männer

      • 655 Seiten
      • 23 Lesestunden

      »Zu viele Männer« – das sind nicht Liebhaber und Verehrer, sondern zu viele schuldige und gleichgültige Menschen auf den Straßen Polens. Das sind jene Männer, die über Antisemitismus lachen oder begeisterten Touristen in Krakau antisemitische Figuren verkaufen – es sind all jene Männer, die Ruth Rowax verfolgen. Sie ist eine neurotische, fitnesssüchtige, selbständige, emanzipierte Frau von Anfang Vierzig und überzeugter Single. Sie verdient als Leiterin eines Korrespondenzbüros viel Geld. Typisch New York. Doch Ruth Rowax ist Jüdin, Tochter zweier Auschwitz-Überlebender, in Australien aufgewachsen und nach New York geflohen. Sie beschließt, mit ihrem verwitweten Vater Edek Rowax nach Polen zu fahren, auf Spurensuche zu gehen. Warschau, Lodz und Auschwitz sollen die Stationen sein. Es ist eine Reise in die Traumata der zweiten Generation, in die Sprachlosigkeit und die unausgesprochene, tiefe Liebe zwischen Vater und Tochter.

      Zu viele Männer1999
      4,0
    • Einfach so

      • 525 Seiten
      • 19 Lesestunden

      Einfach so erzählt die Geschichte einer Frau, die in New York zu Hause ist. Sie schreibt Nachrufe für eine Zeitung, lebt mit ihrem Ehemann, einem Künstler, in einem weitläufigen Loft, hat drei aufmüpfige, aber wohlgeratene Kinder, und wenig Außergewöhnliches, nichts Dramatisches drängt sich in den Ablauf ihrer Tage. Das Außergewöhnliche liegt in ihr selbst, in ihrer Art, die Umwelt wahrzunehmen: Soll sie ein koscheres Huhn kaufen, oder darf sie auf die Instanthühnerbrühe zurückgreifen? Kann sie sich von den reichen Gastgebern mit deren Mercedes zur Dinnerparty kutschieren lassen? Ihre Lebensgeschichte – sie ist die Tochter jüdischer Eltern, die den Holocaust überlebt haben – ist immer präsent, und ihr Beruf – durch den sie häufig Begräbnisse zumeist völlig fremder Menschen besuchen muß – verstärkt das Gefühl für die Zerbrechlichkeit des Glücks.

      Einfach so1995
      3,8
    • Es reicht schon eine Flugzeugentführung in einem weit entfernten Land, um Renia schreckensstarr zu machen. Sofort hängt sie sich ans Telefon und gibt ihrer leicht genervten Tochter Lola Anweisungen, wie sie sich in einem solchen Fall zu verhalten hätte. Jedenfalls nicht zugeben, daß sie Jüdin sei, denn »jeder will immer zuerst die Juden umbringen«. Was ist das letztlich für ein Glück, daß Lola keinen Juden, sondern den blonden, blauäugigen Rodney geheiratet hat! Dabei hatte die Familie Lola einst nach Israel geschickt, damit sie sich ihre diversen nichtjüdischen Verehrer aus dem Kopf schlage. Aber Lola »verabscheute Israel vom ersten Augenblick an«. Schockierenderweise läßt sich Lola später von Rodney scheiden. Wieder eine mittlere Katastrophe. Und natürlich mischen sich die Mitglieder der jüdischen Gemeinde mit guten Ratschlägen in jedes Familiendrama ein. Bis Lola sich aus den Bevormundungen, Vorschriften und Ratschlägen befreit, bedarf es vieler kleiner Rebellionen.

      Alles halb so schlimm!1992
      4,0